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Apotheker als kundige Sammler

15.10.2001
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PHARMAZIEGESCHICHTE

Apotheker als kundige Sammler

von Christoph Friedrich, Marburg

In einer 1921 erschienenen Monographie über den Apotheker im Spiegel der Literatur erwähnt der Pharmaziehistoriker Georg Urdang eine Reihe von Eigenschaften, die den Apotheker "in den Geruch der Sonderbarkeit" bringen. Neben Sorgfalt und Ordnungsliebe - "die leicht einen Stich ins Pedantische erhält" - ist eine Sucht zum Systematisieren und zum Schablonisieren aufgeführt (1). Die Sammelleidenschaft berücksichtigt Urdang indessen nicht, obgleich die erwähnten Eigenschaften den Apotheker geradezu für diese Tätigkeit prädestinieren. Apotheker entfalteten auf diesem Gebiet kaum übersehbare Aktivitäten, die von der Öffentlichkeit dankbar anerkannt wurden. Im diesem Beitrag werden herausragende Sammelgebiete anhand einiger Beispiele vorgestellt.

Zu den originären Aufgaben des Apothekerberufes gehörten seit dem Mittelalter das Sammeln und Lagern von Drogen. Eine enge Beziehung zu Naturalienkabinetten, die seit der frühen Neuzeit entstanden, war somit naheliegend. Peter Dilg wies 1994 auf die "sachbedingte Verwandtschaft" von Apotheke und Naturalienkabinett hin und schilderte ausführlich das Wirken einiger als Gründer und Betreiber von Naturalienkabinetten hervorgetretener Pharmazeuten (2); deshalb wird hier nur auf einige wenige Beispiele eingegangen.

Naturalienkabinette in Apothekerfamilien

Als einer der ersten Apotheker, die ein Naturalienkabinett anlegten, das Belege aus den drei Naturreichen enthielt, gilt Basilius Besler (1561 bis 1629), dem wir auch den 1613 erschienenen "Hortus Eystettensis" verdanken (3). Während Untersuchungen über weitere bei Dilg erwähnte Pharmazeuten, die naturhistorische Sammlungen anlegten, noch ausstehen, erschien über die Leipziger Apothekerfamilie Linck 1935 eine Monographie (4). Begründer des viel gerühmten Linckschen Naturalienkabinetts war der in Danzig geborene Heinrich Linck (1638 bis 1717), der 1669 nach Leipzig kam. Hier pachtete er 1671 die Löwen-Apotheke, die er fünfzehn Jahre später käuflich erwarb. Linck verlegte die Apotheke in die Grimmaische Straße, wo sie sich noch heute befindet. Bereits 1670 soll er mit dem Sammeln von Naturalien begonnen haben.

Sein Sohn Johann Heinrich Linck d. Ä. (1674 bis 1734) übernahm nicht nur 1710 die Leitung der Apotheke, sondern führte auch die Sammlung fort. Linck, der als "berühmter Apotheker" galt, erlangte als Sammler und Naturforscher noch größere Anerkennung. Er teilte sich mit seinem Bruder die Verwaltung der Apotheke, weshalb ihm genügend Zeit für seine Sammlung blieb. Vorbild für diese Tätigkeit war August der Starke, der in seinen Dresdner naturwissenschaftlichen Museen manche Rarität oder Kuriosität zusammengetragen hatte. Johann Heinrich Linck entfaltete einen regen Tausch mit Sammlern aus ganz Europa und kaufte wertvolle Stücke dazu. Wie aus einer von Linck stammenden Beschreibung hervorgeht, enthielt die Sammlung 800 Gläser "mit allerhand in spiritu balsamico conservirten Animalien", darunter Schlangen, Affen, Krokodile und weitere exotische Tiere, sowie über 200 Schubladen oder Kästen mit Mineralien und Versteinerungen. Ein umfangreiches Herbarium, Korallen und physikalische Instrumente vervollständigten das Naturalienkabinett (5). In einer Trauerode wird Linck mit bedeutenden Sammlern wie Besler verglichen (4):

"Was in den Theilen aller Erden
Ein eigner Schatz und kostbar hieß,
Das muste Deinem Fleiße werden,
Als der es keinem Fremden ließ,
Kommt! sehet Linckens Seltenheiten
Schaut Valentin, und Besler, an!
Ihr braucht es nicht, mit ihm zu streiten,
Er hat es euch zuvor gethan".

Nach Lincks Tod war die Sammlung teilweise verwaist, galt jedoch nach wie vor als Leipziger Sehenswürdigkeit. 1757 übernahm Johann Heinrich Linck d. J. (1734 bis 1807) die Leitung der Apotheke. Obwohl er nach Seifert an die Leistungen seines Vaters nicht heranreichte, war er ein sorgfältiger Verwalter und Mehrer der Sammlung. Allerdings scheint sich unter seiner Leitung der Charakter des Kabinetts derart verändert zu haben, dass beim Neuerwerb die Naturalien gegenüber den "Kunstsachen" etwas zurücktraten (6). Den Umfang des Naturalienkabinetts widerspiegelt ein von Linck d. J. herausgegebener "Index Musaei Linckiani oder kurzes systematisches Verzeichniß der vohrnehmsten Stücke der Linckischen Naturaliensammlung zu Leipzig", der viele hundert Seiten umfasst (7). Da Linck von keinem seiner Kinder überlebt wurde, verkauften die Erben die Sammlung 1840 an den Fürsten Otto Viktor I. von Schönburg-Waldenburg.

Zu den Besitzern eines Naturalienkabinetts gehörte auch Hieronymus II. Bernoulli (1745 bis 1829), der als Apotheker in Basel die von seinem Vater angelegte Sammlung von Mineralien, Petrefakten (Versteinerung von Pflanzen oder Tieren), Insekten und Mollusken erweiterte. Nach seinem Tod wurde die Naturaliensammlung dem Naturhistorischen Museum Basel geschenkt (8). Die Zeit der berühmten Naturalienkabinette in Apothekerbesitz war offenbar vorüber; jedoch finden wir im 18. und 19. Jahrhundert Pharmazeuten, die Sammlungen zu einzelnen Teilen der Naturwissenschaften anlegten.

Gewissermaßen als Reminiszenz an die Naturalienkabinette können die Sammlungen von Wilhelm Gueinzius (1813 bis 1874), Oscar Brehm (1823 bis 1850), Franz Hübner (1846 bis 1877) und Josef Maria Schedel (1856 bis 1943) gelten, die noch ein wenig den Glanz der barocken Naturalienkabinette bewahrten. Wilhelm Gueinzius reiste nach seiner Ausbildung in der Apotheke der Berliner Charité nach Südwestafrika, um dort Naturerzeugnisse zu sammeln. Ornithologische und ethnographische Exponate und Insekten seiner Sammlung gelangten in Museen in Leipzig, Stettin und Dresden. Gueinzius verbrachte die letzten Lebensjahre als Einsiedler in einer afrikanischen Waldhütte (9).

Oscar Brehm, Sohn eines thüringischen Pfarrers mit starken ornithologischen Interessen, studierte in Jena Pharmazie. Er besaß eine große Insekten- und Mineraliensammlung sowie ein Herbarium. 1849 unternahm er eine Afrikaexpedition, während der er bei einem Bad im Nil ertrank (10). Franz Hübner, der in Halle Pharmazie und Zoologie studiert hatte, bereiste im Auftrag eines Hamburger Kaufmanns verschiedene Südseeinseln, um dort Naturalien zu sammeln. 1877 starb er auf den Duke-of-York-Inseln an einem Sonnenstich (11). Josef Maria Schedel unternahm Reisen nach China und Japan und sammelte dort naturwissenschaftliche - insbesondere Weichtiere - und ethnographische Exponate, die er unter anderem dem Bamberger Naturalienkabinett, dem Naturhistorischen Museum Hamburg und dem Völkerkundemuseum München schenkte (12).

Begeisterte Pflanzensammler

Noch bis zum 19. Jahrhundert entstammte der größte Teil der Arzneimittel dem Pflanzenreich. Das Studium der Botanik war daher ein wichtiger Teil der Apothekerausbildung. Wie aus zeitgenössischen Biographien, Briefen oder autobiographischen Berichten von Apothekern des 18. und 19. Jahrhunderts hervorgeht, beschäftigten sich sowohl Apothekerlehrlinge und Gehilfen als auch "gestandene" Apotheker intensiv mit Botanik. Dazu gehörte das Sammeln von Pflanzen und Drogen sowie das Anlegen von Herbarien. Einige Herbarien erlangten besondere Berühmtheit und sind - trotz eines beträchtlichen Alters - noch heute erhalten.

Teile des Herbariums von Friedrich Ehrhart (1742 bis 1795) befinden sich im Göttinger Botanischen Institut. Ehrhart, der seine pharmazeutische Ausbildung in der Nürnberger Kugel-Apotheke erhalten hatte und als Gehilfe in der Andreaeschen Apotheke in Hannover tätig gewesen war, reiste 1771 nach Schweden, wo er bei Carl von Linné (1707 bis 1778) und Thorbjörn Bergmann (1735 bis 1784) naturwissenschaftliche Studien betrieb. 1776 nach Hannover zurückgekehrt, erhielt er vier Jahre später eine Stelle als Hofbotaniker in Herrenhausen (13).

Ernst Hampe (1795 bis 1880), der als Gehilfe in der Hirsch-Apotheke in Halle Schüler des Mediziners Kurt Sprengels (1787 bis 1859) wurde und 1825 die Apotheke in Blankenburg im Harz übernahm, besaß ein reichhaltiges Moosherbarium, das das Britische Museum erwarb. Der Schriftsteller Wilhelm Raabe legt der Hauptfigur seiner Novelle "Zum wilden Mann", dem Apotheker Philipp Kristeller, eine minutiöse Beschreibung Hampes in den Mund (14):

"Mein damaliger Prinzipal war ein drolliger alter Kautz. [...] Er war ein Apotheker mit Liebe; aber mit einem gewissen Wahnsinn, ein Enthusiast für die hohe Wissenschaft Botanik, und er war in der Tat ein bedeutender Pflanzenkundiger. Solange es anging, hatte er seine Provisoren und Gehilfen die Offizin versorgen lassen und war selbst in Wald und Feld seinem Lieblingsstudium nachgegangen. Als ich aber in sein Haus eintrat, hatte sich das eben geändert. Er war über sechzig Jahre alt, seine Augen waren allmählich schwach geworden, sein Rücken steif.[...] Darauf schickte er mich in re herbaria auf die Jagd und blieb selbst seufzend zu Hause, versorgte die Praxis und durchblätterte seine Kräuterbücher. [...] Zu jeder Jahreszeit fast hatte ich für ihn das Land abzulaufen, denn er war auch in der Kenntnis der Moose bedeutend, und in den Monaten, wo die übrige Flora in ihrer Pracht steht, ging ich fast täglich meilenweit ins Land oder in die Berge, um irgendeine einzige Pflanze zu suchen, auf deren Besitz er augenblicklich sein Herz gewendet hatte."

Zu den bedeutenden Pflanzensammlungen zählt auch das Herbarium Haussknecht, das von Heinrich Carl Haussknecht (1838 bis 1903) begründet wurde. Haussknecht, der als Sohn eines Rittergutsbesitzers in Bennungen, einem in der "Goldenen Aue" zwischen Sondershausen und Sangerhausen gelegenen Ort, geboren wurde, begann seine Apothekerlehre in Artern, die er dann in Greußen fortsetzte. Von 1863 bis 1864 studierte er an der Universität Breslau Pharmazie, wo unter anderem der Apotheker Professor Theodor Poleck (1821 bis 1906) sein Lehrer war. 1865 unternahm Haussknecht erste Sammelreisen in den Vorderen Orient, die ihn bis in das Quellgebiet des Euphrats führten. Weitere Reisen folgten nach Kurdistan und Persien. 1869 wurde ihm für seine Verdienste um die Botanik vom Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach der Professorentitel verliehen.

Haussknecht wirkte 1873 kurze Zeit als Verwalter der Apotheke in Greußen; eine erteilte Apothekenkonzession für Lübeck verkaufte er 1876 wieder und lebte fortan als Privatgelehrter in Weimar. 1882 gründete er den botanischen Verein für Gesamt-Thüringen, drei Jahre später unternahm er eine Sammelreise nach Griechenland. 1896 institutionalisierte er das Herbarium Haussknecht in Weimar. Das Gebäude befand sich im südlichen Teil der Amalien-Straße. Darin waren neben der Wohnung für den Konservator zwei Bibliotheks- und Arbeitsräume sowie in einem Saal zu ebener Erde das Hauptherbarium untergebracht (15). Das Herbarium, das heute in Jena wissenschaftlich betreut wird, enthält eine Vielzahl von Sammlungen und Pflanzen unterschiedlicher Botaniker, darunter auch des Apothekers Friedrich Traugott Kützing (1807 bis 1893) und des pharmazeutischen Unternehmers Hermann Trommsdorff (1811 bis 1884).

Friedrich Traugott Kützing, der gleichfalls zu den leidenschaftlichen Pflanzensammlern gehört, verfasste eine Autobiographie, in der er auch seine Sammelleidenschaft schilderte (16). 1834 gab er den Apothekerberuf auf, um sich ganz der Botanik zuzuwenden. Zahlreiche Forschungsreisen führten ihn bereits ein Jahr später nach Dalmatien, Italien und in die Schweiz. Die Herbarien des international hochgeschätzten Diatomeen-Forschers fanden Eingang in zahlreiche naturwissenschaftliche Sammlungen in Leiden, Antwerpen und London (17).

Zu den Sehenswürdigkeiten Berlins gehörte das Herbarium des Apothekers August Friedrich Theodor Lucae (1800 bis 1845), ein Schüler von Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770 bis 1837) (18). Schließlich soll auch der in Ostfriesland geborene Edo Claaßen (1833 bis 1932) erwähnt werden, der nach seiner Apothekenlehre und dem Studium in Göttingen 1867 nach Amerika auswanderte. Hier eröffnete er 1868 in Cleveland eine Apotheke. Ab 1905 widmete er sich verstärkt der Botanik. Sein Herbarium, das zehntausend Pflanzen enthielt, schenkte er der Western Reserve University zu Cleveland (19).

Mineralien als Schwerpunkt

Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich auch die Mineralogie zu einem Arbeits- und Forschungsgebiet der Apotheker, die nun auch verstärkt Mineralien sammelten (20). Als Mineraliensammler trat der Ratsapotheker aus Clausthal, Johann Christoph Ilsemann (1729 bis 1822), hervor. Ilsemann unterrichtete nebenher Chemie, Mineralogie und Hüttenkunde an der dortigen Bergschule. 1777 besuchte Goethe ihn anlässlich seiner Harzreise und besichtigte seine vorzügliche Mineraliensammlung, wie er in seinem Tagebuch vermerkte (21).

Dem Sammeln von Mineralien widmete sich auch der Niederlausitzer Apotheker Carl August Blase (1793 bis 1853), der sich als Mitarbeiter der "Flora Lusatica" vornehmlich auf botanischem Gebiet einen Namen machte. Seine Gesteinssammlung befand sich bis 1945 in Familienbesitz (22).

Der im schwäbischen Crailsheim als Besitzer der Faberschen Apotheke lebende Richard Blezinger (1847 bis 1928) schenkte 1922 seine mineralogische Sammlung dem Geologischen Institut der Universität Tübingen (23).

Vögel, Vogeleier, Schnecken und Muscheln

Obwohl tierische Drogen innerhalb des Arzneischatzes stets eine untergeordnetere Rolle spielten, konnten Apotheker auf die Beschäftigung mit der Zoologie nicht verzichten. In der im ausgehenden 18. Jahrhundert entstehenden wissenschaftlichen Apothekerausbildung nahm die Zoologie deshalb einen zwar bescheidenen, aber dennoch festen Platz ein. Im Rahmen ihrer naturkundlichen Studien begannen einige Apotheker im 19. Jahrhundert, sich verstärkt mit der Fauna zu beschäftigen.

Zu diesen gehörte Friedrich Wilhelm Justus Baedeker (1788 bis 1865), der 1811 die Apotheke in Wittern erworben hatte, die er bis 1850 leitete. Baedeker, der auch 34 farbige Tafeln zu Brehms "Handbuch der Naturgeschichte aller Vögel Deutschlands" anfertigte, besaß eine große Sammlung von Vogeleiern (24).

Auf dem Gebiet der Ornithologie wirkte auch der in Herrnhut geborene Apotheker Franz Brahts (1802 bis 1872), der 1836 zunächst in der Hofapotheke zu Dresden tätig gewesen war. Zwei Jahre später eröffnete er in Neuwied ein Materialisten- und Drogengeschäft, das er bis zu seinem Tode führte. Als Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz beschäftigte er sich nicht nur mit Botanik, sondern auch mit der Vogelwelt der Lausitz. Seine bedeutende Vogelsammlung existierte bis 1945 (25).

Als bedeutender Ornithologe und Sammler gilt ferner der im mährischen Trübau geborene Adolf Schwab (1807 bis 1891). Seine Sammlung enthielt 1313 Arten sowie 374 Eier von europäischen und exotischen Vögeln. 1886 verkaufte Schwab seine Sammlung an das Franzens-Museum zu Brünn (26).

Die ornithologische Sammlung des Schweizer Apothekers Theodor Bühler-Lindenmeyer (1859 bis 1899) ging nach dessen Tod an das Naturhistorische Museum und Zoologische Institut in Basel über. Bühler-Lindenmeyer, der an den Universitäten Freiburg, Straßburg und Berlin Pharmazie studiert hatte, war Apothekenbesitzer in Basel. Neben seiner Tätigkeit in der Apotheke unternahm er zahlreiche Exkursionen und war kurze Zeit Vorsitzender der Schweizerischen Ornithologischen Gesellschaft. 1899 wurde er auf einer Exkursion vom Blitz erschlagen (27).

Friedrich Wilhelm Meves (1814 bis 1892) machte nach seiner Apothekerausbildung und Studien an der Universität Kiel sein ornithologisches Interesse zum Beruf. 1842 erhielt er eine Stelle als Konservator am Zoologischen Reichs-Museum zu Stockholm. Meves war ein hervorragender Kenner der Vogelwelt Schwedens und widmete sich intensiv seiner Sammeltätigkeit (28).

Zu den Sammlern zoologischer Exponate gehört schließlich Carl Heinrich Wilhelm Theodor Löbbecke (1821 bis 1901). Löbbecke, der in Hückeswagen an der Wupper geboren wurde, besuchte die Realschule zu Elberfeld und begann auf Wunsch des Vaters eine Apothekerlehre. Anschließend studierte er in Berlin und erhielt 1844 die Approbation zum Apotheker I. Klasse. Drei Jahre später erwarb er die Einhorn-Apotheke in Duisburg, die er aus einem schlechten Zustand heraus wieder zu einem florierenden Geschäft entwickelte. Die wirtschaftlichen Verhältnisse erlaubten es ihm nun, die von seinem Großvater begonnene Schnecken- und Muschelsammlung durch Kauf und Tausch beträchtlich zu erweitern. 1863/64 unternahm er Sammelreisen nach Frankreich, Italien, Spanien und in den Orient. 1873 verkaufte Löbbecke seine Apotheke und siedelte nach Düsseldorf über. Hier widmete er sich ganz der Conchylienkunde, ohne allerdings - wie viele Sammler - etwas zu publizieren. Sein Ziel war es, ein Conchylien-Museum einzurichten. Um das nötige Geld zu beschaffen, begann er mit Grundstücken zu spekulieren. Seine Geschäfte scheiterten jedoch, resigniert musste er seine Pläne aufgeben.

Die Sammlung, die noch durch eine Kollektion von Vogeleiern vermehrt worden war, vermachte er der Stadt Düsseldorf. 1904 wurde das Löbbecke-Museum im alten Lagerhaus an der Rheinwerft eröffnet, so dass Löbbeckes Traum doch noch in Erfüllung ging. 1930 fand das Museum in der Brehmstraße sein Domizil. Das Gebäude wurde 1943 zerstört, jedoch waren die größten Teile der Sammlung ausgelagert worden, und 1947 konnte das Museum im Zoobunker wieder eröffnet werden (29).

Pharmaziehistorische Realien, Bücher und Schriften

Für den Apotheker als Angehörigen eines traditionsbewussten Berufes stellen pharmaziehistorische Realien - Gegenstände der Apothekeneinrichtung, pharmazeutische Arbeitsmittel und alte Arzneimittel - ein inzwischen weit verbreitetes Sammelgebiet dar. Zu den ersten bedeutenden Vertretern zählt der Genfer Apotheker Burkhard Reber (1848 bis 1926). Reber, der bereits als Schüler leidenschaftlicher Sammler war, gelang es, eine der bedeutendsten pharmaziehistorischen Sammlungen zusammenzutragen, obwohl seine Aktivitäten zu jener Zeit teilweise noch auf Unverständnis stießen. 1893 veranstaltete er in Genf eine Ausstellung, in der Exponate seiner Sammlung gezeigt wurden, darunter 420 Apothekengefäße, 194 Apothekenflaschen, 37 Mörser, 140 Laborgerätschaften, Waagen, Gewichte, 74 alte Reise- und Familienapotheken, 500 Portraits, 196 ärztliche Verschreibungen aus dem 18. Jahrhundert, 755 alte Drogen - teilweise in Originalverpackung - und 800 wertvolle Bände aus seiner Bibliothek. Die Sammlung befindet sich heute im Schloss Nyon (30).

Ein wesentlicher Teil der Sammlung von Apothekengefäßen des Hallenser Apothekers Walter Heinrici (1868 bis 1946) kann heute im Deutschen Apotheken-Museum Heidelberg bewundert werden (31).

Die wohl "großartigste Kollektion von Apothekenaltertümern" besaß schließlich der Apotheker Jo (Joseph Dawson) Mayer (1870 bis 1940), die er - wie Wolfgang-Hagen Hein schrieb - "mit einem Blick für das qualitativ überragende Stück" zusammentrug. Mayer, der die Exponate in seinem Apothekerhaus in Wiesbaden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte, verkaufte sie 1932 an die Firma E. R. Squibb & Sons in den USA. Sie befindet sich heute in Washington. 1935 wurde Mayer gezwungen, seine Apotheke zu veräußern, fünf Jahre später wählte er - von der Gestapo bedroht - den Freitod (32).

1939 verkaufte der Berliner Apotheker Alfred Michaelis (1887 bis 1967) seine Sammlung, um seine Auswanderung zu finanzieren. Ein beträchtlicher Teil dieser "prächtigen Kollektion" befindet sich heute im Besitz der Firma Hoffmann-La Roche in Basel (33).

Die Sammlung des Apothekers Walter Dörr (1902 bis 1952), der seit seiner Praktikantenzeit alte Apothekengefäße zusammentrug, überdauerte durch umsichtige Auslagerung der Sammelobjekte in vierzehn schwäbische Apotheken den Krieg. In den Räumen der Apotheke Waldenbuch entstand ein einzigartiges Museum (34).

Kunst, Bücher und Diversa

Als Kunst- und Büchersammler machte sich der in Hamburg geborene Apotheker Eduard Geffcken (1801 bis 1866) einen Namen. Er wurde mit 23 Jahren Lübecker Bürger und erwarb im gleichen Jahr die Sonnen-Apotheke. 1861 übergab er der Stadtbibliothek Lübeck seine Bücher- und Portraitsammlung (35). Erwähnung verdient auch der Apotheker Ferdinand Schmidt (1909 bis 1981), der unter den schwierigen Bedingungen in der DDR eine einzigartige pharmaziehistorische Bücher- und Sonderdrucksammlung im mecklenburgischen Zarrentin aufbaute. Diese befindet sich seit 1996 in Greifswald (36).

Richard Doetsch-Benzinger (1877 bis 1958) hatte seine pharmazeutische Ausbildung in Krefeld begonnen und arbeitete danach in der Schweiz. Als Student der Pharmazie an der Universität Freiburg hörte er nebenher Vorlesungen zur Kunstgeschichte. Doetsch-Benzinger, der 1929 Inhaber eines bedeutenden pharmazeutischen Großhandelsunternehmens wurde, zählt zu den herausragenden Kunstsammlern. Seine Sammlung enthielt Werke von Lucas Cranach bis Picasso, Bilder von Kandinsky, Feininger und Klee, aber auch Dichterhandschriften, Erstausgaben und Exlibris. Doetsch-Benzinger vererbte seine Sammlung dem Basler Kunstmuseum; das Testament wurde indessen von seinen Erben angefochten, so dass nur ein Teil an das Museum ging (37).

Schließlich zählt auch der Hamburger Apotheker Kurt Otte (1902 bis 1983) zu den leidenschaftlichen Kunstsammlern. Otte, der die Apotheke am Fischmarkt in Hamburg besaß, rettete eine große Zahl von Zeichnungen des Künstlers und Dichters Alfred Kubin (1877 bis 1959) vor der Vernichtung. Dieses einmalige Kubin-Archiv befindet sich seit 1970 im Besitz der Stadt München, im Lenbach-Haus (38).

Ein eher ungewöhnliches Sammelgebiet hatte der in Mannheim geborene Wilhelm Löwenhaupt (1872 bis 1935), der 1914 die Adler-Apotheke in Offenburg erwarb. Löwenhaupt besaß eine einzigartige Puppenspiel-Literatursammlung, die etwa 700 Handschriften umfasste. Außerdem zählten 100 Figuren dazu. Nach seinem Tode konnte das Institut für Theaterwissenschaften der Universität Köln diese Sammlung erwerben (39).

Bemerkenswert ist, dass nicht wenige Apotheker Zeugnisse der Ur- und Frühgeschichte zusammentrugen. Ein beträchtlicher Teil der Sammlung des Apothekers und Vorgeschichtsforschers Hyronimus Edelmann (1853 bis 1922) befindet sich seit 1904 im Britischen Museum zu London (40). Apotheker Eugen Funck (1862 bis 1935) sammelte Altertümer aus römischer und fränkischer Zeit und errichtete ein Römisches Museum in Remagen (41). Auch der in Römhild in Thüringen lebende Carl Kade (1880 bis 1962) schuf mit seinen Ur- und Frühgeschichtlichen Exponaten den Grundstock für ein Museum in seiner Heimatstadt (42). Apotheker Ernst Keller (1883 bis 1969) aus Dermbach in der Rhön übereignete seine frühgeschichtliche Sammlung 1963 der Universität Jena (43).

Schließlich betätigten sich einige Apotheker als heimatkundliche Sammler, so Wilhelm Kohl (1848 bis 1898) in Weißenburg (44). Der in Essen geborene Wilhelm Grevel (1835 bis 1918), der dreißig Jahre lang die Adler-Apotheke in Steele leitete und als einer der reichsten Apotheker im Deutschen Reich galt, begründete mit seiner Sammlung von Urkunden, Büchern, Karten und Bildern die wissenschaftliche Abteilung der Essener Stadtbibliothek (45).

Apotheker Bernhard Kinne (1812 bis 1895) knüpfte mit seiner ethnographischen und missionsgeschichtlichen Sammlung, die vornehmlich Exponate von Herrenhuter Missionaren aus Übersee enthielt, an die Naturalienkabinette des 18. Jahrhunderts an. 1878 gründete er das Völkerkundemuseum Herrenhut (46).

Die einsame Leidenschaft

Alain Corbin (47) bezeichnet Sammeln als "einsame Freude des ‚Kabinetts'". Sammeln ist bis heute eine Tätigkeit, die in der Stille abläuft und der der Sammler zur eigenen Freude überwiegend allein nachgeht.

Die frühen dem Apothekerberuf angehörenden Sammler, die Naturalienkabinette anlegten, orientierten sich an adligen Vorbildern. Ihre Sammlungen entsprangen mithin dem Wunsch nach Prestige und zeugen vom wachsenden Selbstbewusstsein und Wohlstand ihrer Besitzer.

Viele Sammelgebiete ergaben sich aus der pharmazeutischen Tätigkeit und standen in Beziehung zum Warensortiment der Apotheke, wie dies schon die Naturalienkabinette des 17. und 18. Jahrhunderts demonstrierten. Noch die im 19. und 20. Jahrhundert von Apothekern angelegten Pflanzen-, Mineralien- und zoologischen Sammlungen weisen eine Parallelität zu den "Tria regna" auf. Die intensive Beschäftigung mit den Drogen der drei Reiche, die in der Phase der Disziplingenese der Pharmazie seit Ende des 18. Jahrhunderts verstärkt einsetzte, regte zum Sammeln an. Das Studium der Botanik, Zoologie und Mineralogie induzierte den Wunsch, die beschriebenen Drogen, die man zudem als Apotheker von Verfälschungen zu unterschieden hatte, selbst zu besitzen, um ihr Wesen im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Auf Grund seiner Ausbildung galt der Apotheker des 19. Jahrhunderts schlechthin als Kenner der Naturgeschichte. Man fragte ihn deshalb auch bei nicht offizinellen Pflanzen, Mineralien und Tieren um Rat. Der Apotheker war bemüht, seine wissenschaftlichen Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Seine Sammlungen, die häufig legendäre Berühmtheit erlangten, sollten der Gesellschaft die naturwissenschaftliche Kompetenz ihres Besitzers bezeugen.

Die Spezialisierung und explosive Entwicklung der Chemie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte dazu, dass nur noch wenige praktische Apotheker auf diesem Gebiet tätig waren. An die Stelle der experimentellen Forschung im Labor traten nun die beschreibenden Naturwissenschaften. Pharmazeuten als fachkundige Sammler verlegten ihre wissenschaftlichen Aktivitäten auf die Botanik, Zoologie und Gesteinskunde und leisteten auf diesen Gebieten Beträchtliches. Einige widmeten sich nach dem Verkauf ihrer Apotheke als Privatgelehrte ganz ihren Sammlungen (48).

Das Sammeln von Kunstgegenständen und Altertümern diente einerseits der Akkumulation symbolischer Werte. Insbesondere die pharmaziehistorischen Sammlungen sollten zugleich den Beleg für die Existenz und Bedeutung der Pharmazie als alte Wissenschaft liefern und den Apotheker sowie die Apotheke als Kulturträger exemplifizieren. Andererseits widerspiegeln die Kunstsammlungen sein Ansehen als Angehöriger des Bildungsbürgertums. Selbst in der schönen Literatur begegnet der sammelnde Apotheker: Philipp Kristeller in Wilhelm Raabes Novelle "Zum wilden Mann" sammelt Bilder und Portraits (49):
"Alle Arten und Formate in Kupferstich, Stahlstich, Lithographie und Holzschnitte, alle Gegenstände und Situationen im Himmel und in der Hölle, auf Erden, im Wasser, im Feuer und in der Luft, schwarz oder koloriert".

Der Apotheker als ortsgebundener Bürger einer Stadt war auf Grund seiner naturwissenschaftlichen Bildung der ideale Heimatforscher und -sammler, der sich mit gegenständlichen Quellen, aber auch mit der Entwicklung der Natur seiner engeren Heimat beschäftigte. Bereits Alfred Adlung und Georg Urdang hoben hervor, dass 1934 etwa 64 Prozent der deutschen Heimatmuseen ihre Entstehung und Förderung Apothekern verdankten (50). Zugleich war Sammeln - wie Corbin feststellt -ein Rückzug in den häuslichen Kosmos, bisweilen als Kompensation für reales oder vermeintliches Scheitern (51). Die Tragik mancher Apotheker, die nach Urdang darin bestand, dass sie nicht "ganz Kleinbürger" waren, sondern nach "Höherem strebten" (52), führte häufig zu Resignation und Rückzug in die eigene kleine Welt der Sammelobjekte.

Sammeln ist aber auch wie das Schreiben eines Tagebuches oder einer Autobiographie ein Versuch, die Vergänglichkeit zu bannen. Nicht wenigen Apothekern gelang es so, sich ein eigenes Denkmal zu errichten, das - wie das Löbbecke-Museum in Düsseldorf zeigt - bis heute an sie erinnert.

 

Anmerkungen und Literatur

  1. Urdang, G., Der Apotheker im Spiegel der Literatur. Berlin 1921, S. 4.
  2. Dilg, P., Apotheker als Sammler. In: Grote, A. (Hrsg.), Macrocosmos in Microcosmo. Die Welt in der Stube. Zur Geschichte des Sammelns 1450-1800. Obladen 1994 (Berliner Schriften zur Museumskunde, 10). Zahlreiche dem Apothekerberuf entstammende Sammler sind bei Hein, W.-H., Schwarz, H.-D. (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie. Stuttgart 1975 u. 1978 sowie zwei Ergänzungsbände 1986 u. 1997 aufgeführt.
  3. Schmitz, R., Bartels, K., Goßmann, H., Nürnberger Apotheker und Apotheken. Pharm. Ztg. 108 (1963) 1210.
  4. Seifert, A., Die Apotheker-Familie Linck in Leipzig und ihr Naturalien- und Kunstkabinett (1670-1840), Mittenwald o. J. [1937], S. 14-25.
  5. Ebenda, S. 35-39.
  6. Ebenda.
  7. Index Musaei Linckiani oder kurzes systematisches Verzeichniß der vohrnehmsten Stücke der Linckischen Naturaliensammlung zu Leipzig. 3 Teile, Leipzig 1783-1787.
  8. Ledermann, F., Bernouilli, Hieronymus. In: Ledermann, F. (Hrsg.), Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Schweizerischen Apothekervereins. Schweizer Apotheker-Biographie, Bern 1993, S. 42f.
  9. Schwarz, H.-D., Gueinzius, Wilhelm. In: Hein, W.-H., Schwarz, H.-D. (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie. Ergänzungsband. Stuttgart 1986, S. 162f.
  10. Hellmuth, H., Der Pharmazeut Oskar Brehm aus Unterrenthendorf. Pharm. Praxis 11 (1977) 249-251.
  11. Schwarz, H.-D., Hübner, Franz. In: Hein, W.-H., Schwarz, H.-D. (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie. Ergänzungsband. Stuttgart 1986, S. 207.
  12. o. A., Nekrolog. Dt. Apoth.-Ztg. 58 (1943) 182.
  13. Ehrhart stand auch mit Carl Wilhelm Scheele in brieflichem Kontakt. Zur Biographie vgl. Brachmann, W., Friedrich Ehrhart, der "Botanikus" von Herrenhausen. Pharm. Ztg. 90 (1954) 879-883.
  14. Vgl. dazu Roloff, E. A., Wilhelm Raabe im Banne der Pharmazie. In: Die Vorträge der Hauptversammlung der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie in Hamburg-Harburg vom 14. bis 17. Juni 1949, Eutin 1950; Kison, H.-U., Sacher, P., Ernst Hampe (1795-1880). Leben und Werk. In: Ernst Hampe, Flora Hercynica. Fotomechanischer Nachdruck der Originalausgabe von 1873 mit Kommentar, Quedlinburg 1873; Raabe, W., Zum wilden Mann, Stuttgart 1959, S. 21-23.
  15. Vasterling, P., Aus dem Leben zweier pharmazeutischer Botaniker. Professor Kützing, Nordhausen und Professor Haußknecht, Weimar. Pharm. Ztg. 101 (1956) 1125-1127.
  16. Müller, R. H., Zaunick, R. (Hrsg.), Friedrich Traugott Kützing 1807-1893. Aufzeichnungen und Erinnerungen, Leipzig 1960.
  17. Friedrich, Ch., Apotheke von innen gesehen. Eschborn 1995.
  18. Staberoh, H., Zur Biographie Lucae's. Arch. Pharm. 107 (1849) 209-223.
  19. Schwarz, H.-D., Zum 150. Geburtstag von Edo Claaßen. Dt. Apoth.-Ztg. 123 (1983) 2442.
  20. Vgl. dazu Räth, U., Zur Geschichte der Pharmazeutischen Mineralogie. Braunschweig 1970.
  21. Friedrich, Ch., Pharmazeuten rund um Goethe. Pharm. Ztg. 144 (1999) 3303-3311.
  22. Graepel, P.H., Carl August Blase (1793-1853). Familie - Leben - Werk. Ein Beitrag zu Geschichte der Privilegierten Apotheke in Gassen (Niederlausitz) und zu Rabenhorsts Flora Lusatica. Gladenbach 1986.
  23. o. A., Nekrolog. Süddtsch. Apotheker-Ztg. 68 (1928) 362.
  24. Gebhardt, L., Die Ornithologen Mitteleuropas. Gießen 1964, S. 22.
  25. Ebenda, S. 48.
  26. Ebenda, S. 330f.
  27. Ebenda, S. 56.
  28. Ebenda, S. 239.
  29. Zilch, A., Theodor Löbbecke in seiner Zeit. In: Jahresbericht des Löbbecke-Museums 1979, S. 31-46.
  30. Jaroschinsky, P., Burkhard Reber (1848-1926). Ein Vorläufer der schweizerischen Pharmaziegeschichte, Stuttgart 1988.
  31. Vgl. dazu Busek, S., Die historische Apotheke: das Deutsche Apotheken-Museum und andere pharmaziehistorische Sammlungen im deutschen Sprachgebiet. Eschborn 1997.
  32. Hein, W.-H., Jo Mayer: von einem pharmaziehistorischen Sammler und seiner Sammlung. Beitr. zur Geschichte der Pharmazie 32 (1980) 44-47.
  33. Hein, W.-H., Alfred Michaelis. Vom Weg eines pharmaziegeschichtlichen Sammlers und seiner Sammlung. Beitr. zur Geschichte der Pharmazie 29 (1977) 1-4.
  34. Gittner, H., Ein pharmaziegeschichtliches Sammlerleben. In memoriam Walter Dörr, Waldenbuch. In: Pharm. Ztg.- Nachrichten 88 (1952) 549f.
  35. Schwarz, H.-D., Geffcken, Eduard. In: Hein, W.-H., Schwarz, H.-D. (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie. Ergänzungsband. Stuttgart 1986, S. 146.
  36. Vgl. dazu Friedrich, Ch., Zur Geschichte der Pharmazeutischen Bibliothek von Ferdinand Schmidt, Zarrentin. In: o. A., 50 Jahre IfAP. Streiflichter aus der Geschichte der Pharmazie in Deutschland, Neugolm 1999, S. 27-30.
  37. Schwarz, H.-D., Doetsch-Benzinger, Richard. In: Ledermann, F. (Hrsg.), Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Schweizerischen Apothekervereins. Schweizer Apotheker-Biographie, Bern 1993, S. 92f.
  38. Schwarz, H.-D., Otte, Karl Adolf Eduard Kurt. In: Hein, W.-H., Schwarz, H.-D. (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie. Ergänzungsband. Stuttgart 1986, S. 342. Vgl. auch Frenzel, C. O., Das Kubin- Archiv von Dr. Kurt Otte. In: Das Johanneum. Hamburg Oktober 1968, N. F. H. 74, S. 48-50.
  39. Schwarz, H.-D., Zum 50. Todestag von Wilhelm Löwenhaupt. Dt. Apoth.-Ztg. 125 (1985) 256f.
  40. Wankmüller, A., Apotheker Hyronimus Edelmann (1853-1922). Vorgeschichtsforscher und Sammler. Beiträge zur Württembergischen Apothekengeschichte 12 (1979) 107-110.
  41. o. A., Eugen Funck †, In: Pharm. Ztg. 80 (1935) 193f.; Kleemann, K., Das Römische Museum Remagen, Köln 1994 (Rheinische Kunststätten, H. 401).
  42. Mitteilung des Thüringischen Landesamtes für Archäologische Denkmalspflege von 20. März 2001; Düker, E., Herzliche Glückwünsche zum 80. Geburtstag. Pharm. Praxis 15 (1960) 214f.
  43. Gräser, F., In memoriam Pharmazierat Ernst Keller. Pharm. Ztg. 114 (1969) 1348.
  44. Bartels, K., Gedenkmedaille zu Ehren des Limesforschers Apotheker Wilhelm Kohl aus Weißenburg. Dt. Apoth.-Ztg. 125 (1985) 1578.
  45. Zu Grevel vgl. Sellmann, W., Wilhelm Grevel. Gedanken an seinem 150. Geburtstag am 13. September 1985. In: Jahrbuch Essen 1988, S. 37-40. Zu Grevels Sammlung vgl. derselbe, Das Schicksal der Grevel-Sammlung. In: Jahrbuch Essen 1999, S. 53-57.
  46. Lüdtke, C., Kinne, Otto Bernhard. In: Hein, W.-H., Schwarz, H.-D. (Hrsg.), Deutsche Apotheker-Biographie. Ergänzungsband. Stuttgart 1986, S. 237.
  47. Corbin, A., Kulissen. In: Perrot, M. (Hrsg.), Geschichte des privaten Lebens. 4. Bd.: Von der Revolution zum Großen Krieg. Augsburg 1999, S. 509-512.
  48. Vgl. hierzu Friedrich, Ch., Familie Marsson: Apotheker als Privatgelehrte. Pharm. Ztg. 137 (1992) 4086-4091.
  49. Raabe, W. (wie Anm. 14), S. 7f.
  50. Adlung, A., Urdang, G., Geschichte der deutschen Pharmazie. Berlin 1935, S. 418.
  51. Wie Anm. 47.
  52. Urdang, G., Die Berufspsyche des Apothekers und ihre Spiegelung in der Literatur. Pharm. Ztg. 64 (1919) 890.

 

Bei diesem Beitrag handelt es sich um die erweiterte Fassung des Festvortrages anlässlich der Verleihung der Valentin-Medaille an Professor Dr. Dr. h.c. Hans Schadewaldt am 6. April 2001 in Düsseldorf.

 

Der Autor

Christoph Friedrich hat nach dem Pharmaziestudium und der Diplomarbeit Geschichtswissenschaften studiert und wurde mit einer pharmaziehistorischen Arbeit promoviert. 1987 habilitierte er sich für das Fach Geschichte der Pharmazie. 1990 erhielt er einen Lehrauftrag mit Promotionsrecht für Geschichte der Medizin an der Universität Greifswald und leitete im dortigen Institut für Pharmazie die Abteilung Geschichte der Pharmazie/Sozialpharmazie. Seit Oktober 2000 leitet er das Marburger Institut für Geschichte der Pharmazie. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Entwicklung der Pharmazie im 18., 19. und 20. Jahrhundert, Apothekerbriefwechsel, Arzneimittelgeschichte und pharmazeutische Kulturgeschichte.

 

Anschrift des Verfassers:
Professor Dr. Christoph Friedrich
Institut für Geschichte der Pharmazie
Philipps-Universität
Roter Graben 10
35032 Marburg/Lahn
E-Mail: Ch.Friedrich@mailer.uni-marburg.de

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