Japanische Enzephalitis: Impfstoff zugelassen |

Zur Vorbeugung der Japanischen Enzephalitis hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA dem Unternehmen Intercell die Marktzulassung für den Impfstoff Ixiaro«» erteilt. Der Impfstoff ist ein gereinigtes, inaktiviertes Protein zur aktiven Immunisierung gegen Infektionen mit dem Japanischen Enzephalitis-Virus, einem Flavivirus. In Australien ist der Impfstoff bereits zugelassen, im Dezember 2008 erhielt er vom Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Arzneimittelagentur EMEA eine positive Empfehlung, sodass auch in Europa in Kürze mit der Zulassung zu rechnen ist. Wichtigste Zielgruppen für den Impfstoff sind dem Hersteller zufolge erwachsene Reisende und Militärbedienstete, die sich für einen längeren Zeitraum in betroffenen Ländern wie Indien, China und anderen Ländern Südostasiens vor allem in ländlichen Gebieten aufhalten.
Die Japanische Enzephalitis ist eine Viruskrankheit des menschlichen Gehirns, die von Mücken übertragen wird. Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Die Infektion führt nur in circa 10 Prozent der Fälle zur Erkrankung. Stellen sich allerdings Krankheitssymptome ein, wird es gefährlich. Die FDA schätzt, dass jährlich zwischen 30.000 und 50.000 Fälle diagnostiziert werden, 10.000 bis 15.000 davon enden tödlich. Die Erkrankung beginnt nach einer Inkubationszeit von fünf bis 15 Tagen mit Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen. Innerhalb von drei bis vier Tagen können sich Bewusstlosigkeit, Lähmungen und Krämpfe entwickeln. Auch wenn die Krankheit überstanden ist, bleiben häufig Hirnschäden bestehen. Krampfanfälle, Lähmungen der Gliedmaßen, Gangstörungen und geistige Behinderung können die Folge sein. (ss)
01.04.2009 l PZ
Foto: dpa (Symbolbild)