EHEC: Entwarnung für Tomaten, Gurken und Salat |

Die Behörden haben die Verzehrwarnung für rohe Tomaten, Gurken und Salat in Norddeutschland aufgehoben. Dagegen warnen sie weiterhin vor rohen Sprossen. Das teilten am Freitagmorgen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. RKI-Präsident Reinhard Burger sagte bei einer Pressekonferenz in Berlin: «Sie erwarten jetzt vielleicht, dass ich Ihnen das verantwortliche Lebensmittel präsentiere mitsamt den anhaftenden Bakterien. Damit können wir nicht dienen. Aber eine Eingrenzung ist möglich. Es sind die Sprossen. Ein Nachweis des Erregers auf diesem Lebensmittel ist aber bisher noch nicht gelungen.»
Die Behörden empfehlen allen Haushalten und Gastronomiebetrieben, noch vorrätige Sprossen zu verwerfen, ebenso alle Lebensmittel, die mit diesen Sprossen in Kontakt gekommen sind. Zudem mahnen die Behörden weiterhin gründliche Hygienemaßnahmen an. Jegliche Lebensmittel vom hauptverdächtigen Betrieb in Niedersachsen, einem Biobauernhof in Bienenbüttel, sollen nach Behördenempfehlung aus dem Verkehr gezogen werden.
10.06.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Kamil Ćwiklewski