Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Celesio: Medikamente direkt ans Krankenbett

 

Der Stuttgarter Pharmagroßhändler und Apothekenbetreiber Celesio möchte den Patienten ihre Medikamente gern direkt ans Bett bringen. In Großbritannien setze Celesio dieses Konzept schon um, bestätigte Pressesprecher Rainer Berghausen gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung. Dort sorge die Servicesparte des Konzerns dafür, dass Patienten ihre von Arzt oder Klinik verschriebenen Medikamente direkt nach Hause erhalten. Am sogenannten Homecare-Konzept wirkt nach Celesios Angaben eigenes Pflegepersonal mit. So werden die Arzneimittel nicht nur direkt von den eigenen Apotheken zugestellt, sondern auch bei ihrer Applikation geholfen. Wenn sich der Markt in anderen europäischen Ländern für dieses Konzept öffnen würde, will Celesio auch dort in die Direktbelieferung einsteigen. Zurzeit ist dieser Weg in Deutschland gesetzlich verwehrt mit Ausnahmen vom Versandhandel und Botendienste einer wohnortnahen Apotheke.

 

Das Stuttgarter Unternehmen besteht aus drei Sparten: Großhandel, Apotheken und Services. In Deutschland fungiert Celesio über den Pharmagroßhändler Gehe sowie das Franchisesystem und den Versandhandel von DocMorris. In Großbritannien und sechs weiteren europäischen Ländern betreibt der Konzern Apothekenketten (zum 30. September 2008 waren es insgesamt 2332 Filialen). Das Unternehmen spekuliert auf eine Liberalisierung des deutschen Apothekenmarkts, um eine eigene Apothekenkette aufzubauen. Unter dem Geschäftsbereich Services sammeln sich verschiedene Logistik- und Distributionsleistungen. (db)

 

Lesen Sie dazu auch Celesio: Gewinnaussichten getrübt

 

11.12.2008 l PZ

Foto: Fotolia/Velychko