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GFD weist Vorwurf des Datenklaus zurück

 

Die des Datenklaus beschuldigte Firma wehrt sich: Der Geschäftsführer der Gesellschaft für Datenverarbeitung (GFD) Pharmafakt, Dr. Dietmar Wassener, versichert in einer Stellungnahme gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung (PZ): «Entgegen den im ‚Spiegel’ formulierten Vorwürfen hat die GFD keine personenbezogenen Daten von Versicherten weitergegeben. Auch ein Verkauf von Daten fand nicht statt - sämtliche Daten waren lediglich die Grundlage für die Erstellung von Studien.» Bis 2010 habe die GFD von verschiedenen Apothekenrechenzentren Daten zu den Verschreibungen von Ärzten erhalten und für Studien für Arzneimittelhersteller, Verbände oder Forschungseinrichtungen verwendet. Aus den Studien könnten keine Rückschlüsse auf Patienten gezogen werden, es gehe ausschließlich um statistische Auswertungen und wissenschaftliche Interpretationen. Aussagen über das Verordnungsverhalten einzelner Ärzte im Gefolge des Besuches eines Pharmareferenten seien «selbstverständlich nicht Bestandteil unserer Studien», heißt es in der Stellungnahme.

 

Seit 2009 erhalte ein als neue Gesellschaft gegründetes Trustcenter die Daten von den Rechenzentren verschlüsselt und erstelle im Auftrag der GFD Studien auf der Grundlage dieser verschlüsselten Daten. So sei sichergestellt, dass die GFD keinen Zugriff auf unverschlüsselte Daten erhalte und das Trustcenter seinerseits keine Möglichkeit habe, die verschlüsselten Daten zu deanonymisieren. Im Zuge einer Weiterentwicklung der Datensicherheit sei inzwischen gewährleistet, dass keiner der Beteiligten, auch nicht die Daten liefernden Rechenzentren oder der zwischengeschaltete Dienstleister, eine Clearingstelle, Daten deanonymisieren könnten. (ug)

 

Lesen Sie dazu auch Datenschutz: Vorwürfe gegen Apotheken-Rechenzentren

 

13.02.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Kzenon (Symbolbild)