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Lidocainhydrochlorid anstatt Indometacin

21.09.1998
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Govi-Verlag

Lidocainhydrochlorid anstatt Indometacin

Anfang September dieses Jahres erhielt das ZL über die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker aus einer öffentlichen Apotheke eine Originalpackung zu 5 g Indometacin DAB 10, BP 93, USP 23 mit dem Prüfzertifikat des Herstellers.

In der Apotheke waren die Identitätsprüfungen nach Arzneibuch negativ ausgefallen. Bei der Prüfung im ZL konnte der Befund der Apotheke bestätigt werden. Aufgrund umfangreicher weiterer Untersuchungen unter Anwendung spektroskopischer Verfahren konnte die Substanz einwandfrei als Lidocainhydrochlorid identifiziert werden.

Dieses Ergebnis wurde umgehend an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker weitergeleitet, von wo aus sofort die erforderlichen Maßnahmen unter Einschaltung der zuständigen Überwachungsbehörde ergriffen wurden.

Dieser Fall verdeutlicht, wie wichtig entsprechende Untersuchungen in der Apotheke sind. Auch bei mitgelieferten Analysenzertifikaten des Herstellers sind die Identitätsprüfungen in der Apotheke unverzichtbar, damit entsprechend gravierende Fehler rechtzeitig entdeckt werden können. Die öffentliche Apotheke hat mit der eigenen Identitätsprüfung richtig und rechtzeitig gehandelt.

Beitrag des ZL Top

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