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Aids: Glaxo hilft Entwicklungsländern

06.04.1998
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Aids: Glaxo hilft Entwicklungsländern

Mit einem Sofortprogramm will Glaxo Wellcome die Zahl der Mutter-Kind-Infektionen mit HIV in den Entwicklungsländern erheblich vermindern. Als Erstmaßnahme werde der Preis von Retrovir deutlich gesenkt, wie die deutsche Tochter in Hamburg meldet. In Zusammenarbeit mit Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens soll die Distribution erfolgen. Das Unternehmen erwägt darüber hinaus, auch den Preis von Epivir zu senken, sollte die Kombination mit anderen Wirkstoffen die Rate der materno-fetalen HIV-Übertragung weiter senken können.

In Vorgesprächen mit UNAIDS (The Joint United Nations Programme on HIV/AIDS) und einer Reihe von Verbänden und staatlichen Gesundheitsorganisationen sei eine langfristige Strategie entwickelt worden. Dabei sei deutlich geworden, daß das Projekt mit einer verstärkten Patientenaufklärung in den Entwicklungsländern einhergehen müsse und laufend weitere Forschungsprojekte voranzutreiben seien.

Der Vizepräsident von Glaxo Wellcome, Peter Young, zugleich für die Entwicklung und Vermarktung von HIV-Therapeutika verantwortlich, will gegenüber der WHO und Weltbank Leitlinien für eine kosteneffektive medizinische Versorgung aufzeigen. Über das Sofortprogramm hinaus will das Unternehmen zusammen mit UNAIDS in einem Pilotprojekt in der Elfenbeinküste, Uganda, Chile und Vietnam prüfen, wie angesichts begrenzter Infrastrukturen im Gesundheitswesen die wirksame Verteilung und der Einsatz von HIV-Präparaten ermöglicht werden kann.

Artikel von der PZ-Redaktion
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