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Sportverletzung: Natur hilft heilen

 

Bei Sprunggelenksverletzungen hilft die topische Applikation eines Naturheilmittels ebenso gut wie Diclofenac-Gel. Zu diesem Ergebnis kommt die 2012 veröffentlichte TAAS-Studie (Traumeel Acute Ankle Sprain Study), die Dr. Christian Schneider, Olympiaarzt des DOSB, kürzlich bei einer Presse­konferenz des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) in München vorstellte. An der randomisiert-kontrollierten Studie hatten 449 sportlich aktive Männer und Frauen mit einer akuten Bandverletzung des oberen Sprunggelenks teilgenommen.

 

Die Patienten wurden dreimal täglich über 14 Tage entweder mit dem Homöo­pathikum als Salbe oder als Gel oder mit Diclofenac-Gel 1 Prozent behandelt. Primäre Endpunkte der Studie waren Schmerzreduktion, gemessen mit einer visuellen Analogskala (VAS), und die Funktionsfähigkeit des Sprunggelenks am Tag 7. In allen drei Gruppen waren die Schmerzen deutlich zurückge­gangen (durchschnittlich um 70 Prozent). Auch die Funktion von Fuß und Sprunggelenk hatte sich in gleichem Ausmaß verbessert. Die Zeit bis zum Erreichen der normalen Funktion betrug in allen drei Gruppen etwa 19 Tage. Bei der Abschlussuntersuchung nach sechs Wochen berichteten alle Patienten über eine komplette Schmerzreduktion und volle Funktionsfähigkeit des Sprunggelenks. Das homöopathische Topikum sei dem Diclofenac-Gel in beiden Zielparametern nicht unterlegen und dabei gut verträglich, folgern die Studienautoren aus ihrer Untersuchung.

 

Vor den Journalisten erinnerte Schneider zudem an die PECH-Regel als Sofortmaßnahme bei stumpfen Traumata wie Muskel- oder Sprunggelenks­verletzungen. Die PECH-Elemente Pause, Eis, Compression und Hoch­lagerung könnten das Ausmaß der Schwellung reduzieren und ein Hämatom begrenzen. Damit könne man den Heilungsprozess deutlich verkürzen. (bmg)

 

25.03.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Maridav