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Eichel zu Besuch bei Stada

08.09.1997  00:00 Uhr

-Wirtschaft & Handel

Govi-Verlag

Eichel zu Besuch bei Stada

"Wie können wir Ihnen helfen? Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, daß Sie hierbleiben", sagte der hessische Ministerpräsident Hans Eichel bei seinem Besuch der Stada Arzneimittel AG am 5. September in Bad Vilbel-Dortelweil. Doch sehr lang war die Wunschliste des Unternehmens nicht.

Das größte Problem, so Dr. Hans-Martin Schwarm, Bereichsleiter Qualitätssicherung und Pharmazeutische Entwicklung, sei die Dauer des Zulassungsverfahrens. Doch dafür seien ja nicht Länderbehörden, sondern das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte zuständig.

Die Landesregierung könne dem Unternehmen aber bei der Suche nach qualifizierten wissenschaftlichen Beratern zur Entwicklung neuer Konzepte helfen. Häufig sei es nötig, teure Beraterfirmen zu beauftragen, obwohl Universitäten das gleiche Know-how besitzen. Eichel sagte dem Unternehmen in diesem Punkt seine Unterstützung zu.

Die Stada-Vertreter führten den Ministerpräsidenten zunächst durch das Firmengebäude. Eichel besichtigte den Produktionsbereich sowie die Labors, in denen die Qualitätskontrollen stattfinden, und sprach dort mit den Mitarbeitern des Pharmaherstellers. Zufrieden äußerte sich das Unternehmen über seine wirtschaftliche Situation. Zur Zeit besetzt es Platz sieben der deutschen Pharmafirmen nach der Anzahl verkaufter Packungen. Bei den Generikaherstellern belegt Stada Rang vier. Für 1997 wird mit einem zweistelligen Umsatzwachstum gerechnet.

PZ-Artikel von Monika Noll, Bad Vilbel
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