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Biotest: Weitere Steigerung für 1997 erwartet

04.08.1997
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-Wirtschaft & Handel

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Biotest: Weitere Steigerung für 1997 erwartet

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 1996 blickte Dr. Dieter Merz, Vorstandsvorsitzender der Biotest AG, Dreieich, auf der Hauptversammlung zurück. Vor allem der Auslandsumsatz im Bereich Pharma konnte deutlich verbessert werden. Für 1997 erwartet Biotest einen weiteren Anstieg von Umsatz und Ergebnis.

Der Konzernumsatz wurde 1996 gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent auf 341 Millionen DM gesteigert. Dabei wuchs der Bereich Pharma um 16,5 Prozent auf 225 Millionen DM, während der Bereich Diagnostik nur um 1,1 Prozent auf 116 Millionen DM zunahm. Besonders im Ausland stiegen die Umsätze stark an, nämlich um 16,8 Prozent auf 200,5 Millionen DM. Auch das Ergebnis fiel 1996 höher aus als im Vorjahr. Es wuchs um 10 Prozent auf 12,1 Millionen DM. Das Ergebnis vor Steuern lag sogar um 45 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

1996 hatte Biotest ein Investitionsvolumen von 42,8 Millionen DM, der Brutto-Cash-Flow betrug 30,1 Millionen DM. Angesichts der positiven Entwicklung erhöhte das Unternehmen die Dividende um 0,20 DM je Aktiennennbetrag von 5 DM. Die Aktionäre erhalten jetzt eine Dividende von 1DM für die Vorzugsaktien und 0,90DM für die Stammaktien.

Ende 1996 waren im Konzern 1033 Mitarbeiter beschäftigt, gegenüber 1018 zum Vorjahresende. Während im Inland die Zahl der Beschäftigten anstieg, nahm sie im Ausland leicht ab.

Mit 32,2 Millionen DM lag der Aufwand für Forschung und Entwicklung 1996 leicht unter dem des Vorjahres. Schwerpunkt im Bereich Pharma ist bei Biotest die Gewinnung neuer Komponenten aus menschlichem Plasma sowie die Verbesserung von Qualität und Sicherheit der bestehenden Produktgruppen. Zu den Forschungs- beziehungsweise Entwicklungsarbeiten gehört eine neue Generation von säulenchromatographisch gereinigten Immunglobulinen sowie ein IgM- Konzentrat. Einen weiteren Schwerpunkt bilden biotechnisch hergestellte monoklonale Antikörper wie das Leukotac und das monoklonale Anti-D.

Die Zulassungsverfahren für die neue Generation der Immunglobuline und des Anti-Thymozyten-Globulins (ATG) sind wegen einer Überschreitung der Fristen seitens der Zulassungsbehörde noch nicht abgeschlossen. Die Arbeiten an einem neuen Antikörperpräparat mit einem hohen Anteil an IgM-Antikörpern wurden in 1996 weitergeführt. In diesem Jahr sollen die ersten klinischen Erprobungen zur Phase 1 beginnen. Auch die Arbeiten für den monoklonalen Antikörper-Cocktail BT 571 (Anti-D) zur Rhesusprophylaxe wurden 1996 weitergeführt. Die ersten Erprobungen zur Sicherheit und Pharmakokinetik konnten abgeschlossen werden.

Im ersten Quartal 1997 hat Biotest die Beteiligung an Diaclone in Besançon/Frankreich um 66 Prozent aufgestockt und die Firma zu 100 Prozent übernommen. Diaclone soll in Zukunft Zentrum der Grundlagenforschung für die therapeutische und diagnostische Anwendung monoklonaler Antikörper sein.

Artikel von der PZ-Redaktion
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