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Rückerstattung bei AOK Berlin und Hamburg

18.08.1997  00:00 Uhr

-Politik

Govi-Verlag

Rückerstattung bei AOK Berlin und Hamburg

Im Rahmen einer Erprobungsregelung haben die Selbstverwaltungen der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) in Berlin und Hamburg die Einführung der Beitragsrückerstattung beschlossen. In einer Pressemitteilung vom 7. August heißt es dazu, daß alle AOK-Kunden von der Erstattung profitieren können, sofern sie und ihre mitversicherten Angehörigen in einem Kalenderjahr Leistungen sparsam in Anspruch nehmen.

Im Folgejahr könne dann maximal ein voller Monatsbeitrag, bis zu 870 DM, erstattet werden. Der entsprechende Beschluß sei in Hamburg bereits im vergangenen Jahr gefaßt worden. Kosten für alle Früherkennungs- und Check-up-Untersuchungen, für die Kontrolle beim Zahnarzt, für Mutterschaftsleistungen sowie für alle Leistungen an Minderjährigen würden bei der Berechnung des Erstattungsbetrages nicht abgezogen.

In der Presseinformation aus Hamburg heißt es weiterhin, die Beitragsrückerstattung unterstütze das Prinzip der solidarischen Krankenversicherung. Nur wenn die Mischung der Versicherten stimme und Anreize zum Bleiben in der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen würden, werde das Prinzip der Solidarität dauerhaft gesichert.

Gerd Nachtigal, Verwaltungsratsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, wies die Vorwürfe aus den Reihen der Ersatzkassen zurück, Beitragsrückerstattungen würden aus den Mitteln des Risikostrukturausgleichs mitfinanziert. Der Strukturausgleich gleiche lediglich die Unterschiede in den Grundlöhnen, der Anzahl der beitragsfrei versicherten Familienangehörigen und der Altersstruktur aus, betonte Nachtigall.

Artikel von der PZ-RedaktionTop

 

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