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Geänderte Hilfstaxe

Zyto-Apotheker vermissen Erhöhung der Arbeitspreise

Dass die Rückwirkung der Abschläge auch für neu hinzukommende Wirkstoffe weiterhin gilt, stößt dem VZA übel auf. Er zeigt sich zudem skeptisch, ob die Neuregelung von Abschlägen zu einer zügigeren Preisvereinbarung führen wird. Kassen und Apotheker hatten sich diesbezüglich im neuen Vertrag darauf verständigt, eine Abschlagsvereinbarung künftig auch ohne vorhergehende Preisabfrage des GKV-Spitzenverbands zu ermöglichen. 

Peterseim vermisst zudem eine Lösung für das Problem der Abrechnung im Fall von Lieferengpässen. »Die Neuregelungen lösen - und das ist ein besonderes Manko - das Problem der Abrechnung im Falle von Lieferengpässen/Marktverknappung onkologischer Wirkstoffe und Fertigarzneimittel nicht, wie wir es derzeit zum Beispiel bei Epirubicin erleben.« Bei von Lieferengpässen betroffenen Wirkstoffen bestehe eine große Gefahr, dass die herstellenden Apotheken den Krankenkassen die in der Anlage 3 zur Hilfstaxe festgelegten Abschläge nicht gewähren können, weil die Arzneimittel zu diesen Preisen nicht (mehr) am Markt bezogen werden könnten. »Die Lösung kann hier weder ein Einzelantrag der Apotheke bei der Krankenkasse auf Abrechnung der Substanzen ohne Abschlag sein, noch bieten die neuen wirkstoffbezogenen Kündigungsregelungen hier eine adäquate Handhabe für die Apotheken«, moniert der VZA-Präsident. Die Reaktionszeit sei viel zu lang. Deshalb pocht der VZA auf eine zügige separate Regelung in der Hilfstaxe.

Ganz grundsätzlich fordert Peterseim, die Abrechnungsregeln verständlicher und eindeutiger zu gestalten. »Die derzeitige überaus verschachtelte und komplizierte Regelungssystematik ist selbst von dem Fachmann am Schreibtisch kaum noch zu verstehen, erst recht nicht von dem Praktiker im Labor.«

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