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Raucher hören schlechter

15.06.1998  00:00 Uhr

-Medizin

Govi-Verlag

Raucher hören schlechter

Eine US-Studie bestätigt, daß Rauchen den altersbedingten Hörverlust verstärkt. Bei einem Vergleich von 3.753 Bewohnern der Kleinstadt Beaver Dam (US-Staat Wisconsin) fanden Forscher bei Rauchern 70 Prozent häufiger Probleme mit dem Gehör als bei Nichtrauchern. Die Teilnehmer der Studie waren 48 bis 92 Jahre alt.

Nach einem Bericht im Journal der amerikanischen Ärztegesellschaft (JAMA Bd.279, Nr. 21, S.1715) stieg der Hörverlust mit der Anzahl gerauchter Zigaretten. Selbst die Familienangehörigen von starken Rauchers hörten schlechter als die von Nichtrauchern. Das Team um Karen Cruickshanks von der Universität von Wisconsin in Madison läßt in seinem Bericht jedoch offen, welche Faktoren des Rauchens den Hörverlust bedingen. Es sei möglich, daß sich die Oxidationsstoffe im Zigarettenrauch schädigend auf das Gehör auswirken. Eine andere Erklärung wäre, daß der Rauch die Blutzufuhr zu den Gehörnerven beeinträchtige.

Artikel von der PZ-Redaktion
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