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Die Umstellung auf Euro kommt

15.06.1998  00:00 Uhr

-Wirtschaft & Handel

Govi-Verlag

Die Umstellung auf Euro kommt

Unter dem Motto "Der Euro kommt" hat Boehringer Ingelheim zusammen mit der Deutschen Bank und unter Beteiligung der Pharmazeutischen Zeitung vier Veranstaltungen in Wiesbaden, Frankfurt am Main und Düsseldorf durchgeführt. Insgesamt nahmen rund 700 Apothekerinnen und Apotheker die Gelegenheit wahr, sich über die Konsequenzen der Euro-Einführung für ihre Apotheken und für ihre privaten Anlagen zu informieren.

Unter der Moderation von Helmut Lange, Leiter Apotheken-Service bei Boehringer Ingelheim und Initiator der Seminarreihe, stellte seitens der Deutschen Bank in Wiesbaden und Frankfurt Dr. Werner Becker und in Düsseldorf Dieter J. Esser Chancen und Risiken des Euros für die Wirtschaft und den Kapitalmarkt vor. Beide Referenten befürworteten die Einführung des Euros, der seit Anfang Mai beschlossene Sache sei. Der Euro werde dazu beitragen, den Wirtschaftsraum Europa im Welthandel konkurrenzfähiger zu machen. Die deutsche Wirtschaft werde besonders vom Euro profitieren, da die Wechselkursschwankungen wegfielen, die bisher der Wirtschaft rund 40 Milliarden DM Kosten bereitet hätten. Die Frage des "Ob" stelle sich also nicht mehr, jetzt mußten die Fragen des "Wie" beantwortet werden.

Wie die Apotheken insbesondere in der Übergangsphase vom 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 2001 sich auf die Währungsumstellung vorbereiten sollten, erläuterte Dr. Hartmut Morck, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung. Wichtig sei vor allem, mit den Softwarehäusem die Umstellung der Apotheken-EDV zu sprechen, damit ab 1. Januar 2002, wenn der Euro offiziell auch im Barverkehr Zahlungsmittel wird, die Kassensysteme reibungslos auf Euro umstellbar sind. Die Banken werden ab Januar 1999 die Konten doppelwährungsfähig führen, so daß jeder Bankkunde den unbaren Geldverkehr sowohl in DM als auch in Euro ablesen kann.

Die Diskussion nach den Vorträgen zeigte deutlich die Vorbehalte gegen die neue Währung und den großen Informationsbedarf auch bei den Apothekerinnen und Apothekern. Allen Bundesbürgern muß dieses klar werden: Am 1. Januar 1999 findet keine Währungsreform statt, sondern eine Währungsumstellung. Dies stellten alle Referenten heraus. Der Wert bleibt der gleiche. Es gilt, nur Beträge durch dem Umrechnungsfaktor, der um 1,95 liegen wird, zu dividieren. Es wird sicher eine geraume Zeit dauern, bis die emotionale Bindung der Deutschen an die DM abgebaut sein wird und neues Vertrauen in den Euro aufgebaut werden kann. Die Bänker ermutigten die Zuhörer, schon heute dieses Vertrauen in den Euro zu haben.

Artikel von der PZ-Redaktion
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