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Bewegung senkt koronares Risiko

30.03.1998
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-Medizin

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Bewegung senkt koronares Risiko

Eine Analyse einer Herz-Kreislauf-Präventionsstudie des Robert-Koch-Instituts (RKI), die mit jeweils 5000 westdeutschen Männern und Frauen im Alter von 26 bis 69 Jahren durchgeführt wurde, belegt den positiven Einfluß regelmäßiger Bewegung auf Körpergewicht, Cholesterolwerte, Blutdruck und Ruhepuls(Mensink G., Movement and Circulation, Wageningen, 1997).

Insbesondere bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren führen schon geringe körperliche Anstrengungen wie Spazierengehen und Radfahren, die ein- bis dreimal pro Woche für eine Gesamtzeit von einer halben bis zwei Stunden ausgeübt werden, zu einem deutlich reduzierten kardiovaskulären Risikoprofil.

Nicht nur Intensität und Dauer der körperlichen Betätigung tragen zu einem besseren medizinischen Gesamtbild bei, sondern auch die Frequenz. Sie hat von allen drei Faktoren den stärksten Einfluß auf das Körpergewicht und die Serumfettwerte und scheint somit das Herzinfarktrisiko entscheidend zu beeinflussen.

Körperlich aktive Männer (zwischen 40 und 69 Jahren) besaßen wesentlich günstigere Werte bei den kardiovaskulären Risikofaktoren als gleichalte körperlich inaktive Männer. Deshalb ist bei aktiven Männern dieser Altersgruppe mit einer um 20 Prozent geringeren Gesamtmortalität und einer um etwa 30 Prozent geringeren Herz-Kreislauf-Mortalität zu rechnen.

Aufgrund des eindeutig festgestellten positiven Einflusses körperlicher Aktivität auf das Herzinfarktrisiko empfiehlt das RKI, mindestens dreimal pro Woche jeweils 30 Minuten lang Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Laufen zu betreiben. Ältere Personen, die zuvor nicht aktiv waren, sollten täglich mit leichten Übungen wie Gehen oder Radfahren beginnen.

Artikel von der PZ-Redaktion
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