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Ihre Meinung ist uns wichtig

30.03.1998
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-Editorial

Govi-Verlag

Ihre Meinung ist uns wichtig

von Hans-Günter Friese,
Präsident der ABDA - Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände


Umfragen sind "in". Nicht zuletzt das vielzitierte Superwahljahr 1998 ist Anlaß, immer wieder das politische Stimmungsbarometer der Bevölkerung näher zu analysieren. Schließlich kommt es für die Parteien auf jede Stimme an und da ist es für sie wichtig, sich rechtzeitig auf die Wähler einzustellen, also auch den Wahlkampf entsprechend auszurichten.

Was der "großen Politik" recht ist, ist auch für die Wirtschaft nur billig. Um Produkte oder Dienstleistungen möglichst gut im Markt positionieren zu können, muß man die potentielle Kundschaft möglichst genau kennen, das heißt man muß sie zu ihrer Meinung befragen. Auch wir Apotheker sind für die Marktforscher und damit die sie beauftragenden Firmen eine begehrte Zielgruppe, wenn es denn darum geht, Marktchancen für Arzneimittel, apothekenübliche Waren oder spezielle über die Apotheken angebotene Leistungen zu ermitteln. Es vergeht wohl kaum eine Woche, in der wir nicht einen Fragebogen zugesandt bekommen, mit der Bitte, uns ein wenig Zeit zu nehmen und ihn zu beantworten. Und mancher Kollege, manche Kollegin reagiert zwischenzeitlich schon etwas mißmutig auf solche Umfragen, vor allem dann, wenn die Ergebnisse nicht uns Apothekerinnen und Apothekern, sondern nur den Auftraggebern zugute kommen.

In den nächsten Tagen werden Sie einmal mehr einen Fragebogen zugesandt bekommen. Allerdings einen, den ich Ihrer besonderen Aufmerksamkeit anempfehle. Es handelt sich um eine Umfrage des renommierten Institutes Infratest Gesundheitsforschung, München, im Auftrage der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Sie richtet sich an alle Apothekerinnen und Apotheker, seien sie selbständig oder angestellt, in öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, Industrie, Verbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen oder anderswo tätig. Wir möchten damit die Grundlage schaffen für eine valide und differenzierte Standortbestimmung zur Arbeitsplatz- und Berufszufriedenheit in unserem Berufsstand. Diese ist, wie ich meine, für die Diskussion über die derzeitige, insbesondere aber zukünftige Positionierung des Apothekers, die ja nicht nur berufsintern, sondern auch nach außen geführt wird, unerläßlich. Dies um so mehr, als die Ressourcen im Gesundheitswesen immer knapper werden, und die berufliche und wirtschaftliche Situation für die beteiligten Leistungserbringer schwieriger wird. Dafür müssen wir gerüstet sein! Und deshalb wollen wir in den Berufsstand hineinhorchen.

Die Umfrageergebnisse werden ausschließlich in anonymisierter Form und in Gruppen zusammengefaßt dargestellt. Rückschlüsse auf einzelne Apothekerinnen und Apotheker sind deshalb nicht möglich. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden vollständig eingehalten. Selbstverständlich ist die Teilnahme freiwillig. Um jedoch repräsentative Ergebnisse zu erhalten, deren Veröffentlichung übrigens für Ende dieses Jahres geplant ist, sollten sich möglichst viele Apothekerinnen und Apotheker beteiligen. Wir erhoffen uns von der Umfrage auch aussagekräftige Ergebnisse für verbandspolitische Strategien und PR-Maßnahmen.

Daher meine ganz herzliche Bitte an Sie persönlich: Machen Sie mit und beteiligen Sie sich an der Umfrage. Es lohnt sich für uns! Top

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