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Warnung vor Ephedra-Kraut

08.04.2002
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PHARMAZIE

Warnung vor Ephedra-Kraut

 

PZ  Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) sowie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnen vor dem unkontrollierten Verzehr von Ephedra-haltigen Produkten, die weder als Arzneimittel zugelassen sind, noch als Lebensmittel vertrieben werden dürfen.

In den Niederlanden und über das Internet werden solche zulassungspflichtigen Präparate als Nahrungsmittel oder Tee angeboten. Der Verzehr der Produkte kann unerwünschte Wirkungen hervorrufen wie Pupillenerweiterung, Nervosität, Herzrasen, Zittern, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck. Bei hoher Dosierung kann es zu Krämpfen und psychischen Veränderungen kommen. In den USA sind bereits mehrere hundert Menschen nach der unkontrollierten Einnahme von Ephedra-Präparaten erkrankt. Mehr als zehn Menschen starben an den Folgen, warnen das BgVV und das BfArM in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Die Alkaloide des chinesischen Heilmittels Ephedra (Meerträubel) ähneln strukturell den Amphetaminen und wirken gefäßverengend, kreislauf- und blutdruckstimulierend, zentral erregend, entwässernd sowie appetitdämpfend.

© 2002 GOVI-Verlag
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