Schlecker-Pleite: Geringes Plus für Apotheken |

Die Apotheken profitieren nach eigener Einschätzung nur wenig von der deutschlandweiten Schließung der Schlecker-Filialen. Das Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) befragte dazu 350 Apothekenleiter. 26 Prozent sagen, dass seit der Schlecker-Insolvenz vor allem ältere Kunden vermehrt Drogerie-Artikel nachfragten. 24 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen in diesem Segment. 21 Prozent bemerkten einen generellen Anstieg in der Nachfrage nach Drogerie-Artikeln; 17 Prozent haben ihr Sortiment daraufhin ausgeweitet. 14 Prozent bewerben seit der Pleite des Drogerie-Riesen entsprechende Artikel stärker.
Das IfH zitiert die Gesellschaft für Konsumforschung, nach der vor allem andere Drogeriemärkte, Lebensmittel-Discounter und Supermärkte profitieren. Nur 8 Prozent der ehemaligen Schlecker-Umsätze fallen demnach an den Fachhandel. Das IfH sieht hier vor allem für ländliche Apotheken eine Chance. (db)
27.08.2012 l PZ
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