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28.07.1997
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28.07. Verantwortliche bei Mobbing hilflos
Beim Mobbing, der Schikane gegenüber Mitarbeitern im Betrieb, sind Vorgesetzte oft hilflos. Obwohl das systematische Fertigmachen längst ein offen diskutiertes Thema ist, gibt es kaum dauerhafte Maßnahmen zur Verhinderung von Mobbing. Darauf haben am Montag in Düsseldorf Arbeitsmediziner im Vorfeld der Fachmesse „Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin" hingewiesen. Sinnvolle Hilfe bei diesen häßlichen Zwischenfällen im Betrieb erfordere langfristige Planung und Beratung von Fachleuten. Die Folgen des Mobbing reichen nach Erkenntnissen der Mediziner von Eß- und Schlafstörungen bis zu dauerhaften seelischen Beeinträchtigungen und generellem körperlichen Umwohlsein. Das Ergebnis sei in extremen Fällen eine dauernde Arbeitsunfähigkeit, Der dadurch entstehende Schaden könne sogar die Existenz eines ganzen Betriebes gefährden.

27.07. Britische Forscher peppen Sperma auf
Britische Forscher arbeiten an einer Methode, die Potenz von Spermien zu verstärken und damit unfruchtbaren Paaren zu helfen. Eine Verbesserung im chemischen Gleichgewicht der Samenflüssigkeit soll die Lebensfähigkeit und Durchsetzungskraft der männlichen Keimzelle erhöhen, berichtete die "Sunday
Times" in London. Laut dem wissenschaftlichen Leiter des Projekts, Professor Lynn Fraser vom King's College in London, soll das Forschungsergebnis zunächst in der künstlichen Befruchtung erprobt werden. Kern des Projekts ist den Angaben zufolge der Ansatz an dem befruchtungsfördernden Peptid in der Samenflüssigkeit. Eine darin enthaltene Kombination von drei Proteinsegmenten könne dahingehend korrigiert werden, das Spermium zu stärken. Vorstellbar sei eine Kommerzialisierung der Technologie als Hilfe für unfruchtbare Paare.

26.07. Aids-Prävention in Deutschland vorbildlich
Zehn Jahre nach Beginn der Aids-Aufklärungskampagnen in Deutschland hat die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung eine positive Bilanz gezogen. Weit über 90 Prozent der Bevölkerung wüßten einer repräsentativen Untersuchung zufolge über Aids, Ansteckungswege und Schutzmöglichkeiten Bescheid, sagte die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott, am Samstag im Saarländischen Rundfunk. Auch das Schutzverhalten sei kontinuierlich angestiegen: Inzwischen schützten sich in Risikosituationen weit über 60 Prozent der Bevölkerung. Der Erfolg der Aids-Prävention lasse sich auch daran erkennen, daß die Zahl der jährlich neu Infizierten in Deutschland auf derzeit rund 2.000 Fälle zurückgegangen sei. Pott warnte allerdings vor falschen Hoffnungen bei der Bekämpfung der Aids-Seuche. Es bestehe die "große Gefahr", daß aufgrund von Meldungen über wirksame Behandlungsmöglichkeiten manche Menschen denken, daß ihnen bis zum Zeitpunkt einer möglichen Ansteckung ein Heilmittel zur Verfügung stünde. "Diese Hoffnung ist natürlich außerordentlich trügerisch und gefährlich", betonte Pott.

25.07. Hypertoniker unterschätzen ihre Krankheit
Nur jeder dritte Bluthochdruckpatient ist zu einer konsequenten Behandlung bereit. Über die Hälfte aller Erkrankten nehme die Krankheit nicht ernst, sagt Professor Dr. Günter Stein, ärztlicher Direktor der Jenaer Universitätsklinik. Dabei stürben an den Folgen von Bluthochdruck mehr Menschen als an Krebs und Tuberkulose zusammengenommen. In den meisten Fällen fehle ihnen der Leidensdruck. Weitere 30 Prozent bemerkten die Krankheit gar nicht, da sie in den ersten Jahren symptomfrei verlaufe. Lediglich für fünf Prozent der Hochdruckerkrankungen sei eine Ursache bekannt wie etwa Nierenschäden oder Hormonstörungen. Bei etwa 80 Prozent der Fälle werde eine Kombination von genetischen Faktoren und äußeren Einflüssen vermutet. Dazu gehörten mangelhafte Streßbewältigung, zu wenig Bewegung, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen. Zur Zeit habe etwa jeder fünfte Erwachsene zu hohen Blutdruck.

25.07. Fliegen übertragen H. Pylori
Bei der Übertragung des Bakteriums Helicobacter Pylori scheint die gewöhnliche Hausfliege als Zwischenwirt eine Rolle zu spielen. Auf ihrem Körper und im Verdauungstrakt beherbergen die Insekten die Bakterien, die ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Dünndarm- und Magenkrebs sind. Das stellten Peter Grübel und Kollegen vom St. Elizabeth's Medical Center in Boston (US-Staat Massachusetts) in einer Studie mit Hausfliegen fest (Journal of Clinical Microbiology 35, 1997, 5. 1300). Wie die Ärztezeitung am Freitag berichtet, werden Menschen vermutlich durch die Exkremente der Fliegen mit dem Erreger angesteckt. Obwohl das Bakterium im Stuhl der Patienten nachgewiesen werden konnte, war bislang kaum etwas über die Infektionswege bekannt.

25.07. Herz-Kreislauf bleibt Todesursache Nummer 1
Fast jeder zweite Deutsche stirbt an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Nach dem vorläufigen Ergebnis einer Erhebung des statistischen Bundesamtes wurden 1996 von 883.000 Sterbefällen in der Bundesrepublik 424.000 durch Herzkreislauferkrankungen ausgelöst. Allein 85.000 Menschen starben an einem akuten Herzinfarkt. Auf Platz zwei der Statistik liegen mit 212.200 Fällen die Krebserkrankungen, das waren 0,3 Prozent weniger als 1995. Während die Zahl der Lungenkrebstoten mit 36.600 um 1,3 Prozent abnahm, stieg die Zahl der Frauen, die an Brustkrebs starben, um 0,8 Prozent auf 18.800 an. Weitere häufige Todesursachen waren Krankheiten der Atmungsorgane (53.600, -0,5 Prozent) und Erkrankungen des Verdauungstraktes (41.800 Sterbefälle, -0,2 Prozent). Mit 38.500 nahm die Zahl der nichtnatürlichen Todesursachen, dazu zählen auch Unfälle und Vergiftungen, um 2,3 Prozent ab. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der Suizide. Im vergangenen Jahr schieden 12.200 Menschen freiwillig aus dem Leben, 5,3 Prozent weniger als 1995.

24.07 MGDA: Terrain der Apotheken sichern
Unter dem Motto "Gesundheit aus der Apotheke - Sicherheit durch Beratung" wollen die deutschen Apotheker Discountern Paroli bieten und die Verbraucher stärker an sich binden. Die Marketing-Gesellschaft Deutscher Apotheker (MGDA), ein Tochterunternehmen des Deutschen Apothekerverbands (DAV), will mit ihrem neuen Konzept die Attraktivität der Apotheke durch Herausstellung der Beratungskompetenz und durch Verstärkung des Dienstleistungsangebots für den Kunden steigern. DAV-Vorsitzender Hermann Stefan Keller bezog eindeutig Stellung gegen die "Verramschung" von freiverkäuflichen, nicht apothekenpflichtigen Arzneimitteln in Discount- oder Lebensmittelketten. Das Hauptargument dagegen sei die fehlende Beratung für den Verbraucher, die auch mit Gesundheitsrisiken einhergehen könne, sagte er Keller einer Pressekonferenz der MGDA in Eschborn. Fest stehe, daß die Apothekerschaft sich in Zukunft intensiver um den Selbstmedikationsmarkt kümmern muß. Dazu sei unter anderem ein Umdenken in der Präsentation nötig.

23.07. Heroinersatz in den USA erfolgreich
In den USA hat sich bei der Behandlung von entzugswilligen Heroinabhängigen eine Alternative zu Methadon bewährt. Der Vorteil der Substanz Levomethadylacetat-Hydrochlorid (LAAM): Sie wirkt, einer US-Studie zufolge, länger als Methadon. Die Süchtigen müssen nicht täglich, sondern nur dreimal pro Woche zum Einnahme-Appell beim Arzt antreten. US-Forscher stellten fest, daß der Heroin-Konsum, abhängig von der Dosis, durch LAAM erheblich sinkt. Die Studie, die an der Johns Hopkins University Medical School in Balimore durchgeführt wurde, untersuchte an 180 Heroinabhängigen, wie sich unterschiedlich hohe LAAM-Dosen auf den Entzug auswirken. Alle Drogenabhängigen hatten angegeben, an durchschnittlich 29 von 30 Tagen Heroin zu spritzen. Am deutlichsten war der LAAM-Effekt in der Hochdosis-Gruppe. Hier griffen die Süchtigen nach 16 Wochen Behandlung im Durchschnitt nur noch an 2,5 von 30 Tagen zu Heroin. In der mittleren Gruppe passierte dies etwa an vier, bei der niedrig dosierten Klientel an 6,3 von 30 Tagen. LAAM ist als Heroin-Ersatzdroge in den USA seit 1993 erlaubt. In Deutschland darf es nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Zeit noch nicht verschrieben werden. Es sei jedoch vorgesehen, die Substanz zuzulassen, so eine Sprecherin der deutschen Behörde. Der Zeitpunkt sei allerdings noch offen.

23.07. Asta Medica setzt bei Krebs auf Biotechnik
Die Degussa-Tochter Asta Medica AG und die FrankGen Biotechnologie AG haben in Frankfurt die MainGen Biotechnologie GmbH gegründet. „Onkologie ist der angestammte Bereich von Asta Medica. Tumorforschung ohne Gentechnologie ist in Zukunft nicht mehr möglich", sagte Professor Dr. Axel Kleemann, Vorstandsmitglied der Asta Medica AG, auf einer Pressekonferenz. Um auch weiterhin den Fuß in der Türspalte zu haben, habe man die MainGen Biotechnologie GmbH mit Sitz in Frankfurt gegründet. MainGen wird Produkte zur somatischen Zell- und Gentherapie und der genetischen Diagnostik entwickeln und vertreiben. Bei dem neugegründeten Unternehmen handelt es sich um ein Joint-venture, bei dem die beiden Gründerfirmen zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Asta Medica hat sich zunächst für 5 Jahre verpflichtet, sämtliche Betriebsmittel zu stellen. Die Stammeinlage von MainGen beträgt 100 000 DM. Die neue Firma wird ihren Sitz in den Betriebsräumen der Asta Medica haben. Die erst im Oktober 1996 von Wissenschaftlern und Medizinern gegründete FrankGen stellt ihr wissenschaftliches Know-how und ihre Verwertungsrechte auf dem Gebiet der somatischen Zell- und Gentherapie und der biomedizinischen Grundlagenforschung zur Verfügung. Wichtigste Arbeitsgebiete der MainGen liegen in der Gewinnung von Blutstammzellen, die Krebskranken nach Hochdosistherapie transplantiert werden, in der Erarbeitung von Verfahren zur Vermehrung von Blutstammzellen in Kultur und in der Entwicklung einer neuen Generation retroviraler Genvektoren für die somatische Gentherapie.

21.07. Schweizer Pharmafirmen Exportweltmeister
Die Pharmaindustrie der Schweiz hat 1996 weltweit am meisten exportiert. Wie der Branchendienst Pharma-Information am Montag in Zürich mitteilte, seien die Exporte im vergangenen Jahr von 12,4 Milliarden auf 14,2 Milliarden Franken (rund 17 Milliarden DM) gestiegen. Die Importe erhöhten sich von vier Milliarden auf 4,6 Milliarden Franken. Insgesamt liegt den Angaben zufolge die Schweiz mit einem Exportüberschuß von 9,6 Milliarden Franken weltweit an der Spitze, schreibt der Informationsdienst. Die Pharmaausfuhren machen 14 Prozent des gesamten Exportvolumens des Landes aus.

21.07. Seehofer hält an Zuzahlungsplänen fest
Das Gesundheitsministerium hat Berichte über eine Änderung an dem seit dem 1. Juli geltenden Gesundheitsreformgesetz dementiert. Es sei nicht geplant, einzelne Bestimmungen außer Kraft zu setzen, erklärte eine Sprecherin am Sonntag in Bonn. Das Ministerium reagierte damit auf einen Bericht der "Welt am Sonntag", wonach Ressortchef Horst Seehofer (CSU) Pläne fallen gelassen habe, noch in diesem Jahr von Kassenpatienten erhöhte Zuzahlungen zu verlangen, wenn die Krankenkassen ihre Beiträge anheben. Laut Gesetz muß die Selbstbeteiligung für alle Versicherten weiter steigen, deren Kassen den Beitragssatz erhöht. Als Ausnahme ist vorgesehen, daß die Zuzahlungen nicht steigen, wenn eine Kasse nur deshalb ihre Beiträge erhöht, weil sie mehr Geld in den Risikostrukturausgleich (RSA) einzahlen muß. Da Zahlen zum RSA aber erst im kommenden Frühjahr vorliegen, lasse es sich dann erst sagen, auf welche Kassen diese Regelung konkret zutreffe, Die Aufsichtsbehörden der Kassen hätten deshalb vor einer Anwendung dieses Paragraphen gewarnt und Seehofer mit einer Welle von Gerichtsverfahren gedroht.

20.07. Parkinson: COMT-Hemmer vor Einführung
Mit dem kurz vor der Zulassung stehenden COMT (Catechol-O-Methyltransferase)-Hemmer Tolcapon soll in Kürze ein pharmakologisch neues Wirkprinzip die Therapie das Morbus Parkinson erweitern. Tolcapon, das sowohl den Abbau von Levodopa zu 3-O-Methyldopa als auch den von Dopamin katalysiert, reduziert die sogenannten Off-Zeiten (Phasen eingeschränkter Bewegung) von Parkinsonpatienten signifikant und senkt ihren Bedarf an dem Standard-Parkinsontherapeutikum L-Dopa. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere große klinische Studien mit dem aus der Hoffmann-La Roche-Forschung stammenden Wirkstoff. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei dreimal 100 oder dreimal 200 mg und kann ohne langsame individuelle Auftitration verabreicht werden; vorgesehener Handelsname ist Tasmar. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß Tolcapon die menschliche COMT schnell und zuverlässig hemmt. Der Wirkeintritt erfolge ohne Verzögerung, der therapeutische Effekt bleibt auch in der Langzeitanwendung gleichmäßig erhalten, so Hoffmann-La Roche. Die relative Bioverfügbarkeit von L-Dopa werde bei gleichzeitiger Gabe von Tolcapon ohne Beeinflussung der Maximalkonzentration erhöht, was eine gleichmäßige L-Dopa-Zufuhr in das Gehirn bewirke. Der positive Effekt des COMT-Hemmers sei dabei unabhängig von der Dosis und galenischen Formulierung der L-Dopa-Präparation.

18.07. Weng wird 1998 BPI-Hauptgeschäftsführer
Dr. Wolfgang Weng, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag und haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion wird am 1. Juli 1998 Nachfolger von Professor Dr. Hans Rüdiger Vogel als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Weng hatte vergangene Woche angekündigt, daß er 1998 nicht mehr für den Bundestag kandidieren und damit aus dem Parlament ausscheiden wird. Die Nachfolge wurde auf Wunsch von Professor Vogel frühzeitig geregelt, um die Kontinuität in der Verbandsgeschäftsführung zu gewährleisten, teilte der BPI mit. Dr. Wolfgang Weng ist promovierter Apotheker und stammt aus Gerlingen in Baden-Würtemberg.

17.07. Wissenschaftler lösen Fragen zu Krebsprotein
Deutsche Wissenschaftler sind der Funktionsweise des „Krebsproteins" Ras auf die Spur gekommen. Rund ein Drittel aller menschlicher Tumore enthalten mutierte Formen der Proteinfamilie Ras, die wie molekulare Schalter für das Wachstum und die Differenzierung von Zellen verantwortlich sind. Nach mehrjährigen Untersuchungen haben Forscher der Max-Planck-Institute für Molekulare Physiologie (Dortmund) und für medizinische Forschung (Heidelberg) diese Schaltstruktur zwischen dem Ras-Protein und dem GAP-Protein gefunden. Ras-Proteine wirken als molekulare Schalter. Im angeschalteten Zustand veranlassen sie die Zellteilung. Beim Abschalten wird ein an das Ras gebundenes GTP-Molekül gespalten. Dieser Vorgang wird durch ein aktivierendes Protein (GAP) enorm beschleunigt und trägt nach Angaben der Wissenschaftler dazu bei, daß die Zellteilung kontrolliert abläuft. Mutierte Ras dagegen sind ständig angeschaltet und können so zu unkontrollierter Zellteilung und damit zu Krebs führen.

17.07. VFA: Orphan-Drug-Forschung unterstützen
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) fordert bessere Rahmenbedingungen bei der Entwicklung von Arzneimittteln für die Behandlung seltener Krankheiten (Orphan Drugs). Auf einer Pressekonferenz ihres Verbandes wünschte sich VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer eine stärkere Unterstützung durch die deutschen und europäischen Behörden. Denn in den meisten Fällen sei die Entwicklung von Orphan Drugs für die Unternehmen nicht profitabel, es bestünden wenig Chancen, durch den Verkauf die F&E-Kosten wieder einzuspielen. In den USA habe ein Orphan-Drug-Gesetz seit 1983 bei 550 seltenen Erkrankungen zu neuen Medikamenten geführt. Zur Förderung der Forschung sollte deshalb ein an die europäische Zulassungsbehörde angegliedertes Komitee zur Erteilung des Orphan-Drug-Status eingerichtet werden. Um die Kosten zu senken, sollte die Industrie die Möglichkeit haben, bei klinischen Prüfungen die Probandenzahl zu reduzieren, so Yzer weiter. Außerdem wünscht sich der VFA ein schnelleres und gebührenfreies Zulassungsverfahren und ein exklusives Vermarktungsrecht für die jeweilige Indikation über zehn Jahre.

16.07. Boehringer Ingelheim investiert in Biberach
Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim investiert am Standort seiner Tochtergesellschaft Thomae in Biberach 38 Millionen DM. Es seien zwei Labortrakte sowie Büroflügel geplant, die im Frühjahr 1999 von der Abteilung Analytik und chemische Entwicklung bezogen werden sollen, teilte Böhringer Ingelheim am Mittwoch mit. Der Unternehmensverband will seine Pharmaforschungs- und -entwicklungsaktivitäten in Biberach konzentrieren. Die Neubauten mit einer Nutzfläche von rund 6 100 Quadratmeter sind für rund 140 Mitarbeiter ausgelegt. Für den Ausbau von Thomae als Kernstandort für Forschung und Entwicklung sei dies der dritte Baustein. Zwei von insgesamt neun geplanten Ausbaustufen seien bereits verwirklicht. Die Investitionen in Biberach haben insgesamt ein Volumen von über 150 Millionen DM. Im jetzt beschlossenen Bauprojekt sollen entwicklungsanalytische Arbeiten für Pharmawirkstoffe und Zubereitungen sowie für die Strukturaufklärung bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten durchgeführt werden sowie Syntheseverfahren erarbeitet werden.Top

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