Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Octreotid: Es darf ein bisschen mehr sein

 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat dem Octreotid-haltigen Präparat Sandostatin® LAR®-Monatsdepot eine Zulassungserweiterung erteilt. Wie Hersteller Novartis Pharma meldet, kann das Somatostatin-Analogon nun bei Akromegalie-Patienten in einer Dosis von bis zu 40 mg in vierwöchigen Abständen zum Einsatz kommen (zweimal 20 mg oder einmal 30 mg plus einmal 10 mg). Voraussetzung hierfür ist die unzureichende Kontrolle der Plasmaspiegel des Wachstumshormons (Somatotropin) und des Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1) sowie der Symptome nach dreimonatiger Therapie mit der bisher zugelassenen Höchstdosis von 30 mg Octreotid. Grundlage für die Zulassungserweiterung waren Studien, in denen eine Dosiserhöhung auf 40 mg Octreotid zu einer besseren klinischen und biochemischen Kontrolle der Erkrankung  führte.

 

Neben der Reduktion von Somatotropin und IGF-1 kann die Steigerung der Octreotid-Dosis ferner zu einer Verringerung des Tumorvolumens führen. Der Akromegalie liegt meistens ein Somatotropin-produzierender Tumor der Hirnanhangdrüse zugrunde. (ss)

 

18.07.2012 l PZ

Foto: Fotolia/カシス (Symbolbild)