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Schlafstörungen: Den Vollmond trifft keine Schuld

 

Der Vollmond ist nicht für die Schlafstörungen vieler Menschen verantwortlich – zumindest nicht direkt. Zahlreiche Untersuchungen belegten, dass es keinen Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit und Vollmond gebe, teilte die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). So hätten zuletzt österreichische Schlafforscher in einer Studie Testpersonen über einen Zeitraum von sechs Jahren ein Schlaftagebuch führen lassen. Das Ergebnis: Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Mondphase und dem Schlaf. Ein Viertel der Studienteilnehmer empfand den Schlaf bei Vollmond sogar als besonders erholsam.

 

«Es gibt genügend Untersuchungen, die belegen, dass der Mond keinen Einfluss auf den Schlaf hat», sagte der Schlafmediziner Professor Dr. Jürgen Zulley von der Universitätsklinik Regensburg der DAK. «Die selbsterfüllende Prophezeiung, bei Vollmond schlechter zu schlafen, lässt uns dann auch wirklich schlechter schlafen. Dazu müssen wir aber wissen, dass Vollmond ist.» Der Mond habe eine geringere Lichtstärke als so manche Laterne. «Also kann auch die vermeintlich hellere Nacht bei Vollmond nicht schuld sein an der Unruhe in manchen Betten», sagt Tanja Knieler, Pressesprecherin der DAK. «Deshalb Rollo runter, ab unter die Kuscheldecke und am besten gar nicht daran denken, dass Vollmond ist und man dann schlecht schläft.»

 

20.08.2010 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/foc-in.com