Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Freude oder Pflicht
-
Wann ein falsches Lächeln zur Gefahr wird

Was ein Lächeln aufrichtig macht, ist eine Mischung aus Gesichtsanatomie, Neurologie und emotionaler Authentizität. Eine Expertin erklärt, wie sich falsches Lächeln auf die Gesundheit auswirkt.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 28.11.2025  08:00 Uhr

Neurologisch zeigt sich ein klarer Unterschied: Echtes Lächeln entsteht im limbischen System, insbesondere in der Amygdala, und läuft unwillkürlich ab. Unechtes Lächeln hat seinen Ursprung im motorischen Kortex und unterliegt bewusster Kontrolle.

Das sogenannte Duchenne-Lächeln, das nach dem französischen Physiologen Guillaume-Benjamin Armand Duchenne de Boulogne aus dem 19. Jahrhundert benannt ist, signalisiert echte Freude. Es aktiviert zwei Muskelgruppen: um die Mundwinkel und um die Augen. Der Risorius-Muskel zieht die Mundwinkel nach außen, der Musculus zygomaticus major hebt sie an. Und der kreisförmige Orbicularis oculi strafft die Augenpartie und erzeugt die charakteristischen Krähenfüße.

Falsches Lächeln beschränkt sich meist auf die Mundpartie. Wenn die Augen unbeteiligt bleiben, wirkt es mechanisch, wie Dr. Michelle Spear, Anatomie-Professorin an der Universität Bristol, in ihrem Beitrag auf der Wissenschaftsplattform »The Conversation« berichtet. Der Orbicularis oculi lasse sich jedoch nicht willentlich steuern – selbst Schauspieler griffen dabei auf echte Emotionen zurück, um glaubwürdig zu wirken.

Soziale Funktion

Spear verweist auf Studien, die belegen, dass schon Säuglinge im Alter von 10 Monaten echtes und falsches Lächeln unterscheiden können. Evolutionär habe dies womöglich geholfen, Vertrauenswürdigkeit einzuschätzen, wahre Verbündete zu erkennen und Täuschungen zu vermeiden.

Laut Spear ist gekünsteltes Lächeln aber nicht per se böswillig. Es erfüllt soziale Funktionen, signalisiert Höflichkeit, entschärft Konflikte und zeigt Respekt. Es dient dem, was Soziologen Emotionsarbeit nennen, also dem Steuern der eigenen Mimik, um gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden.

Die Wissenschaftlerin weist ebenfalls auf die Gefahr hin, dauerhaft ohne echte Gefühle zu lächeln. Das passiere häufig in Dienstleistungsberufen oder im Gesundheitswesen und könne Stress, Burn-out und sogar Herz-Kreislauf-Belastungen nach sich ziehen.

Frag die KI
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
 
FAQ
BETA
Menü
Zeit
SENDEN
Wie kann man die CAR-T-Zelltherapie einfach erklären?
Warum gibt es keinen Impfstoff gegen HIV?
Was hat der BGH im Fall von AvP entschieden?
Zeit
GESAMTER ZEITRAUM
3 JAHRE
1 JAHR
Senden
SENDEN
KI
IHRE FRAGE WIRD BEARBEITET ...
KI
KI
UNSERE ANTWORT
QUELLEN
22.01.2023 – Fehlende Evidenz?
LAV Niedersachsen sieht Verbesserungsbedarf
» ... Frag die KI ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln. ... «
Ihr Feedback
War diese Antwort für Sie hilfreich?
 
 
FEEDBACK SENDEN
FAQ
Was ist »Frag die KI«?
»Frag die KI« ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums versehen, in denen mehr Informationen zu finden sind. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung verfolgt in ihren Artikeln das Ziel, kompetent, seriös, umfassend und zeitnah über berufspolitische und gesundheitspolitische Entwicklungen, relevante Entwicklungen in der pharmazeutischen Forschung sowie den aktuellen Stand der pharmazeutischen Praxis zu informieren.
Was sollte ich bei den Fragen beachten?
Damit die KI die besten und hilfreichsten Antworten geben kann, sollten verschiedene Tipps beachtet werden. Die Frage sollte möglichst präzise gestellt werden. Denn je genauer die Frage formuliert ist, desto zielgerichteter kann die KI antworten. Vollständige Sätze erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer guten Antwort.
Wie nutze ich den Zeitfilter?
Damit die KI sich bei ihrer Antwort auf aktuelle Beiträge beschränkt, kann die Suche zeitlich eingegrenzt werden. Artikel, die älter als sieben Jahre sind, werden derzeit nicht berücksichtigt.
Sind die Ergebnisse der KI-Fragen durchweg korrekt?
Die KI kann nicht auf jede Frage eine Antwort liefern. Wenn die Frage ein Thema betrifft, zu dem wir keine Artikel veröffentlicht haben, wird die KI dies in ihrer Antwort entsprechend mitteilen. Es besteht zudem eine Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort unvollständig, veraltet oder falsch sein kann. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit der KI-Antworten.
Werden meine Daten gespeichert oder verarbeitet?
Wir nutzen gestellte Fragen und Feedback ausschließlich zur Generierung einer Antwort innerhalb unserer Anwendung und zur Verbesserung der Qualität zukünftiger Ergebnisse. Dabei werden keine zusätzlichen personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert.

Mehr von Avoxa