Verhütung: Doppelt hält besser |

Die Antibabypille bleibt das beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland, gefolgt vom Kondom. Andere verschreibungspflichtige Hormonpräparate wie Vaginalring, Hormonstäbchen oder die Dreimonatsspritze nutzt dagegen nur eine Minderheit, wie eine von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vorgestellte Befragung unter 18- bis 49-Jährigen ergab.
Manche Paare gehen dabei auf Nummer sicher, nach dem Motto «doppelt hält besser». Deshalb addieren sich die verschiedenen Verhütungsmethoden auf mehr als 100 Prozent. Dabei spielt auch die Verhütung von Krankheiten eine Rolle: Vor allem Erwachsene bis zum Alter von 29 Jahren verwenden zugleich Kondome, um sich vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus zu schützen. Allerdings gaben auch 16 Prozent an, gar nicht zu verhüten.
53 Prozent der Frauen und Männer verlassen sich auf die Hormoneinnahme, 37 Prozent auf Kondome. Diese beiden Methoden der Schwangerschaftsverhütung sind den Angaben zufolge schon seit Jahren die beliebtesten.
Mit einer Spirale schützen sich 10 Prozent der Frauen vor einer ungewollten Schwangerschaft. Für Vaginalring, Hormonstäbchen oder die Dreimonatsspritze entscheiden sich dagegen nur 1 bis 2 Prozent der Frauen, wie die Befragung unter rund 1000 Menschen ergab. Die Sterilisation dagegen spielt nur bei den Befragten über 40 Jahren eine größere Rolle, 23 Prozent oder fast jeder vierte Befragte dieser Altersgruppe gab sie als Verhütungsmethode an.
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Verhütung: 50 Jahre Antibabypille, PZ 33/2010
01.04.2011 l PZ/dpa
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