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Hoch spezifisch & hoch sensibel

Roche bringt neuen Coronavirus-Antikörpertest auf den Markt

Das Pharmaunternehmen Roche kann einen Test auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus auf den Markt bringen. »Das ist jetzt einsatzfähig«, sagte Christoph Franz, Verwaltungsratspräsident von Roche, am Montagmorgen in Gabor Steingarts Podcast »Das Morning Briefing«. Ab Anfang Mai soll der Test laut Roche in allen Ländern mit CE-Kennzeichnung verfügbar sein. 
PZ/dpa
04.05.2020
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Roche hat nach eigenen Angaben eine Notfallzulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Test bekommen. Diese ist einem Sprecher zufolge für alle Länder gültig, die die CE-Kennzeichnung für Produkte akzeptieren. Das seien unter anderem alle Länder innerhalb der Europäischen Union. Es handle sich um einen Bluttest, zu dessen Auswertung man technische Geräte benötige.

Der Test wurde laut Roche in Pensberg bei München entwickelt. Er ermögliche nun, im Gegensatz zu den PCR-Tests, einen Nachweis der Antikörper gegen das Virus, wenn eine Infektion überstanden ist und das Virus selbst nicht mehr im Körper nachweisbar ist. Der Nachweis dieser Antikörper unterstützt bei der Klärung des Immunstatus einer Person gegenüber dem Virus und kann einen Beitrag zur Entscheidung über mögliche Behandlungsstrategien leisten. Doch auch symptomfrei verlaufene Infektionen und eine »hoffentlich und sehr wahrscheinliche« Immunität gegen Covid-19 könnte mit dem Test nachgewiesen werden, so Franz.

Bereits im März hatte Roche einen Hochdurchsatz-PCR-Test zum Nachweis der akut aktiven Infektion mit Covid-19 auf den Markt gebracht, bei dem Bestandteile des Virus direkt nachgewiesen werden.

Spahn und Söder besuchen Roche-Entwicklungslabor

Wie genau der Test in Deutschland ausgerollt werden könnte, ist unter anderem Sache des Bundes. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollten sich am Vormittag mit Franz im Roche-Entwicklungslabor im oberbayerischen Penzberg über den neuen serologischen Test Elecsys® Anti-Sars-CoV-2 informieren. «Er ist wesentlich sensitiver und spezifischer als die Tests, die heute verfügbar sind», erklärte Franz im Interview. Der Test habe eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Erstere gibt den Prozentsatz der Betroffenen an, bei denen die Infektion tatsächlich erkannt wird. Letztere sagt aus, wie viele Gesunde von dem Test auch tatsächlich als gesund erkannt werden. 

Es gehe darum, in der Bevölkerung breit zu messen und einzelnen Menschen ein klares Signal zu geben, sagte Franz. »Jeder weiß dann, wo er auch steht.« Roche kann demnach Tests in einer hohen zweistelligen Millionenzahl pro Monat weltweit anbieten. Weil Antikörpertests vergleichsweise günstig seien, könnten sich Staaten diese auch leisten, so Franz.

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