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APO-Bank zieht positive Bilanz

29.06.1998
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APO-Bank zieht positive Bilanz

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank konnte 1997 an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Auf der Vertreterversammlung am 12. Juni 1998 in Neuss wurde im Bericht des Vorstands eine positive Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres gezogen. Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Rosenfeld nahm dabei die Gelegenheit wahr, die Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung mit einer persönlichen Bestandsaufnahme nach rund einem Jahr der Tätigkeit für dieses Institut zu verbinden.

Mit besonderem Beifall wurde seine Aussage bedacht, daß nach seiner Überzeugung die Bank an ihrer Ausrichtung auf die Heilberufsangehörigen unbedingt festhalten müsse: "Wir waren, wir sind und bleiben als APO-Bank ausschließlich die Bank der Heilberufe."

Übertroffen worden seien die Anfang 1997 gesetzten Prognosewerte des Jahresergebnisses. Im Vorjahresvergleich habe sich allerdings das zwischenzeitliche Auslaufen von Zinssicherungsinstrumenten ausgewirkt, so daß der Zinsüberschuß mit 573 Millionen DM um 2 Millionen DM unter dem Vorjahreswert blieb. Die Ausweitung des Provisionsüberschusses um 19 Millionen DM auf 113 Millionen DM lasse die Verstärkung des zinsunabhängigen Geschäfts erkennen. Beim Anstieg des Verwaltungsaufwands um 43 Millionen DM auf 410 Millionen DM sei vor allem der Kostenblock aufgrund der Euro-Vorbereitungen sowie die diesjährige volle Ausschöpfung von Sonderabschreibungen ins Gewicht gefallen.

Aus dem Jahresüberschuß von 87 (1996: 83) Millionen DM werden, dem später gefaßten Beschluß der Vertreterversammlung entsprechend, den Rücklagen 60 Millionen DM zugeführt und eine Dividende von wiederum 6 Prozent inklusive Steuergutschrift 8,57 Prozent ausgeschüttet.

Die Bilanzssumme wird mit 28,4 Milliarden DM um 3 Milliarden DM höher als zum Vorjahresultimo ausgewiesen. Die Expansion wurde wesentlich vom Kreditgeschäft getragen. Die Neuausleihungen im Darlehensbereich erreichten mit 3,9 Milliarden DM erneut den bisherigen Höchststand des Vorjahres. Insgesamt stiegen die Kundenkredite auf 18,8 (17,0) Milliarden DM. Die Einlagen stellten sich auf 21,2 (19,3) Milliarden DM.

Zusammenfassend meinte Rosenfeld zum Jahresabschluß 1997 ein wenig lakonisch: "Nicht schlecht. Eigentlich sogar recht gut. Aber das Bessere ist des Guten Feind. Womit er ein erneutes Übertreffen des Geschäftsergebnisses der Bank im laufenden Jahr voraussagte.

Geschäftsanteile ab 2002 in Euro

Im weiteren Verlauf der Tagesordnung beschloß die Vertreterversammlung eine von Vorstandsmitglied Günter Preuß erläuterte Satzungsänderung, die drei Aspekte beinhaltet: Die Bank stellt zum 1. Januar 2002 den Geschäftsanteil von DM auf Euro um. Gleichzeitig werden Geschäftsanteil und Haftsumme (von dann rund 1025 Euro) auf 1500 Euro erhöht. Allerdings wird den Mitgliedern keine liquide Zuzahlung abverlangt. Die Aufstockung soll in der Regel durch Dividendenzahlungen erfolgen. Eine dritte Änderung gilt der Besserstellung der Mitglieder bei der Valutierung eingezahlter Teilbeträge auf den Mitgliedsanteil. Mit der Verstärkung der Eigenkapitalbasis, darauf hatte Dr. Rosenfeld in seiner Rede hingewiesen, soll die notwendige Voraussetzung für weiteres Wachstum und Zukunftssicherung geschaffen werden.

PZ-Artikel von Manfred Hermes, Neuss
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