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Betablocker hilft Herzinsuffizienten

23.11.1998  00:00 Uhr

-Pharmazie

Govi-Verlag

Betablocker hilft Herzinsuffizienten

Die Einnahme des Betablockers Metoprolol (Beloc-Zok®) senkt bei Patienten mit einer Stauungsinsuffizienz des rechten Herzens die Sterblichkeit um 35 Prozent. Professor Sidney Goldstein vom Heart und Vascular Institute in Detroit, Michigan (USA), gab dieses Ergebnis am 11. November auf der 71. Scientific Session der American Heart Association (AHA) in Dallas bekannt. Die MERIT-HF-Studie (Metoprolol CR/XL Randomized Intervention Trial in Heart Failure) wurde Ende Oktober aufgrund des positiven Ergebnisses frühzeitig abgebrochen, so die Firma Astra in einer Pressemitteilung.

Die Vorteile des Medikaments zeigten sich in allen zuvor definierten Patientengruppen. Auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte konnte durch die Therapie mit Metoprolol reduziert werden. Die Kombination aus Betablocker und anderen Standardtherapeutika, wie Diuretika und ACE-Hemmern könne viele Leben retten, so Dr. Stephen Gottlieb, der amerikanische Koordinator der MERIT-HF-Studie. 3991 Patienten hatten an der placebokontrollierten Studie teilgenommen, deren Hauptziel es war, den Einfluß von Metoprolol auf das Überleben der Patienten mit Herzinsuffizienz zu untersuchen. Metoprolol sei anderen Betablockern in der Studie vorgezogen worden, da es besonders gut vertragen werde und die morgendliche Einnahme von 200 mg für 24 Stunden ausreiche.

Artikel von der PZ-Redaktion
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