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Kalorienreduktion: Diät fürs Gehirn

 

Eine Kürzung der Kalorienzufuhr um 30 Prozent für drei Monate verbessert das Gedächtnis und senkt die Insulinkonzentrationen bei älteren Menschen deutlich. Für Nagetiere war dies schon länger bekannt. Nun haben Forscher um Agnes Flöel von der Universität Münster getestet, ob der Zusammenhang auch bei Menschen besteht. An der Untersuchung waren 50 Personen im Alter von durchschnittlich 60 Jahren beteiligt, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden: Eine behielt ihre bisherige Ernährungsweise bei, eine zweite nahm verstärkt ungesättigte Fettsäuren zu sich, eine dritte Gruppe reduzierte die Kalorienzufuhr um 30 Prozent. Diese Teilnehmer schnitten in Gedächtnistests nach drei Monaten um 20 Prozent besser ab als vor der Diät, berichten die Forscher im Fachjournal «PNAS» (Doi: 10.1073/pnas.0808587106). In den anderen beiden Gruppen verbesserte sich die Gedächtnisleistung nicht. Die Diätgruppe hatte zudem niedrigere Blutglucose- und Insulinspiegel als vor der Ernährungsumstellung, was die verbesserten kognitiven Fähigkeiten erklären könnte. Denn niedrige Werte waren in früheren Untersuchungen mit einer verbesserten Hirnfunktion in Verbindung gebracht worden. (ch)

 

27.01.2009 l PZ

Foto: Fotolia/Rumiantseva