Pharmazeutische Zeitung online

Frischzellen

28.07.1997
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-Editorial

Govi-Verlag

Frischzellen

von Dr. Herbert Gebler,
Präsident der Apothekerkammer Niedersachsen
und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Weiterbildung
der Bundesapothekerkammer

In Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen werde ich häufig mit der Meinung konfrontiert, in den Berufsorganisationen - und besonders bei der ABDA - herrschten verkrustete und überalterte Gremienstrukturen vor. Daß dies überwiegend nicht der Realität entspricht, hat der Vorstand der Bundesapothekerkammer mit kürzlich ausgesprochenen Berufungen auf höchster Bundesebene erneut unter Beweis gestellt.

In die sechs Fachkommissionen der Weiterbildung wurden elf junge Apothekerinnen und Apotheker neu berufen, die selbst eine reguläre Weiterbildung absolviert haben. Alle sind - bis auf eine Ausnahme - unter 40 Jahre, die meisten sogar unter 35 Jahre alt. In zwei Fachkommissionen ist auch der Vorsitzende ein junger Kollege. Die Bundesapothekerkammer möchte sich auf diese Weise das aus der eigenen Erfahrung mit der Weiterbildung gewonnene Know-how und die Ideen des Berufsnachwuchses zunutze machen. Eine entsprechende Anzahl älterer Mitglieder war zuvor ausgeschieden, so daß sich die Gesamtzahl der Mitglieder nicht erhöht hat.

Die genannten Gremien bestehen aus jeweils fünf bis sieben Experten des jeweiligen Weiterbildungsgebiets. Durch die nachgerückten fünf Frauen und sechs Männer ergibt sich nun ein ausgewogener Mix von jung und alt, von Apothekerinnen und Apothekern. 30 Prozent der Mitglieder sind jetzt junge Leute - eine Quote, die sonst wohl nur in wenigen Gremien der Politik erreicht wird.

Die Fachkommissionen der Bundesapothekerkammer leisten weitgehend unbemerkt von der Berufsöffentlichkeit seit 1992 ergebnisorientierte Arbeit. Sie haben in sechs Fachgebieten der Weiterbildung Richtlinienempfehlungen zur Durchführung der Weiterbildung in den Seminaren und an den Weiterbildungsstätten erarbeitet. Derzeit sind Stoff- und Prüfungskataloge in Arbeit oder teilweise schon fertig, desgleichen Hinweise zu den Anforderungen, die eine Einrichtung erfüllen muß, wenn sie als Weiterbildungsstätte zugelassen werden will.

Der Vorarbeit auf Bundesebene folgt nun zunehmend die Umsetzung auf Landesebene. Die Fachkommissionen und die Weiterbildungsakademie der Bundesapothekerkammer werden die Landesapothekerkammern darin weiter tatkräftig unterstützen. Top

 

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