Merckle hat Selbstmord begangen |

Der schwäbische Milliardär Adolf Merckle ist tot. Der 74-Jährige sei bereits am Montagabend in der Nähe seines Wohnorts Blaubeuren bei Ulm von einem Zug erfasst und getötet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Stuttgart am Dienstag aus zuverlässiger Quelle. Die Ermittler gehen von Selbstmord aus, weil es einen Abschiedsbrief gebe, hieß es. Zuvor hatten bereits die Zeitungen «Die Welt» und «Bild» über den Tod des Industriellen berichtet. Merckles Unternehmen (darunter der Pharmakonzern Ratiopharm und der Zementhersteller Heidelberg-Cement) waren durch die Finanzkrise und nach Verlusten bei Spekulationen mit VW-Aktien ins Wanken geraten. Zuletzt hatte es Verhandlungen mit den Gläubigerbanken über einen Überbrückungskredit in Höhe von 400 Millionen Euro gegeben.
Enkel Tobias Merckle bestätigte unterdessen gegenüber dpa in Stuttgart, dass sein Großvater gestorben sei. In einer Erklärung der Familie heißt es, die Finanzkrise und die daraus folgende wirtschaftliche Notlage seiner Unternehmen hätten Merckle gebrochen. «Er hat sein Leben beendet.»
06.01.2009 l dpa
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