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Walnüsse hemmen Prostatakrebs

 

Walnüsse wirken nicht nur Herzproblemen entgegen, sie können offensichtlich auch Prostatakrebs bremsen. Eine Tierstudie zeigt, dass Prostatatumore langsamer wachsen und wesentlich kleiner bleiben, wenn die Nager reichlich Walnüsse zu knabbern bekommen. Das vielversprechende Ergebnis wurde auf der Jahrestagung des Amerikanischen Chemikerverbandes (ACS) in San Francisco vorgestellt. Dass Walnüsse das «schlechte» Cholesterin LDL senken und damit Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen können, ist schon länger bekannt. Vor kurzem hatte ein Team um Paul Davis an der Universität von Kalifornien in Davis weiterhin nachgewiesen, dass Walnüsse auch Entzündungen an den Blutgefäßwänden abbauen können.

 

Jetzt fütterte das gleiche Team Versuchstiere mit der genetischen Anlage für Prostatakrebs zwei Monate lang täglich mit 14 entschalten Walnüssen. Kontrolltiere bekamen derweil Sojabohnen-Öl zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung vorgesetzt. Am Ende der Untersuchung waren die Prostatageschwüre bei den walnussgefütterten Mäusen im Schnitt 50 Prozent kleiner und entwickelten sich etwa 66 Prozent langsamer als die Tumoren der Kontrolltiere.

 

«Einem Nahrungsfahrplan, der die Gesundheit der Prostata mit im Auge hat, sollten Walnüsse angehören», sagte Davis dazu. Diese Nüsse «sollten Teil jeder ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse sein», ergänzte er. Der Prostataschutz von Walnüssen könnte in ihrer Fähigkeit liegen, einen als insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) bekannten Eiweißstoff abzubauen. Hohe Anteile dieses Proteins im Blut gelten als Fingerzeig auf ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko.

 

23.03.2010 l PZ/dpa

Foto: Fotolia/Szasz-Fabian