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Biberach: Forschungskomplex eingeweiht

25.08.1997
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Biberach: Forschungskomplex eingeweiht

Boehringer Ingelheim hat in Anwesenheit von Bundesforschungsminister Dr. Jürgen Rüttgers am Standort des Tochterunternehmens Dr. Karl Thomae in Biberach an der Riss ein neues Forschungsgebäude für Pharmakologie und Pharmakokinetik eingeweiht.

Der Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von über 6000 Quadratmetern auf sechs Geschoßebenen entstand in 18 Monaten Bauzeit und ist mit großzügig dimensionierten Laboratorien und modernen Technologien (Flüssigchromatographie/Tandem-Massenspektrometrie, in vitro-Techniken, Laborroboter, Laborinformations- und Datenbanksystemen) ausgestattet. In ihm finden rund 100 Mitarbeiter der Abteilung Pharmakokinetik und Metabolismus einen Arbeitsplatz. Das Investitionsvolumen beträgt 33 Millionen DM.

15 Laboratorien stehen speziell für die Bioanalytik sowie Pharmakokinetik und 18 weitere Laboratorien der kardiovaskulären und onkologischen Forschung zur Verfügung. Hinzu kommen zahlreiche Funktions- und Nebenräume, wie Zellkultur, Kühllabor, Zentrifugenraum, Probenvorbereitungsraum und ELISA-Roboterraum. Integriert wurden auch das neu konzipierte Radiosyntheselabor mitsamt den vom Strahlenschutz vorgeschriebenen Sondereinrichtungen. Ökologische Akzente sind laut Boehringer Ingelheim bei der Realisierung des Projekts nicht außer acht gelassen worden: Dies verdeutliche auch eine Solaranlage auf dem Dach.

Wie der stellvertretende Sprecher der Unternehmensleitung, Professor Rolf Krebs, bei der Einweihung am 22. August 1997 ausführte, verfolgt der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim mit seiner Pharmaforschungs- und Entwicklungsstrategie ehrgeizige Ziele. Bis zum Jahr 2001 wolle er mit der Entwicklung von Substanzen mit deutlichem therapeutischem Fortschritt den Pharmaumsatz auf 10 Milliarden DM verdoppeln. Hierzu sollen kürzere Entwicklungszeiten und die Konzentration auf die Hauptgebiete Herz/Kreislauf, Atemwege, Zentrales Nervensystem, Onkologie, Virologie und Immunologie mit beitragen. Ziel des Unternehmens sei es auch, einen pharmaökonomischen Beitrag zu leisten, indem Therapiekosten optimiert und Folgekosten für die Gesellschaft vermieden werden.

Artikel von der PZ-Redaktion
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