Achte Rabattrunde: AOK vergibt Zuschläge |

Die AOK hat in der achten Ausschreibungsrunde die Zuschläge für neue Rabattverträge erteilt. Dies gab die Kasse in einer Pressemitteilung bekannt. 39 Bieter und Bietergemeinschaften nahmen an der Ausschreibung teil. 14 von ihnen bekamen nun die Zusagen für das exklusive Lieferrecht, darunter sowohl Generikahersteller als auch forschende Pharmaunternehmen.
Insgesamt vergab die AOK diesmal Zuschläge für 18 Wirkstoffe mit einem Gesamtumsatzvolumen von 550 Millionen Euro pro Jahr. In einem Fall verzögert sich die Vergabe wegen «interner Abläufe»: Für die Hormonkombination aus Levonorgestrel und Ethinylestradiol wurde noch kein Zuschlag erteilt.
Im Falle des Neuroleptikums Olanzapin wird die AOK zukünftig exklusiv von dem Generikahersteller Heumann Pharma beliefert. Das Nürnberger Unternehmen gehört seit 2005 zur indischen Torrent Group. In der letzten Ausschreibungsrunde hatte die AOK keinen Zuschlag für den Wirkstoff vergeben. Grund war, dass viele Bieter das Mittel nicht in der exakten Darreichungsform des Originalpräparats hergestellt hatten und somit laut AOK kein Wettbewerb möglich war.
Nun gab sich der Verhandlungsführer und Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann, zufrieden: «Heute haben wir echten Wettbewerb und sehen uns darin bestätigt, dass es Sache der Krankenkasse ist, die Wettbewerbssituation nach Patentablauf zu beobachten und dann auszuschreiben, wenn der Markt reif ist.» Allein das Umsatzvolumen von Olanzapin beträgt laut AOK 148 Millionen Euro pro Jahr. Die neuen Verträge treten nach Aussage der AOK im Oktober 2012 in Kraft und gelten bis September 2014. (ah)
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22.05.2012 l PZ
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