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Japan: Böden, Spinat, Milch und Wasser radioaktiv

 

Milch, Spinat und Trinkwasser aus der Umgebung des defekten Kernkraftwerks Fukushima sind stark radioaktiv. Leicht radioaktives Wasser ist sogar im 240 Kilometer entfernten Tokio nachweisbar. Das japanische Gesundheitsministerium prüfte einen Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima, wie die internationale Atomenergiebehörde IAEA am Samstag mitteilte.

 

Die radioaktiven Partikel haben sich weit verteilt: In der  südlicheren Präfektur Ibaraki war ebenfalls belasteter Spinat entdeckt worden. Radioaktives Trinkwasser (wenn auch weit unter den Grenzwerten) wurde außer in Tokio auch in fünf weiteren Präfekturen entdeckt. Es bestehe dort jedoch keine Gesundheitsgefahr durch das Wasser, selbst wenn man es trinke, teilte das japanische Wissenschaftsministerium mit.

  

Auch der Boden im Umkreis von 30 Kilometern um den Reaktor herum sei kontaminiert, sagte Professor Dr. Michael Atkinson, Leiter des Instituts für Strahlenbiologie im Helmholtz-Zentrum München, der Nachrichtenagentur dpa. Es seien radioaktives Iod und Caesium nachweisbar. «Doch die Aktivität des Radiojodids im Bodens scheint abzuklingen. Das ist ein Hinweis darauf, dass im Moment nichts aus dem Reaktor mehr austritt», erläuterte der Strahlenforscher. Für Deutschland bestehe derzeit keine Gefahr. «Wir importieren diese Lebensmittel nicht aus Japan», sagte Atkinson. «Zudem wird momentan alles kontrolliert, was aus Japan kommt.»

 

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21.03.2011 l dpa

Foto: Fotolia/Nielsen