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Schulstart in Corona-Zeiten
Masken für Schüler ab Klasse 5 empfohlen

Rheinland-Pfalz (Schuljahr beginnt am 17. August)

Der für das neue Schuljahr weiterentwickelte Hygieneplan sieht kein Abstandsgebot mehr vor. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) plant je nach Entwicklung der Corona-Infektionen mit zwei weiteren Szenarien: Das bisherige Nebeneinander von Präsenz- und Fernunterricht sowie temporäre Schulschließungen bei einem größeren Ausbruch.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt: «Wenn es zu einem Infektionsfall kommt, werden alle anderen in Quarantäne geschickt und es wird umfassend getestet - und die Schule im Zweifel temporär geschlossen.» Das Vorgehen sei mit Gewerkschaften, Lehrerverbänden, Eltern- und Schülervertretern besprochen.

Saarland (Schuljahr beginnt am 17. August)

Der Unterricht soll in festen Gruppen innerhalb eines Jahrgangs stattfinden, «um eine Durchmischung mit den anderen Jahrgängen nach Möglichkeit zu vermeiden». Ziel sei es, dass bei Infektionsfällen für die nicht betroffenen Personen der Präsenzunterricht weiterlaufen könne.

Im Hygieneplan des Landes für die Schulen wird außerdem empfohlen, Musikunterricht (wenn gesungen wird) bei gutem Wetter im Freien abzuhalten. Schüler, die zur Risikogruppe gehören, können mit ärztlichem Attest vom Schulbesuch befreit werden, müssen aber an Prüfungen teilnehmen. Dafür stellen die Schulen separate Räume zur Verfügung.

Sachsen (Schuljahr beginnt am 31. August)

«Die Schülerinnen und Schüler werden wie gewohnt in ihren Klassen und Kursen nach den geltenden Stundentafeln und Lehrplänen unterrichtet», hat Kultusminister Christian Piwarz (CDU) für Sachsen angekündigt.

Der Mindestabstand von 1,50 Metern gilt nicht mehr. Die Schulleitungen können selbst festlegen, wann und wo eine Maske zu tragen ist. Wer die Schule betritt, muss sich die Hände waschen oder desinfizieren. Täglich wird dokumentiert, wer in der Schule war, um Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Sachsen-Anhalt (Schuljahr beginnt am 27. August)

In Sachsen-Anhalt gilt die Anweisung, dass alle Schulen sich auf die Rückkehr in den Regelbetrieb vorbereiten sollen. Das Bildungsministerium weist aber auch darauf hin, dass die Gesundheitsbehörden weiterhin lokale Schulschließungen vornehmen könnten. Daher seien die Schulen gehalten, sich auch auf eine teilweise oder vollständige Abkehr vom Regelbetrieb einzustellen, «um kurzfristig wieder Distanzunterricht anbieten zu können».

Die konkreten Planungen für den Schulalltag laufen, ein aktualisierter Hygieneplan soll noch vorgelegt werden. Das Ministerium geht grundsätzlich davon aus, «dass das gesamte pädagogische Personal im Regelbetrieb eingesetzt werden kann». Das Bildungsministerium empfiehlt zudem «allen schulischen Akteuren» die Nutzung der Corona-Warn-App.

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