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Kassen-, Privat- und Betriebsärzte

So laufen die Impfstoff-Bestellungen für KW31

Nach der Umstellung der Bestellrhythmen bei der Verteilung der Coronavirus-Impfstoffe stehen in den Apotheken jetzt die Bestellungen für die Kalenderwoche 31 an (ab dem 2. August). Dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zufolge stehen den Kassen- und Privatärzten die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astra-Zeneca und Janssen zur Verfügung. Kleinere Umstellungen gibt es bei möglichen Kürzungen.
Benjamin Rohrer
16.07.2021  17:00 Uhr

Für die Woche ab dem 2. August müssen Kassen- und Privatärzte nach dem umgestellten Bestell-Schema bis spätestens Dienstag (20. Juli) um 15 Uhr in den Apotheken aufgegeben haben. Die Bestellungen der Betriebsärzte für die KW 31 müssen bis Mittwoch, 21. Juli 2021 in den Apotheken ankommen. Laut dem Deutschem Apothekerverband (DAV) hat das BMG darüber informiert, dass für Kassen- und Privatärzte die drei Covid-19-Impfstoffe Comirnaty, Vaxzevria und der Covid-19-Impfstoff Janssen zur Verfügung stehen. Es werden keine Höchstbestellmengen für Erstimpfungen mit Comirnaty und Vaxzevria empfohlen. Ebenso gibt es weiterhin keine Obergrenze für Bestellungen für Zweitimpfungen.

Eine Umstellung gibt es bei möglichen Kürzungen der Auslieferungsmengen an Kassen- und Privatärzte. Denn je nachdem, wie viele Impfstoffdosen für Zweitimpfungen bestellt werden, kann es laut DAV zu Kürzungen bei den Bestellungen für Erstimpfungen und bei Covid-19-Impfstoff Janssen kommen. Entgegen der bisherigen Vorgehensweise sei zukünftig bei Vertrags- und Privatärzten in diesen Fällen nicht mehr proportional zu kürzen, so der DAV. Wird vom Großhandel die bestellte Impfstoffmenge nicht vollumfänglich geliefert, sind zunächst ärztliche Bestellungen über große Impfstoffmengen zu kürzen, heißt es weiter in der Information des DAV an seine Mitglieder.

Betriebsärzte: Nur Biontech/Pfizer

Betriebsärzte können für die Kalenderwoche 31 ausschließlich den Impfstoff von Biontech/Pfizer bestellen – ohne Höchstbestellmengen. Abhängig von der Zahl der Zweitimpfungen könne es jedoch sein, dass weniger Dosen für Erstimpfungen geliefert werden, als bestellt worden sind, erklärt der DAV. Eine Woche nach den Bestellungen der Ärzte wird dann der Großhandel (am 27. Und 28. Juli) die Apotheken über die tatsächlichen Liefermengen unterrichten.

Der DAV erinnert die Apotheker auch daran, dass ab den Bestellungen für die KW 30 das Impfzubehör zu den bestellten COVID-19-Impfstoffen nur noch mit einem 10-prozentigen Puffer ausgeliefert wird. Der Grund dafür sei, dass in den Arztpraxen mittlerweile ein ausreichender Vorrat an Spritzen und Kanülen vorhanden ist.

Wie läuft es mit der Weitergabe von Impfstoffen?

Ebenfalls erinnert der Verband an die Allgemeinverfügung vom 15. Juli, mit der ein unnötiger Verwurf der Impfstoffe vermieden werden soll. Demnach ist es gestattet, Impfstoffe mit Zubehör auch an Arztpraxen und Betriebsärzte abzugeben, die bei ihnen nicht oder nicht in entsprechendem Umfang bestellt haben, sofern die Abgabe die Erfüllung ihrer übrigen Abgabeverpflichtungen nicht beeinträchtigt. Weiterhin sind Apotheken berechtigt, Covid-19-Impfstoffe an Impfzentren abzugeben. Wenn die Apotheke von dieser Flexibilisierung Gebrauch macht und Impfstoffe abgibt, die ein Arzt bei der Apotheke bestellt, dann aber nicht abgenommen hat, bedarf es laut DAV keiner erneuten Verordnung durch die abnehmende Einrichtung.

Bei der Abgabe müsse die Apotheke jedoch weiterhin eine Begleitdokumentation führen, der Arzt oder das Impfzentrum muss den Erhalt der Impfstoffe bestätigen. Diese Dokumentation sollte die Apotheke unbedingt aufbewahren, heißt es im DAV-Schreiben. Die Abrechnung erfolgt über das ursprünglich ausgestellte Rezept.

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