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23.06.1997
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30.06. Friese kritisiert Berliner Vorstoß
Der Präsident ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Hans-Günter Friese, hat auf einer Pressekonferenz seines Verbandes in Bonn die Gesetzesinitiative des Landes Berlin für eine Änderung des Apothekengesetzes kritisiert. Würden die Vorschläge Wirklichkeit, drohten massive Wettbewerbsverzerrungen auf dem Arzneimittelmarkt zu Lasten der öffentlichen Apotheken. Die Berliner Initiative hat drei Kernpunkte: Patienten, die in Krankenhausambulanzen behandelt werden, sollen durch Krankenhausapotheken versorgt werden können, Klinikapotheken dürfen die Arzneimittelversorgung von Pflegeheimen übernehmen und ärztliches und nichtärztliches Klinikpersonal erhalten ein Dispensierrecht für Arzneien. Friese sieht in diesen Vorschlägen einen "ordnungspolitischen Sündenfall". Die vom Gesetzgeber wohlweislich gezogenen Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Arzneimittelversorgung würden ohne Not verwischt. Auch von den Bundesländern vermutete Einsparpotentiale ließen sich kaum realisieren, denn die Preisvorteile würden durch Preisaufschläge bei den Arzneimitteln für öffentliche Apotheken wieder kompensiert.

30.06.HMR: Neues Antiemetikum zugelassen
Unter dem Handelsnamen Anemet® ist seit dem 17. Juni der 5HT3-Rezeptorantagonist Dolasetron zugelassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilte die Zulassung für die Indikationen Übelkeit und Erbrechen nach einer zytostatischen Chemotherapie und Operationen. Nach Angaben des Herstellers Hoechst Marion Roussel (HMR) ist Dolasetron der erste 5HT3-Rezeptorantagonist, mit einer Zulassung für diese Indikationen. Das Präparat sei bereits in Australien, England und Frankreich erhältlich, ab 1. August soll es auch in Deutschland zur Verfügung stehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

30.06. Merck, BASF und Cerestar kooperieren
Die Unternehmen Merck, BASF und Cerestar wollen durch eine Zusammenarbeit bei der Vitamin-C-Produktion künftig die Herstellungskosten senken. Ein zu diesem Zweck gegründetes Gemeinschaftsunternehmen soll ein wichtiges Vorprodukt zur Herstellung von Ascorbinsäure produzieren, teile Merck am Montag mit. Etwa die Hälfte der zur Zeit in der Ascorbinsäureherstellung eingesetzten 130 Beschäftigten, wird dann dafür nicht mehr gebraucht. Merck versprach Entlassungen möglichst zu vermeiden.

30.06. Ministerium dementiert Focus-Bericht
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus" zurückgewiesen, Millionen von Kassenpatienten müßten demnächst mit noch höheren Zuzahlungen rechnen als ohnehin vorgesehen. Das Ministerium betonte, es gebe keine neuen Pläne. Vielmehr stünden die Erhöhungen schon seit Monaten fest. Bei dem Focus"-Bericht handele es sich „um eine für Wochenenden typische Falschmeldung". Zu noch höheren Zuzahlungen komme es nur, wenn Krankenkassen ihren Beitragssatz nicht stabil halten. Hebt eine Kasse den Satz an, steigt drei Monate später die Zuzahlung - und zwar um eine Mark pro angehobenem Zehntelprozentpunkt oder, bei prozentualen Zuzahlungen, um einen Prozentpunkt. Bei solchen Erhöhungen erhält der Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und kann mit einer Frist von einem Monat kündigen und die Kasse wechseln.

27.06. NAC zur Verbesserung der Aids-Therapie
Der Wirkstoff eines gängigen Bronchitis-Medikaments könnte nach Ansicht von Krebsforschern die Aids-Therapie verbessern. Die Einnahme von N-Acetyl-Cystein (NAC) sei eine mögliche Ergänzung zu den relativ teuren antiviralen Präparaten, erklärte am Freitag der Leiter der Abteilung Immunchemie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, Professor Dr. Wulf Dröge. Die antiviralen Medikamente könnte damit gezielter und zeitlich begrenzter dosiert werden. Die von Dröge entwickelte Therapie beruht auf der Beobachtung, daß mit HIV infizierte Patienten einen Mangel der verwandten Eiweißbausteine Cystin und Cystein aufweisen. Diese sind wichtig für die Regulation des Eiweßphaushaltes. Der Forscher konnte nachweisen, daß durch die Einnahme von NAC der Cystin-Spiegel und Werte anderer Eiweißbausteine normalisiert und damit die körperliche Konstitution verbessert werden konnte. Derzeit laufen in Mannheim und Heidelberg zwei klinische Studien, ob die Behandlung mit NAC den Ausbruch von Aids aufhalten kann. Die von Dröge entdeckte Behandlung erhielt vor kurzem auch das Patent für die USA, wo Forscher der Stanford Universität (Kalifornien) die Wirkung von NAC untersuchen.

27.06. Aids-Aufklärung am Flughafen
Auf dem Weg in den Urlaub sollten vor allem Fernreisende das Kondom nicht vergessen. Obwohl inzwischen mehr als drei Viertel aller deutschen Singles zwischen 16 und 45 beim Sex in den Ferien ein Präservativ benutzen, ist die Gefahr einer Aids-Infektion im Urlaub immer noch weitaus höher als zuhause. Auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel wurde daher am Freitag ein „Mitmach-Parcours" der Gesundheitsbehörde eröffnet, auf dem sich Reisende drei Tage lang über den Schutz vor HIV informieren können. Die Hamburger Gesundheitssenatorin Helgrit Fischer-Menzel wies darauf hin, daß eine kontinuierliche Präventionsarbeit auch in Zukunft unverzichtbar bleiben werde. In vielen Urlaubsländern, insbesondere bei Fernreisen, ist die Krankheit weiterhin wesentlich stärker verbreitet als in Deutschland. In der Urlaubsstimmung werde das Wissen um den Schutz vor HIV jedoch oft verdrängt.

27.06. Nachwuchsförderung in Molekularmedizin
Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und Boehringer Mannheim haben drei Nachwuchsgruppen im Bereich Molekulare Medizin gegründet. Gefördert werden sollen junge Wissenschaftler/innen, die auf dem Gebiet der Molekularmedizin forschen. Wie Boehringer Mannheim meldet, begutachtete eine vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft berufene Auswahlkommission die per Ausschreibung gesuchten Kandidaten. 22 von ihnen kamen in die Vorauswahl. Die personelle und sachliche Ausstattung sowie der Status der drei Gruppen entsprechen den Regeln der Max-Planck-Gesellschaft. Die selbständig arbeitenden Gruppenleiter erhalten für die Dauer von fünf Jahren eine C3-Position. Ihnen stehen je ein weiterer Wissenschaftler und zwei technische Assistenten zur Verfügung. Die Finanzierung der drei Nachwuchsgruppen wird je zur Hälfte vom Land Bayern und Boehringer Mannheim übernommen. Die Max-Planck-Gesellschaft stellt die Infrastruktur, die Laborräume und Arbeitsmöglichkeiten in Martinsried zur Verfügung.

27.06. Mehr Arbeitsplätze bei Chiron-Behring
Vor einem Jahr haben die Behringwerke, Marburg, und Chiron, Emeryville/Kalifornien, ihre Imstoffaktivitäten im Joint Venture Chiron Behring GmbH & Co mit Sitz in Marburg zusammengefaßt. Durch die Internationalisierung konnten in Marburg gemäß Firmenangabe zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen werden. Beschäftigt werden jetzt 750 direkte und indirekte Mitarbeiter, das sind 300 mehr als vor Jahresfrist gemeldet. Auch mit der Umsatzentwicklung gibt sich Chiron-Behring zufrieden. So soll in den ersten fünf Monaten ein Umsatzplus von 13 Prozent erzielt worden sein. Von Marburg aus werden die europäischen Länder betreut. Wachsen will das Unternehmen jetzt durch Neuausbietungen. Erst kürzlich sind die Impfstoffe Td-pur und PedvaxHib Liquid auf den Markt gekommen. Und zum Jahresende sollen zwei neue Kombinationsimpfstoffe für Kinder zur Verfügung stehen, wovon eine Vakzine vor Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Kinderlähmung schützt. Chiron Behring rechnet mit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Impfung mit inaktivierten Polioviren im kommenden Herbst.

25.06. Anthelminthikum gegen Alzheimer
Das in Afrika zur Bilharziosetherapie eingesetzte Anthelminthikum Metrifonat hat vielleicht schon bald eine neue Indikation. Der Acetylcholinesterase-Hemmer bessert nämlich auch die Gedächtnisleistung von Patienten mit Morbus Alzheimer.
So lauten jedenfalls die Ergebnisse verschiedener klinischer Phase-III-Studien, die kürzlich auf einer internationalen Alzheimer-Konferenz in Israel vorgestellt wurden. Die Substanz hemmt den Abbau des Überträgerstoffs Acetylcholin, wodurch die Abbauprozesse bei Morbus Alzheimer kompensiert werden sollen; Sicherheit und Verträglichkeit erwiesen sich in den Untersuchungen als gut. Mit der Zulassung für die Indikation Alzheimer wird in Deutschland Anfang 1999 gerechnet.

24.06. Leber-Mobil: Gesundheitsaktion in Bayern
Am 28. Juni startet das VdK-Gesundheitsmobil zu einer Aufklärungsaktion zum Thema Lebererkrankungen. Den Startschuß gibt die bayerische Gesundheitsministerin Barbara Stamm bei den Familientagen des Bayerischen Rundfunks in München. Bis zum 18. Juli wird das Mobil-Team, dem immer ein Arzt angehört, in 16 bayerischen Städten über Funktionen und Erkrankungen der Leber sowie zur Vorbeugung informieren. Dazu werden drei Kurzuntersuchungen angeboten. "Damit auch Ihre Leber mobil bleibt", lautet das Motto der Gemeinschaftsaktion des Sozialverbandes VdK Bayern, der AOK Bayern und der Firma Merz + Co; sie wird unterstützt vom Bayerischen Apothekerverband und dem Landesverband Bayern des Arbeiter-Samariter-Bundes. Wie notwendig die breite Aufklärung über die Hepatitiden ist, machte Professor Dr. Josef Eisenburg deutlich. In Deutschland werden jährlich etwa 5000 Hepatitis-B-Neuerkrankungen gemeldet; tatsächlich dürften es zehnmal mehr sein, schätzt der Hepatologe. Weltweit tragen etwa 300 Millionen Menschen das HB-Virus. Fünf bis zehn Prozent einer unbehandelten Hepatitis B gehen in ein chronisches Stadium über bis hin zur Zirrhose oder zum primären Karzinom; bei Hepatitis-C-Infektionen sind es sogar siebzig Prozent. Bis zu siebzig Prozent der Zirrhatiker entwickeln eine hepatische Enzephalopathie.

24.06. DGE: Babys sind keine Vegetarier
Ein extremer Vegetarismus in der Schwangerschaft schadet der Gesundheit von Babys. Darauf verwiesen am Mittwoch in Gera Experten auf einer Fortbildungstagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Babynahrungsherstellers Milupa. Essen Schwangere weder Fleisch, Fisch, Milchprodukte noch Eier, kämen deren Kinder oft mit einem viel zu geringen Gewicht auf die Welt.
Auch sei die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen nicht ausreichend. Dadurch könnten Langzeitschäden im zentralen Nervensystem und Blutarmut verursacht werden. Eine gesunde Ernährung für Schwangere und Neugeborene enthält laut DGE ausreichend Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Milchprodukte. Fleisch, Fisch und Eier dienen als Beilage und sollten nicht täglich gegessen werden.

23.06. Jeder fünfte Laborant hat eine Allergie
Regelmäßiges Arbeiten mit Versuchstieren führt in einem von fünf Fällen zu einer Allergie. Das ist das Ergebnis einer niederländischen Studie. Wie die Landwirtschaftsuniversität Wageningen am Montag mitteilte, wurden für die Studie 540 Mitarbeiter von Hochschulen, Forschungsinstituten und pharmazeutischen Unternehmen befragt, die Tierversuche ausführten. Die meisten Laboranten arbeiteten mit Ratten. Von ihnen litt jeder fünfte unter HNO-Beschwerden, Hautausschlag oder Asthma. Die Allergien werden vor allem durch den Urin der Tiere ausgelöst. Sie sind am stärksten ausgeprägt, wenn die Käfige ausgemistet und saubergemacht werden.

23.06. AOK: Prämien für Kundenfang gewünscht
Auf einer von der AOK Hessen initiierten Informationsveranstaltung über Managed Care wurde der Wunsch laut, daß es für die Versicherten Prämien geben muß, um deren Kooperationsbereitschaft für Modellvorhaben der Krankenkassen zu wecken. Selbstverantwortung würde nur erreicht, wenn effizientes Verhalten belohnt und Verschwendung gesühnt wird. Bedauerlich sei, daß es bislang keine rechtlichen Möglichkeiten gibt, die Versicherten, die sich bei einen Versorgungsmodell einschreiben, durch Beitragsermäßigungen finanziell an den Einsparungen zu beteiligen. Das 2. NOG bringe insofern eine Öffnung, als danach Strukturverträge abgeschlossen werden können, die dem vom Versicherten gewählten Hausarzt oder vernetzten Praxen Verantwortung für die vertragsärztliche Versorgung übertragen. Dafür kann auch ein kombiniertes Budget vereinbart werden. Erfahrungen in den USA und in der Schweiz (Prämienrabatt von 10 bis 15 Prozent) zeigten, daß Prämien einen starken Anreiz zur Teilnahme an Modellvorhaben ausüben. Qualitative Vorteile allein oder später mögliche Erstattungen haben nach den Erfahrungen Stocks "keine annähernd so starke Wirkung". Die finanzielle Belohnung ist Element der Managed Care Organisationen, die in den USA und der Schweiz das Gesundheitswesen bei gleichem Niveau kostengünstiger gestalten sollen.

23.06. Karlsruhe entscheidet über Abtreibungsrecht
Über die bayerischen Sonderregelungen zum Abtreibungsrecht wird das Bundesverfassungsgericht am kommenden Dienstag eine Eilentscheidung verkünden. Das Gericht befindet über die Anträge zweier Ärzte, die sich auf Abtreibungen spezialisiert haben. Der Nürnberger Gynäkologe Andreas Freudemann und der Münchner Allgemeinmediziner Andreas Stapf sehen sich durch die Regelung vom Ruin bedroht. In ihrer Klinik werden derzeit mehr als die Hälfte der Schwangerschaftsabbrüche in Bayern vorgenommen. Sie wollen mit einer einstweiligen Anordnung die Regelung des bayerischen Sondergesetzes stoppen, wonach Ärzte vom 1. Juli 1997 an nur noch 25 Prozent ihres Einkommens aus Schwangerschaftsabbrüchen beziehen dürfen. Bis zum Beginn der Verhandlung in Karlsruhe hatten erst 14 Ärzte einen Antrag auf Genehmigung von Abbrüchen gestellt.

20.06 Kostenlose Spritzen für Drogensüchtige
Die kostenlose Ausgabe von Spritzen an Drogensüchtige senkt nach Erkenntnissen einer weltweiten Studie die Zahl der HIV-Infektionen. In Städten, die Drogenabhängige mit sauberen Spritzen versorgen, sei die Zahl der HIV-Neuinfektionen seit Mitte der 80er Jahre um durchschnittlich 5,8 Prozent zurückgegangen, schreibt das britische Medizinjournal Lancet in seiner Ausgabe vom 20. Juni. Demgegenüber sei die Zahl der Infektionen in Städten ohne solche Programme um durchschnittlich 5,9 Prozent gestiegen. Wissenschaftler der University of Melbourne haben Daten von 81 Städten in Europa, Asien und den USA ausgewertet. Die Programme hätten jedoch nicht nur auf direktem Wege, sondern auch mittelbar einer Ansteckung mit dem Aids-Erreger vorgebeugt: Oft würden Sozialarbeiter Desinfektionsmittel und Kondome verteilen, über Risiken aufklären und Drogentherapien vermitteln.

20.06. Befreiung von Zuzahlung ist möglich
Von den insgesamt 72 Millionen Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland können sich nach Angaben des Apothekerverbandes Nordrhein 20 Millionen Menschen von der neuen Zuzahlungspflicht für Arzneimittel befreien lassen. Die meisten Betroffenen wüßten dies allerdings nicht und würden ab 1. Juli für Arzneimittel zu viel aus eigener Tasche zahlen, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Horst E. Nettesheim, am 19. Juni in Düsseldorf. Das neue Zuzahlungssystem sei zu kompliziert und insbesondere für ältere Menschen unverständlich. Nettesheim kritisierte, daß die Krankenkasse aus Eigennutz ihre Versicherten zu wenig über Härtefall- und Überforderungsklauseln aufklärten, um ihre Ausgaben niedrig zu halten. Um ein Informationschaos in den Apotheken zu verhindern, starten die 2 600 Apotheken des Apothekerverbandes ab sofort eine Informationskampagne, um die nach ihren Erfahrungen in hohem Maß frustrierten, verärgerten und enttäuschten Kunden aufzuklären. Mit Kundenkarten und Quittungsheften soll jeder Kunde den Überblick über die Höhe seiner Zuzahlungen behalten und gegebenfalls mit Beratung seines Apothekers eine Befreiung beantragen.

19.06. Ausschuß für Änderung des Apothekengesetz
Der Gesundheitsausschuß des Bundesrats hat heute den Vorschlag des Landes Berlin zur Änderung des Apothekengesetzes angenommen. Der Berliner Vorstoß zielt darauf ab, Krankenhausapotheken künftig die Versorgung von Patienten zu erlauben, die im Krankenhaus ambulant behandelt werden oder in angrenzenden Pflegeeinrichtungen versorgt werden. Der Vorschlag war von der ABDA heftig kritisiert worden. Die Apotheker befürchten, daß die Stellung der Apotheken allmählich untergraben werden soll. Der Bundesrat wird den Berliner Antrag am 4. Juli der Bundesregierung zur Stellungnahme vorlegen. Danach muß der Bundestag entscheiden.    

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