Grippewelle: Keine dramatischen Zahlen |

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet in den kommenden Wochen mehr Grippefälle in Deutschland. Derzeit stehe man erst am Anfang einer Grippewelle, sagte die Epidemiologin Silke Buda vom RKI im ZDF-«Morgenmagazin». Bislang ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE), zu denen auch die Grippe zählt, bundesweit geringfügig erhöht, wie aus dem Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hervorgeht.
Während die Werte des Praxisindex im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben sind, stieg die Zahl der Arztbesuche bei den Kindern weiter an, während sie in den übrigen Altersgruppen leicht sanken. Insgesamt sank die Zahl der Arztbesuche aufgrund von akuten Atemwegsinfekten leicht. Dafür stieg aber die Rate der Proben an, die positiv auf Influenza getestet wurden. Während sie in der 1. Kalenderwoche 31 Prozent betrug, war es in der Vorwoche 45 Prozent und in der dritten Januarwoche 47 Prozent. «Die Zahlen steigen noch deutlich, und das erwarten wir auch für die kommenden Wochen», so Buda. Jetzt seien der Abstand zu bereits Erkrankten und häufiges Händewaschen gute Mittel, um sich nicht anzustecken. Für die 3. Meldewoche 2013 wurden bislang 593 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 22.01.2013). (ch)
28.01.2013 l PZ
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