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Schon bei der Geburt Blut spenden

20.07.1998  00:00 Uhr

-Medizin

Govi-Verlag

Schon bei der Geburt Blut spenden

Eltern können ab sofort Blut aus der Nabelschnur ihres Kindes einlagern lassen. Das Leipziger Unternehmen Vita 34 bewahrt die Proben für 30 DM pro Monat in einer Zellenbank auf. Der Transport von der Klinik zur Bank kostet zusätzlich 220 DM.

Erkranken die Kinder später an Krebs, könne das eigene Blut mit den Stammzellen für eine Therapie genutzt und damit die Heilungschancen vergrößert werden, so der Geschäftsführer des Unternehmens. Knochenmarktransplantationen seien dann überflüssig. Auch Unverträglichen auf fremdes Mark und Abstoßreaktionen treten nicht mehr auf.

Stammzellen sind für die Bildung des Zell- und Immunsystems verantwortlich. Durch eine hochdosierte Chemotherapie werden neben Krebszellen auch die Stammzellen zerstört. Injizieren Mediziner nach der Therapie die konservierten Stammzellen, kann das Zell- und Immunsystem leichter wieder aufgebaut werden.

Das Nabelschnurblut wird in flüssigem Stickstoff bei minus 140 Grad Celsius gelagert. Seit Oktober 1997 wurden bereits 500 Proben konserviert. Ob die Kosten für die Einlagerung von der Krankenkasse übernommen werden, ist noch fraglich.

Beitrag von der PZ-RedaktionTop

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