Melanom: Neue Therapeutika in Aussicht |

Für die Behandlung beim fortgeschrittenen oder metastasierten Melanom mit BRAF-V600-Mutation könnte es zukünftig zwei neue Wirkstoffe geben. Das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (GSK) kündigte in einer Pressemitteilung an, die Zulassungen von Dabrafenib und Trametinib als Monotherapie anzustreben. Zudem habe man vor Kurzem ein Phase-III-Studienprogramm gestartet, um die Wirkung der Kombination weiter zu untersuchen. Bei Dabrafenib handelt es sich um einen oral verfügbaren Inhibitor des BRAF-Proteins. Trametinib ist ein oral verfügbarer Hemmer des MEK-Proteins.
Auf der Tagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO) in Chicago stellte GSK Ergebnisse aus Phase III-Studien zu beiden Wirkstoffen vor. Sowohl die Break3-Studie zu Dabrafenib als auch die Metric-Studie zu Trametinib zeigten im Vergleich zur Behandlung mit einer Chemotherapie einen statistisch signifikanten Vorteil für die Dauer, die Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Melanom mit BRAF-V600-Mutation ohne Progression der Erkrankung oder Todesfolge lebten. Die Patienten der Metric-Studie wiesen bei Behandlung mit Trametinib darüber hinaus eine signifikant höhere Gesamtüberlebensrate im Vergleich zu Patienten auf, die mit einer Chemotherapie behandelt wurden. In beide Studien wurden ausschließlich Patienten mit BRAF-Mutation eingeschlossen, die zuvor durch einen Test festzustellen ist. (ss)
20.06.2012 l PZ
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