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Führungswechsel bei Asche

27.04.1998  00:00 Uhr

-Wirtschaft & Handel

Govi-Verlag

Führungswechsel bei Asche

Die Internationale Pharmazeutische Fachmesse Expopharm hat sich innerhalb kurzer Zeit zur größten Pharmafachmesse in Europa entwickelt, dies sowohl hinsichtlich der Aussteller- und Besucherzahlen als auch der belegten Netto-Ausstellungsfläche. Die positiven Ergebnisse bestätigen das Konzept der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker mbH. Neben der internationalen Präsentation ist es ihr Ziel, Synergien aus mehreren Veranstaltungen zu nutzen.

Erstmals findet die Expopharm vom 1. bis 4. Oktober 1998 auf dem neuen Messegelände in München Riem statt, traditionell zusammen mit dem Deutschen Apothekertag und zum zweiten Mal mit dem Expopharm-Kongreß. 1997 stieß er mit über 700 Teilnehmern auf eine positive Resonanz.

Im Mittelpunkt einer Kongreßbefragung 1997 stand die Beurteilung der einzelnen Fortbildungsforen sowie der Herstellerseminare. Die Gesamtbeurteilung der Foren war positiv. Im einzelnen: 73 Prozent der Befragten hielten die Foreninhalte für praxisbezogen, die Kompetenz der Referenten wurde von 87 Prozent als hervorragend eingestuft, die Präsentation des gebotenen Stoffes hielten 80 Prozent für interessant. Die Qualität der eingesetzten Medien wurde von 56 Prozent für sehr gut befunden. Das Preis-/Leistungsverhältnis bei den einzelnen Foren hielten 52 Prozent für sehr gut. Ähnliche Werte sind bei der Beurteilung der Herstellerseminare zu verzeichnen.

Anteil der ausländischen Aussteller und Besucher nimmt zu

1993 machten in Berlin die 332 ausländischen Aussteller einen Anteil von 5,1 Prozent aller Aussteller aus. Bereits ein Jahr später wuchs ihr Anteil in Düsseldorf mit 468 Ausstellern auf 9,2 Prozent und 1997, gleichfalls in Düsseldorf, mit 488 auf 12,7 Prozent. Parallel dazu weitete sich die an sie vermietete Ausstellerfläche von 366 Quadratmetern im Jahr 1993 auf mehr als das Doppelte im Jahr 1997 aus. Die ausländischen Firmen belegten da schon 774 Quadratmeter. Vertreten waren etwa 30 verschiedene Länder.

Die Besucherstatistik der Expopharm weist ebenfalls einen steigenden Trend auf. Zur Fachmesse nach Berlin kamen 1993 etwa 10.900 Besucher, nach Düsseldorf kamen 1994 bereits über 20.000. Die Besucherzahl war 1997 mit über 21.700 die höchste seit Bestehen der Expopharm.

Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den ausländischen Besuchern. 1993 wurden in Berlin 625 gezählt, das sind anteilmäßig 5,7 Prozent aller Besucher. In Düsseldorf machten sie 1994 mit 2.122 Besuchern einen Anteil von 10 Prozent, und mit knapp 2.200 Besuchern 1997 einen Anteil von etwas über 10 Prozent aus. Seit 1993 kamen die ausländischen Besucher aus mehr als 60 Ländern, vor allem aus Europa.

Mehr als ein Drittel der knapp 500 Aussteller haben bereits während der Düsseldorfer Messe 1997 Standplätze für die diesjährige Expopharm gebucht. Als ein zusätzlicher Magnet könnte sich das neue Messegelände in München-Riehm erweisen. Heute, fünf Monate vor der Ausstellungseröffnung sind bereits 90 Prozent der Nettoausstellungsfläche von 1997 vergeben.

Expopharm-Befragungen 1997


Eine Befragung im Anschluß an die Expopharm 97 in Düsseldorf belegt, daß die Fachmesse mit ihrem Konzept richtig liegt und als zentrale Plattform für den Apothekenmarkt weiter an Bedeutung gewinnt. Mit 69 Prozent stellten Apothekerinnen und Apotheker 1997 den größten Besucheranteil der Expopharm dar (1994: 68 Prozent), gefolgt von Besuchern aus der Industrie, dem Dienstleistungssektor, dem Arzneimittelgroßhandel, den Universitäten sowie den Hoch- und Fachschulen. 89 Prozent der Besucher meinten, ihre Erwartungen an die Fachmesse seien erfüllt worden. Das Besucherinteresse galt vor allem den Arzneimitteln für die Selbstmedikation (67 Prozent), gefolgt von Dienstleistungen (36 Prozent), Ernährung und Hygiene (30 Prozent), Labor/Praxis/Krankenpflege (28 Prozent) und Apothekeneinrichtungen (25 Prozent).

68 Prozent der Befragten bewerteten die Fachmesse mit sehr gut/gut und 28 Prozent mit zufriedenstellend, auch dieses Ergebnis kann sich sehen lassen. Entsprechend ernst sind die Absichten, im Oktober 1998 nach München zu kommen. Ausländische Besucher bekundeten dies öfter als inländische Besucher.

Die überwiegende Mehrheit der befragten Aussteller hält die Expopharm für die wichtigste beziehungsweise eine der wichtigsten Fachmessen (89 Prozent). Ihre bedeutendsten Messebeteiligungsziele waren die Aufnahme neuer Geschäftsverbindungen (83 Prozent), Repräsentation, PR, Imagepflege (71 Prozent) sowie die Intensivierung bestehender Geschäftsverbindungen (67 Prozent). Ihre Zielgruppen waren vor allem Besucher aus den Bereichen öffentliche Apotheken (88 Prozent) und Arzneimittelgroßhandel (38 Prozent). 86 Prozent beziehungsweise 78 Prozent der Aussteller meinten, diese Besucher auch zufriedenstellend erreicht zu haben.

Die fachliche Qualifikation der Besucher wurde von 84 Prozent der Aussteller positiv beurteilt, 70 Prozent rechnen mit Chancen für das Nachmessegeschäft. Bei der Gesamtbeurteilung der Expopharm äußerten sich 89 Prozent der Aussteller positiv. Dementsprechend groß (90 Prozent) ist auch die Bereitschaft, in diesem Jahr in München wieder dabei zu sein.

PZ-Artikel von Bernd Theimann, Eschborn
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