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Universität Jena

Politik will Ausbau der Pharmazie vorerst nur prüfen 

Die Zeit drängt

Allzu viel Zeit lassen sollte sich die Politik mit ihrer Untersuchung nicht, mahnte Fink. »Wenn sich nichts tut, werden wir in ein Fachkräfteproblem hineinlaufen, das wir nicht mehr zurückdrehen können.« Nach Meinung des ThAV-Chefs steht zudem der Ruf des pharmazeutischen Instituts in Jena auf dem Spiel. So sei es schwierig, mit Blick auf die veralteten Strukturen junge Professoren zu halten und attraktive Studienbedingungen zu schaffen.

Die CDU hat bereits Pläne, wie es nach dem Prüfauftrag weitergehen soll. »Wir schaffen jetzt eine Datengrundlage, auf der dann aufgebaut werden kann«, sagte CDU-Gesundheitsexperte Christoph Zippel. Er hatte zuletzt auch im Landtag immer wieder vor einem Apothekermangel in Thüringen gewarnt. Jetzt sollen die Daten den entscheidenden nächsten Schritt einleiten, um den Ausbau an der Uni Jena voranzutreiben.

Kurzfristig wird das allerdings nicht möglich sein. So hat das Wissenschaftsministerium Zippel zufolge bis Mitte 2021 Zeit für seine Datenerhebung. Unklar ist auch, wie sich die für das kommende Frühjahr vorgesehene Neuwahl des Thüringer Landtags auf das Thema auswirken könnte.

 

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