Pharmazeutische Zeitung online

ABDA lobt Klarstellung zur Zuzahlung

28.07.1997
Datenschutz bei der PZ

-Politik

Govi-Verlag

ABDA lobt Klarstellung zur Zuzahlung

"Hiermit ist eine Darstellung geschehen, die dazu beiträgt, Verunsicherung abzubauen." Mit diesen Worten kommentierte Hans-Günter Friese, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer, daß in diesem Jahr die gesetzliche Zuzahlung auf Arzneimittel nicht mehr erhöht werden soll.

Nach dem 1. Neuordnungsgesetz für die Gesetzliche Krankenversicherung soll zukünftig die Zuzahlung der Versicherten nochmals steigen, wenn die Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen, und zwar um 1 DM je 0, 1 Prozentpunkt Beitragssatzerhöhung. Erhöht eine Krankenkasse ihre Beiträge beispielsweise um 0,5 Prozentpunkte, müssen deren Versicherte demnach 5 DM mehr zuzahlen.

Politischer Hintergrund dieser neuen Regelung war der Wille, ein Instrument zu schaffen, das die Kassen zu verstärkten Einsparbemühungen motiviert. Ausgenommen hiervon sind allerdings die Krankenkassen, die ihre Beiträge nur deshalb erhöhen mußten, weil sie höhere Zahlungen zum Risikostrukturausgleich leisten mußten. Dieser dient dazu, die Kostenunterschiede zwischen den Kassen, die durch unterschiedliche Versichertenstrukturen entstehen, zu mildern. Da aber erst am Jahresende festgestellt werden kann, ob eine Kasse tatsächlich mehr in den Risikostrukturausgleich zahlt, hat Bundesgesundheitsminister Seehofer jetzt klargestellt, daß die Entscheidung über eine Erhöhung der Zuzahlung ebenfalls erst dann erfolgen kann.

"Die Spekulationen, die gerade in den letzten Wochen und Monaten aufgekommen sind, haben zu erheblichen Verunsicherungen bei den Patienten und damit auch zu Diskussionen in den Apotheken geführt", meinte Friese. Unabhängig davon, wie man zu der Zuzahlungserhöhung stehe, sei daher die Darstellung des Ministers begrüßenswert.

Artikel von der PZ-Redaktion
Top

 

© 1997 GOVI-Verlag
E-Mail:
redaktion@govi.de

Mehr von Avoxa