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Landtagswahl M-V

Was wollen die Parteien für Apotheken?

Rund 1,6 Millionen Menschen wählen an diesem Sonntag den nächsten Landtag in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bevölkerung im nordöstlichsten Bundesland Deutschlands entscheidet, wer in das Parlament im Schweriner Schloss einziehen darf. Welche Ziele haben die größten Parteien mit Blick auf die Arzneimittelversorgung und der Apotheke vor Ort? Die PZ hat nachgefragt.
Charlotte Kurz
23.09.2021  18:00 Uhr

Am 26. September ist Superwahltag in Deutschland. Rund 60,4 Millionen Deutsche sind laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes wahlberechtigt und können über ein neues Parlament in Berlin entscheiden. Zudem finden zeitgleich zwei Landtagswahlen statt: Die Berliner wählen ein neues Abgeordnetenhaus und die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern entscheidet über ein neues Parlament, das im im Schweriner Schloss tagt.

Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern wird als personalisierte Verhältniswahl mit Erst- und Zweitstimme durchgeführt, ähnlich wie die Bundestagswahl. Damit kann in 36 Wahlkreisen jeweils ein Direktmandat erreicht werden. Die restlichen 35 der insgesamt 71 Sitze des Parlaments werden über die Parteien-Landeslisten vergeben. Derzeit sitzen im Landtag nur vier Parteien: die SPD mit 26 Sitzen, die CDU mit 18 Sitzen, die AfD mit 14 Sitzen und die Linke mit 11 Sitzen. 2 Abgeordnete gehören keiner Fraktion an. Dieses Bild kann sich aber bald ändern, denn laut aktuellen Umfrageergebnissen liegt zwar immer noch die SPD mit der Spitzenkandidatin und bisherigen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit rund 40 Prozent der Stimmen vorn. Zweitstärkste Kraft könnte laut Umfragen entweder die AfD oder die CDU werden. Danach folgt derzeit die Linke. Die Grünen und die FDP würden laut aktuellen Umfragewerten derzeit die 5%-Hürde knapp überschreiten und wieder in den Landtag einziehen.

Für die CDU kandidiert Michael Sack, Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Für die Linke geht Simone Oldenburg ins Rennen. Oldenburg ist seit 2011 Mitglied des Landtags und seit 2016 Fraktionsvorsitzende. FDP-Spitzenkandidat und Partei-Landesvorsitzender René Domke hofft auf den Wiedereinzug der Liberalen nach 10 Jahren. Anne Shepley und Harald Terpe teilen sich die Spitzenkandidatur bei den Grünen. Terpe saß bis 2017 im Bundestag, Shepley ist seit drei Jahren Mitglied bei den Grünen. Und der AfD-Fraktionsvorsitzender Nikolaus Kramer kandidiert für die Rechtspopulisten.

Welche Ziele verfolgen die jeweiligen Parteien hinsichtlich der Arzneimittelversorgung und der Weiterentwicklung der Apotheken vor Ort? Die PZ hat dazu Fragen an die sechs Parteien geschickt. Hier sind die Antworten.

SPD

In Mecklenburg-Vorpommern schließen immer mehr Vor-Ort-Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum. Was wollen Sie dagegen tun?

Apotheken sind gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ein wesentlicher Versorgungsanker im Gesundheitssystem. Nicht zuletzt deshalb muss sich der wirtschaftliche Betrieb von Apotheken lohnen, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Wir unterstützen Lösungen, die die Apotheken vor Ort stärken. Dazu gehören z. B. gute Entgelte für bestehende aber auch zusätzliche Leistungen.

Wie wollen Sie die Arzneimittelversorgung auf dem Land aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

Gerade mit Blick darauf, dass Apotheken ein wesentlicher Versorgungsanker in der Fläche sind, muss sich der wirtschaftliche Betrieb lohnen. Neben guten Entgelten für gegenwärtige und neue Leistungen unterstützen wir die Empfehlung der Enquetekommission des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, »Apotheken mittels telemedizinischer Anbindung zur primärärztlichen Versorgung zu qualifizieren und sie zu einer ‚Apotheke plus‘ aufzuwerten«. Das würde nicht nur die Gesundheitsversorgung im Land verbessern, sondern den Apotheken auch zusätzliche Perspektiven eröffnen. Die Rechtsprechung zum europäischen Versandhandel ist klar. Der freie Warenverkehr darf demnach nicht eingeschränkt werden.

Den Vor-Ort-Apotheken fehlt der Nachwuchs. Welche Ideen haben Sie, um den Nachwuchs sicherzustellen und um die Arbeit in der Offizin attraktiver zu machen?

Eine gute Aus- und Weiterbildung sowie Anwerbung von Personal ist und bleibt unsere Antwort auf einen steigenden Arbeitskräftemangel im Gesundheitswesen. Unsere Initiativen wie die verstärkte ärztliche Ausbildung von Landeskindern im Rahmen des »Landarztgesetzes«, die kostenfreie Ausbildung in allen Gesundheitsberufen, Stipendien und Unterstützungsprogramme, die Akademisierung bestimmter Berufsbilder, die Erhöhung des Vergütungsniveaus im Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie attraktive Rahmenbedingungen, innovative Arbeitsmodelle und Unterstützungsleistungen für neue Fachkräfte vor Ort und vieles mehr werden wir fortführen und ausbauen. Wir werden den Bedarf an pharmazeutischen Ausbildungsplätzen an Universitäten und PTA-Schulen regelmäßig prüfen und ggf. anpassen. Dreh- und Angelpunkte von Fachkräftegewinnung und guter Versorgung sind und bleiben eine faire Bezahlung der Beschäftigten sowie ein attraktives Arbeitsumfeld.

Gerade in ländlichen Gegenden wird die Vernetzung der Heilberufler immer wichtiger. Welche Vorschläge haben Sie, um diese auszubauen?

Die in einer Region verfügbaren Kapazitäten im stationären und ambulanten Bereich müssen Bestandteil einer integrierten Versorgungsplanung werden. Wir wollen durch Kooperationen zwischen Krankenhäusern, niedergelassenen Fachärzt:innen, den Gesundheits- und Heilberufen und allen an der Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln Beteiligten stärker als bisher eine gemeinsame Versorgung sicherstellen. Die notwendigen rechtlichen Anpassungen auf Bundes- und Landesebene werden wir forcieren. Dazu gehört auch der Grundsatz, dass für eine medizinische Behandlung im stationären und ambulanten Bereich die gleiche Bezahlung erfolgt.

Welche weiteren Aufgaben/Dienstleistungen sollten Apotheken in Zukunft übernehmen?

Die Enquetekommission »Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern« empfiehlt, Apotheken mittels telemedizinischer Anbindung zur primärärztlichen Versorgung zu qualifizieren und sie zu einer »Apotheke plus« aufzuwerten. Eine regelmäßig anwesende Assistenzkraft würde Patienten in einem separaten Raum innerhalb der Apotheke empfangen, einfache Untersuchungen vornehmen und über eine telemedizinische Verbindung im Bedarfsfall einen Arztkontakt herstellen. Erfahrung und Wissen im Umgang mit digitalen Endgeräten oder Anwendungen wäre für Patienten hierbei nicht notwendig. Gleichzeitig bietet Telemedizin jedoch auch die Möglichkeit, dass digital versierte Patienten mittels Video oder App direkt mit medizinischen Fachkräften in Kontakt treten. Wir werden die Empfehlungen der Enquetekommission in unserer Gesundheitspolitik berücksichtigen.

Was die Arzneimittelversorgung betrifft, welche Lehren ziehen Sie aus der Corona-Pandemie?

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle Akteure in der Gesundheitsversorgung eng zusammenarbeiten. Diese über Sektorengrenzen hinausgehende Zusammenarbeit muss intensiviert werden. Die Pandemie hat auch gezeigt, dass bisher langwierige Zulassungs- und Herstellungsprozesse deutlich zeitsparender gestaltet werden können, ohne die Sicherheit der Patientinnen und Patienten zu gefährden. Diese Erfahrungen müssen auch in Zukunft genutzt werden.

CDU

In Mecklenburg-Vorpommern schließen immer mehr Vor-Ort-Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum. Was wollen Sie dagegen tun?

Insbesondere dem Druck von Online-Apotheken ist manche Vor-Ort-Apotheke kaum mehr gewachsen. Wir haben im Dialog mit der hiesigen Apothekerkammer stets deutlich gemacht, dass wir ein Amazonisierung im Bereich der Apotheken mit großer Sorge im Hinblick auf Datenschutzfragen, aber auch Beratungsleistungen betrachten. Wir werden uns weiter für eine Stärkung der Vor-Ort-Apotheken einsetzen.

Wie wollen Sie die Arzneimittelversorgung auf dem Land aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

Die Apotheke vor Ort stellt die zuverlässige, seriöse Versorgung mit Medikamenten sicher, sie bietet Beratungsleistungen sowie Nacht- und Notdienste. Kein Versandhandel dieser Welt kann das leisten. Darüber hinaus waren viele Menschen hoch dankbar, dass Apotheken imstande sind, etwa bei Versorgungsengpässen in gewissem Rahmen auch Arzneimittel selbst herzustellen. Etwa bei der Produktion wirksamer Desinfektionsmittel. Das sollten wir nicht vergessen, wenn es um eine faire Beurteilung der Apotheke vor Ort geht. Ausländische Versandapotheken können ihre Preise frei bestimmen bzw. großzügige Rabatte gewähren und haben eine andere Kostenstruktur als die Apotheke vor Ort, weil sie sich z.B. nicht am Notdienst beteiligen müssen, zu dem inländische Apotheken aus gutem Grund gesetzlich verpflichtet sind.

Insoweit eine Versandapotheke die Angebote der Vor-Ort-Apotheken allerdings sinnvoll ergänzt, stehen wir einer verstärkten Einbindung entsprechender Angebote aufgeschlossen gegenüber. Uns ist es dabei ein besonders wichtiges Anliegen, dass unter entsprechender Einbindung der Versandapotheken die Beratungsleistungen nicht leiden.

Den Vor-Ort-Apotheken fehlt der Nachwuchs. Welche Ideen haben Sie, um den Nachwuchs sicherzustellen und um die Arbeit in der Offizin attraktiver zu machen?

Wir wollen pharmazeutischen Nachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern halten. Sinnvoll ist dafür eine Ausdehnung der Medizinstipendien (also Stipendienleistungen durch das Land, gekoppelt an die Bedingung, später als Landarzt in Mecklenburg-Vorpommern zu praktizieren) auch auf andere Studiengänge wie Pharmazie. Auch wollen wir das Landarztgesetz auf weitere Studiengänge wie bspw. Pharmazie ausweiten.

Gerade in ländlichen Gegenden wird die Vernetzung der Heilberufler immer wichtiger. Welche Vorschläge haben Sie, um diese auszubauen?

Eine enge Zusammenarbeit der Heilberufe ist im Sinne des Patienten. Wir wollen die Kommunikation in diesem Bereich institutionalisieren.

Welche weiteren Aufgaben/Dienstleistungen sollten Apotheken in Zukunft übernehmen?

Apotheken sind häufig die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem für Menschen mit gesundheitlichen Fragen. Insbesondere die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass auf die Apotheke vor Ort in einem Pandemie-Fall Verlass ist und dass mit zusätzlichen Aufgaben mit großer Verantwortung umgegangen wird. Apotheken sind motiviert, flexibel und in der Fläche vertreten. Daher bieten sich zusätzliche Aufgaben an. So hat die CDU sich frühzeitig dafür ausgesprochen, die Apotheke vor Ort in die Coronavirus-Impfungen einzubinden – die entsprechende rechtliche Grundlage dafür ist zu schaffen.

Was die Arzneimittelversorgung betrifft, welche Lehren ziehen Sie aus der Corona-Pandemie?

Die Idee, dass Mecklenburg-Vorpommern künftig mehr Gewicht bei der Arzneimittelherstellung erhalten und eigene Produktionskapazitäten aufbauen soll, ist ausgezeichnet. Die Landesregierung sollte hierzu in den zuständigen Ausschüssen regelmäßig berichten. Die Vision vom »Pharmastandort Mecklenburg-Vorpommern« könnte ein sehr erfolgversprechender Ansatz sein, der dazu beiträgt, die strukturelle wirtschaftliche Schwäche unseres Landes zu überwinden.

Mit Interesse haben wir in der Debatte um Impfstoff-Produktion zum Beginn dieses Jahres die Stimmen derjenigen zu Kenntnis genommen, die sich darüber beklagen, dass die Arzneimittelindustrie in Europa nicht schnell genug arbeitet bzw. viel mehr Steuergeld für das Anfahren der entsprechenden Produktionskapazitäten hätte erhalten sollen. Nach unserer Wahrnehmung sind das vielfach dieselben Leute, die über Jahre gegen die so genannte 'Pharmalobby' bzw. 'Pharmaindustrie' polemisiert haben und damit systematisch dazu beitrugen, die entsprechenden Hersteller aus Deutschland zu vertreiben.

Die Linke

In Mecklenburg-Vorpommern schließen immer mehr Vor-Ort-Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum. Was wollen Sie dagegen tun?

Für Mecklenburg-Vorpommern können wir feststellen, dass die Anzahl der Apotheken von 2010 bis 2018 mit minus 14 nur geringfügig gesunken ist, geringer als im Bundesdurchschnitt. Die Anzahl der approbierten Apothekerinnen und Apotheker in öffentlichen Apotheken ist sogar gestiegen, wie Sie der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage unserer Landtagsfraktion auf Drucksache 7/3986 vom 04.09.2019 entnehmen können.

Gleichwohl besteht mit der sinkenden Anzahl der Absolventinnen und Absolventen in den Pharmazie-Studiengängen und dem altersbedingten Ausscheiden von DDR-Pharmazie-Ingenieuren die Gefahr personeller Engpässe und einer sich deshalb verschlechternden Arzneimittelversorgung. Dem muss mit einer Steigerung der Studienplatzzahl und der Attraktivität des Berufes begegnet werden.

Wie wollen Sie die Arzneimittelversorgung auf dem Land aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

Die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung auf dem Land muss im Zusammenhang mit der Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung betrachtet und gedacht werden. Dazu gehören die Sicherstellung einer wohnortnahen haus- und fachärztlichen Versorgung ebenso wie der Erhalt der Krankenhausstandorte in Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen eine neuartig strukturierte Versorgungsregion definieren, in der alle Akteure zusammenwirken. Darin hätten die Apotheken nachhaltig und dauerhaft ihre Funktion. Versandapotheken sehen wir kritisch, da diese Leistungen und Arbeit der Vor-Ort-Apotheken nicht ersetzen können.

Den Vor-Ort-Apotheken fehlt der Nachwuchs. Welche Ideen haben Sie, um den Nachwuchs sicherzustellen und um die Arbeit in der Offizin attraktiver zu machen?

Wir streiten seit Jahren unter anderem dafür, das Schulgeld für die nichtakademischen Gesundheitsberufe abzuschaffen. Das schließt die PTA-Ausbildung ein. Für eine Aufstiegsqualifizierung für PTA konnten wir die Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern in einem ersten Gespräch leider nicht gewinnen. Die Anzahl der Studienplätze in den Pharmazie-Studiengängen in Mecklenburg-Vorpommern sollte erhöht und der Weg in die Selbstständigkeit stärker gefördert werden. Sowohl die Ausbildung als auch die Studiengänge müssen weiterentwickelt werden.

Gerade in ländlichen Gegenden wird die Vernetzung der Heilberufler immer wichtiger. Welche Vorschläge haben Sie, um diese auszubauen?

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung sowie die weitere Digitalisierung sind insgesamt Erfordernisse in der medizinischen Versorgung. Das schließt die Apotheken ein. Dazu hat auch die Enquetekommission zur Zukunft der Medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern, die unter maßgeblicher Beteiligung unserer Landtagsfraktion zustande gekommen ist, zahlreiche Anregungen gegeben.

Welche weiteren Aufgaben/Dienstleistungen sollten Apotheken in Zukunft übernehmen?

Apotheken haben immer wieder neue Aufgaben und Dienstleistungen in ihr Portfolio aufgenommen. Das wird auch weiterhin so sein. Mehr Präventionsangebote und pharmazeutische Dienstleistungen würden die Apotheken als niedrigschwellige Anlaufstellen attraktiver und den Beruf interessanter gestalten. Zu prüfen wäre ebenso, inwieweit Apotheken mittels telemedizinischer Anbindung zur primärärztlichen Versorgung genutzt und zu einer »Apotheke plus« weiterentwickelt werden können.

Was die Arzneimittelversorgung betrifft, welche Lehren ziehen Sie aus der Corona-Pandemie?

Schon vor der Corona-Pandemie kam es vermehrt zu monate- bis jahrelangen Liefer- und Versorgungsengpässen bei Medikamenten. Die Pandemie hat dann weitere Schwachstellen bei der Gesundheitsversorgung und Pandemiebekämpfung offengelegt. Diese reichen unter anderem von unzureichenden Pandemieplänen über fehlende Schutzausrüstung bis hin zu einem völlig unterbesetzten und technisch veralteten Öffentlichen Gesundheitsdienst. Dies ist umso ärgerlicher, weil die Bundesregierung ihre eigene Risikobewertung unter dem Titel »Pandemie durch Virus Modi-SARS« auf Drucksache 17/12051 vom Januar 2013 völlig ignoriert und keine Schlussfolgerungen aus ihrer Bewertung gezogen hat.

Für die Zukunft sind also unter anderem die Pandemiepläne regelmäßig zu aktualisieren, Staatsreserven zur Pandemiebekämpfung anzulegen und die Vorratslagerung in Krankenhäusern anzupassen. Darüber hinaus muss auch die Arzneimittelforschung und –produktion wieder stärker in Deutschland und der EU angesiedelt werden. Auch dazu hat unsere Landtagsfraktion am 27.11.2019 unter der Drucksachennummer eine parlamentarische Initiative in den Landtag Mecklenburg-Vorpommern eingebracht.

Eine grundsätzliche Lehre aus der Corona-Pandemie ist, dass wir die massiven Eingriffe in Fauna und Flora endlich beenden müssen.

Bündnis90/Grüne

In Mecklenburg-Vorpommern schließen immer mehr Vor-Ort-Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum. Was wollen Sie dagegen tun?

Wir wollen ein flächendeckendes zukunftsfestes Netz von Vor-Ort-Apotheken durch attraktivere Arbeitsbedingungen erreichen. Das beinhaltet familiengerechte Bedingungen, Teamarbeit, faire Bezahlung, Eindämmung überbordender Dokumentationspflichten und auch alternative Möglichkeiten zur Anstellung von jungen Apothekerinnen und Apothekern. Gerade im ländlichen Raum muss das Problem der steigenden Mehrfachbelastung durch Not- und Bereitschaftsdienste gelöst werden. Wir schlagen vor, den Nacht- und Notdienstfonds um einen Fonds zur Sicherstellung der Arzneimittelversorgung in unterversorgten Regionen zu ergänzen.

Wie wollen Sie die Arzneimittelversorgung auf dem Land aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

Aus unserer Sicht ist es mit Blick auf die Versorgung ländlicher und strukturschwacher Räume an der Zeit, die Möglichkeiten zum Aufbau von Zweigapotheken zu erweitern und die Apothekenbetriebsordnung etwa bei mobilen Angeboten oder die Möglichkeit von Abgabetresen in Gesundheitszentren zu flexibilisieren. Der Versandhandel mit Rx-Arzneimitteln ist seit etwa 20 Jahren eine, wenn auch kleine, aber doch sinnvolle Ergänzung der Arzneimittelversorgung. Inwieweit dadurch die künftige Versorgung von chronisch kranken, älteren und multimorbiden Patient:innen mit Arzneimitteln, insbesondere im ländlichen Raum, verbessert werden kann, bedarf entsprechender Aufmerksamkeit der  Gesundheitspolitik. Die Einbindung regionaler pharmazeutischer Expertise erscheint uns dabei beachtlich. Für den Wettbewerb zwischen stationären Apotheken und dem Versandhandel fordern wir gleiche Bedingungen.

Den Vor-Ort-Apotheken fehlt der Nachwuchs. Welche Ideen haben Sie, um den Nachwuchs sicherzustellen und um die Arbeit in der Offizin attraktiver zu machen?

Wie bei anderen Gesundheitsberufen sind auch bei den Apothekerinnen und Apothekern attraktive Arbeitsbedingungen notwendig, um einen Nachwuchsmangel zu vermeiden (siehe dazu Frage 1). Bezüglich des Nachwuchses an Pharmazeuten, besonders im ländlichen Raum in MV, sind gegebenenfalls Anreizstrukturen notwendig, wie sie auch für die Sicherstellung der ambulanten allgemeinmedizinischen Versorgung eingeführt wurden.

Gerade in ländlichen Gegenden wird die Vernetzung der Heilberufler immer wichtiger. Welche Vorschläge haben Sie, um diese auszubauen?

Demographischer Wandel und medizinischer Fortschritt stellen eine Herausforderung auch für die Apothekerinnen und Apotheker dar. Immer komplexer werdende Arzneimitteltherapien steigern die Anforderungen des Apothekers als Heilberuf. Damit wachsen die Anforderungen an die pharmazeutischen und kommunikativen Kompetenzen der Apothekerinnen und Apotheker. Gerade im ländlichen Raum steigt die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen. Apothekerinnen und Apotheker müssen zum wichtigen Bestandteil einer aufeinander abgestimmten und sektoren- und professionenübergreifenden regionalen Versorgung werden. Wir halten es daher für wichtig, die Zusammenarbeit bereits im pharmazeutischen Studium stärker zu betonen.

Welche weiteren Aufgaben/Dienstleistungen sollten Apotheken in Zukunft übernehmen?

Die Bedeutung von Apothekerinnen und Apothekern etwa für das Medikationsmanagement und die pharmazeutische Beratung der Patientinnen und Patienten zu Fragen der Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit oder der Therapietreue wird zunehmen. Hier muss es zu Kompetenzausweitungen kommen. Auch bei anderen ihnen als Heilberufler zugeordneten Aufgaben, wie z.B. bestimmten Impfungen, können Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen übernehmen. Dies setzt voraus, dass auch die entsprechende Ausbildung weiterentwickelt wird. Auch wollen wir die übertragenen zusätzlichen Aufgaben leistungsgerecht vergüten. Unser Ziel ist es, die pharmazeutischen Leistungen der Apothekerschaft in eine eigene Gebührenordnung bzw. Honorierungssystem zu überführen. Außerdem wollen wir eine moderne und zukunftsgerichtete Ausbildung im Verbund mit einer zeitgemäßen Ausweitung der heilberuflichen Kompetenzen.

Was die Arzneimittelversorgung betrifft, welche Lehren ziehen Sie aus der Corona-Pandemie?

Die Corona-Pandemie hat erneut sehr deutlich gemacht, wie wichtig eine gute und bedarfsgerechte Arzneimittelversorgung und Hilfsmittelversorgung europäisch, national und durch Apotheken insbesondere auch vor Ort ist. Lieferengpässe müssen in Verantwortung z.B des BfArM früher detektiert und abgewendet werden können. Wir wollen daher eine Meldepflicht und ein Register bei allen Medikamenten-Engpässen und nicht nur für versorgungsrelevante Medikamente einführen. Es müssen überdies auf europäischer Ebene Anreize entwickelt werden, um vor allem Wirkstoff-Produktionen wieder vermehrt in der EU anzusiedeln. Dabei soll ein Schwerpunkt auf die für Pharmaunternehmen weniger lukrative Herstellung von Impfstoffen und Antibiotika, insbesondere wegen ihrer Bedeutung für die öffentliche Gesundheit, gelegt werden.

FDP

In Mecklenburg-Vorpommern schließen immer mehr Vor-Ort-Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum. Was wollen Sie dagegen tun?

Apotheken sind für uns ein wichtiger Teil der Daseinsfürsorge. Sie haben während der Pandemie unter Beweis gestellt, dass sie zur Versorgung der Bevölkerung vor Ort unverzichtbar sind. Beispielsweise stellen sie in ihren Laboratorien Desinfektionsmittel her, managen mit pharmazeutischem Sachverstand Engpässe in der Lieferkette von Arzneimitteln und leisten durch Botendienste bis an die Wohnungstür einen erheblichen Beitrag zur Arzneimittelversorgung. Wir Freie Demokraten werden uns daher für faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb zwischen inländischen Vor-Ort-Apotheken und Versandapotheke einsetzen. Um die Attraktivität des Berufes zu erhöhen, wollen wir zudem einen Bürokratieabbau vollziehen, die den Beschäftigten mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit bringt. Für den Erhalt der Apotheken sind besonders junge Nachwuchskräfte entscheidend, die sich dafür entscheiden, in den ländlichen Raum zu ziehen. Dafür sind nicht nur die Apotheken als Arbeitgeber gefragt. Als ganzheitliche Aufgabe müssen wir den ländlichen Raum attraktiver gestalten, etwa durch die Bereitstellung einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur und durch verlässliche Mobilitätsangebote, hier wurde in den letzten Legislaturperioden viel versäumt.

Wie wollen Sie die Arzneimittelversorgung auf dem Land aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

Wir Freie Demokraten wollen die flächendeckende Versorgung mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln sowie eine qualifizierte Beratung von Patientinnen und Patienten. Wir fordern faire Rahmenbedingungen zwischen inländischen Vor-Ort-Apotheken sowie in- und ausländischen Versandapotheken. Ein pauschales Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel lehnen wir ab, denn alle Patientinnen und Patienten sollten eine Wahlfreiheit haben. Außerdem muss die freie Apothekenwahl jederzeit gewährleistet sein. Dabei wollen wir auch mehr Wertschätzung für das Angebot von Beratungsleistungen vor Ort. Neben der allgemeinen Personalgewinnung müssen auch Betriebsübergaben mitgedacht werden, gerade bei Apotheken sind die Voraussetzungen für eine Übergabe hoch. Deshalb müssen geeignete Bewerberinnen und Bewerber bei der Übergabe besser unterstützt werden. Wir sprechen uns daher für eine Stärkung der Informations- und Beratungsangebote aus, sodass eine zielgerichtete Vermittlung erfolgen kann. Auch finanziell muss es attraktive Rahmenbedingungen geben, da auch 30 Jahre nach der Wende oftmals noch nicht genug Eigenkapital aufgebaut worden ist, um eine Betriebsübernahme aus eigenen Mitteln zu stemmen.

Den Vor-Ort-Apotheken fehlt der Nachwuchs. Welche Ideen haben Sie, um den Nachwuchs sicherzustellen und um die Arbeit in der Offizin attraktiver zu machen?

Neben den erwähnten Maßnahmen, Entbürokratisierung und Stärkung des ländlichen Raumes, müssen die Berufe auch durch adäquate wirtschaftliche Rahmenbedingungen attraktiv werden. Das beinhaltet die Abschaffung des Schulgeldes für PTA-Schülerinnen und -Schüler.

Gerade in ländlichen Gegenden wird die Vernetzung der Heilberufler immer wichtiger. Welche Vorschläge haben Sie, um diese auszubauen?

Wir Freie Demokraten setzen uns dafür ein, dass auch weiterhin die Freien Berufe im Gesundheitswesen gestärkt werden. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Heilmittelerbringerinnen und Heilmittelerbringer sowie Hebammen und Geburtshelfer müssen in medizinischen Fragen autonom und frei von Weisungen Dritter entscheiden können. Denn die Therapiefreiheit der Behandlung ohne Budgetierungszwang kommt den Patientinnen und Patienten zugute. Freiheit und Verantwortung sind die Basis der Vertrauensbeziehung zwischen Ärztin und Patient. Wir wollen zudem die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranbringen. Die Digitalisierung hat das Potenzial, den Arbeitsalltag von allen Gesundheitsakteurinnen und -akteuren zu erleichtern. Allerdings hinkt Deutschland bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich weit hinterher. Die Vernetzungsprozesse zwischen Ärztinnen und Ärzten, Kliniken, Rettungsdiensten, Pflegeeinrichtungen, Apotheken sowie Patientinnen und Patienten müssen digital ausgestaltet sein, um eine schnelle Verfügbarkeit der Patientinnen- bzw. Patientendaten sicherzustellen. Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens muss die Datensicherheit selbstverständlich gewährleistet bleiben.

Welche weiteren Aufgaben/Dienstleistungen sollten Apotheken in Zukunft übernehmen?

Im Falle einer Legalisierung von Cannabis wären die Vor-Ort-Apotheken ein möglicher wichtiger Anlaufpunkt für eine kontrollierte Abgabe. Genau in der spezifischen und individuellen Beratungsleistung und dem sensiblen Umgang liegt der Vorteil von Vor-Ort-Apotheken.

Was die Arzneimittelversorgung betrifft, welche Lehren ziehen Sie aus der Corona- Pandemie?

Die europäische Arzneimittelversorgung muss von der EU besser koordiniert und als Frage von strategischer Bedeutung verstanden werden. Wir setzen uns daher dafür ein, dass mehr Produktionskapazitäten in die EU zurückverlegt werden, indem wir Investitionsförderungen zu diesem Zweck bereitstellen. Bei drohenden Versorgungsengpässen braucht es zudem ein koordiniertes europäisches Handeln.

AfD

In Mecklenburg-Vorpommern schließen immer mehr Vor-Ort-Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum. Was wollen Sie dagegen tun?

Die AfD-Mecklenburg-Vorpommern sieht hier Handlungsbedarf, um dem voranschreitenden Verschwinden von Apotheken insbesondere auf dem Land entgegenzusteuern. Zuallererst müssen wir dem Nachwuchsmangel begegnen und jungen Schulabsolventen attraktive Studienbedingungen bieten. Wir wollen die Zahl der Absolventen an der Universität in Greifswald erhöhen. Darüber hinaus sollen die Bedingungen so gestaltet werden, dass sich junge Apotheker entschließen können, auch ein Geschäft im ländlichen Raum zu übernehmen. Dazu gehört es, die Regionen für junge Familien insgesamt attraktiver zu gestalten.

Wie wollen Sie die Arzneimittelversorgung auf dem Land aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

Die pharmazeutische Beratung und die direkte Kommunikation mit dem Kunden müssen stets gewährleistet sein. Es ist begrüßenswert, wenn ein flächendeckendes Apothekennetz im Land erhalten bleibt. Sofern es möglich ist, werden wir versuchen, über finanzielle Entlastungen den ansässigen Apothekern entgegenzukommen. Beispielsweise sehen wir in der Ausweitung des Botendienstes durch die ortsansässigen Apotheken die Chance, die flächendeckende Versorgung auch zukünftig zu gewährleisten und die Präsenzapotheken zu stärken. Daher fordern wir die Anhebung der von den Krankenkassen derzeit gezahlten Botendienstgebühr von 2,50 Euro auf wirtschaftliche 5,00 Euro.

Die Sammelbriefkästen für Rezepte können einen akzeptablen Ersatz für eine nicht mehr vorhandene Vor-Ort-Apotheke darstellen, ein Ausbau dieser Infrastruktur wäre zu prüfen. Darüber hinaus gilt es, weitere Modelle auszuloten und auszutesten, beispielsweise den Einsatz mobiler Apotheken (Apothekerbusse). Niedrigschwellige Onlineberatungen wären ebenfalls ein gangbarer Weg, stehen und fallen aber mit der Verfügbarkeit von stabilen Netzen und der Bereitschaft von Apotheken, diese anzubieten. Die Versorgung von Patienten mithilfe von Arzneimittelautomaten sehen wir hingegen kritisch. Die AfD-Mecklenburg-Vorpommern positioniert sich klar gegen den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Den Vor-Ort-Apotheken fehlt der Nachwuchs. Welche Ideen haben Sie, um den Nachwuchs sicherzustellen und um die Arbeit in der Offizin attraktiver zu machen?

Nachwuchssicherung kann zum einen durch eine Erhöhung der Zahl der Studien- und Ausbildungsplätze und verbesserte Studienbedingungen erfolgen. In den letzten Studiensemestern muss dringend auch auf die praktischen Hürden einer Unternehmensgründung eingegangen werden, um die Studenten für ihren Weg vorzubereiten. Zum anderen wäre ähnlich der Landarztquote zu überlegen, Landeskindern bei Verpflichtung zur Ansiedlung im ländlichen Raum bevorzugt einen Studienplatz zu geben und bei der Ansiedlung finanzielle Unterstützung zu leisten. Die außerberuflichen Standortbedingungen, wie die Anbindungen an Kita/ Schule/ sonstige Infrastruktur/ schnelles Internet/ freie Sicht auf die Natur, sind dazu natürlich generell zu verbessern.

Gerade in ländlichen Gegenden wird die Vernetzung der Heilberufler immer wichtiger. Welche Vorschläge haben Sie, um diese auszubauen?

Beim Thema Vernetzung, hier im Sinne von Koordination verstanden, sehen wir die ortsansässigen Akteure vorrangig selbst zur Zusammenarbeit angehalten. Die sich aus der Rechtslage ergebenden Hürden können seitens der Legislative beseitigt werden, den nötigen politischen Willen vorausgesetzt. Da eine Kooperation jedoch immer auch eine Erhöhung an Komplexität und Aufwand mit sich bringt, müssen sich die betroffenen Akteure erst einmal verständigen. Sobald es vom politischen Schreibtisch aus geplant wird, gerät es häufig zu unpraktikabel. Im Sinne der digitalen Vernetzung zum Internet und untereinander sehen wir natürlich den oft propagierten Netzausbau als dringliche Aufgabe. Funktionierende digitale Infrastruktur kann Wege verkürzen und den oben thematisierten Mehraufwand durch hier erfolgte Zeitersparnis für Heilberufe und Patienten aufwiegen.

Welche weiteren Aufgaben/Dienstleistungen sollten Apotheken in Zukunft übernehmen?

Da sich die meisten Apotheken jetzt schon an der Grenze ihrer personellen und materiellen Ausstattung befinden, kann eine Erweiterung der Aufgaben nur im Gegenzug zu einer Reduzierung des überbordenden bürokratischen Aufwandes im Apothekenalltag realistisch werden.

Was die Arzneimittelversorgung betrifft, welche Lehren ziehen Sie aus der Corona-Pandemie?

Während der Corona-Krise wurde die zentrale Rolle der Apotheken besonders sichtbar. Sie wurden eine wichtige Anlaufstelle für die Bevölkerung. Deutlich wurde die Notwendigkeit der Apotheken Anfang 2020, als sie für die Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kitas und für die Bevölkerung in Rekordschnelle Desinfektionsmittel hergestellt haben. Die Apotheken schafften es, schnell und kompetent die Menschen zu versorgen. Die AfD-Fraktion bekennt sich ausdrücklich dazu, das Apothekensystem mit seinen kleinen freiberuflichen Standorten zu erhalten und zu fördern. Ein flächendeckendes Apothekennetz muss gewährleistet werden.

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