Maligner Aszites: Antikörper zugelassen |

Die Europäische Kommission hat dem Unternehmen Fresenius Biotech die Marktzulassung für Catumaxomab (Removab®) erteilt. Diese gilt für die intraperitoneale Behandlung des malignen Aszites bei Patienten mit EpCAM-positiven Karzinomen, für die keine Standardtherapie zur Verfügung steht oder bei denen diese nicht mehr anwendbar ist. Der Antikörper wird nach Punktion durch vier aufeinander folgende intraperitoneale Infusionen mit ansteigenden Dosen in die Bauchhöhle verabreicht. Sein trifunktionales Wirkprinzip beruht auf der gleichzeitigen Bindung an drei unterschiedliche Zelltypen: Erstens an EpCAM (Epitheliales Zelladhäsionsmolekül) auf Karzinomzellen, zweitens an das CD3-Molekül auf T-Zellen und drittens an die intakte Fc-Region von akzessorischen Immuneffektorzellen. Resultierend aus dieser simultanen Bindung erfolgt die gegenseitige Stimulierung und Aktivierung von T-Zellen und akzessorischen Zellen. Damit werden eine verstärkte Immunantwort und eine Zerstörung der Krebszellen ermöglicht.
Maligner Aszites kann von unterschiedlichen Tumoren verursacht werden. Er tritt insbesondere bei Eierstock-, Bauchspeicheldrüsen- und Magenkrebs auf. Die Häufigkeit liegt hier bei 20 bis 50 Prozent aller Fälle. Die Besiedlung der Bauchhöhle mit Tumorzellen führt zur Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle, was die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen kann und mit einer ungünstigen Prognose verbunden ist. (ss)
24.04.2009 l PZ
Foto: Fresenius (Symbolbild)