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AOK verliert Mitglieder

01.03.1999
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-PolitikGovi-Verlag

AOK verliert Mitglieder

von Rainer Vollmer, Bonn

Seit der Wahlfreiheit der Krankenkassenmitglieder von 1996 bis heute hat es bedeutende Verschiebungen gegeben. Verlierer der Wanderungsbewegung sind eindeutig die Ortskrankenkassen, gefolgt von den Angestellten-Ersatzkassen.

Auch die Gewinner, also die Krankenkassenarten mit den prozentual höchsten Zuwächsen an Neumitgliedern, stehen eindeutig fest: Herausragend ist der Zuwachs bei den Betriebskrankenkassen. Allerdings haben sich nur rund 100 der etwa 370 BKKs geöffnet. Insbesondere die neugegründeten Betriebskrankenkassen ohne Anbindung an einen Einzelbetrieb registrierten Zuwächse bis zu 100 Prozent.

Auf der Gewinnerseite können sich auch die Arbeiter-Ersatzkassen und die Innungskrankenkassen sehen. Daß die Landwirtschaftliche Krankenversicherung und die Bundesknappschaft Mitgliederverluste hinnehmen mußten, liegt weniger an Wanderungsbewegungen als an abnehmenden Beschäftigtenzahlen in diesen Branchen.

Aufgrund der Wanderungsbewegung haben sich auch die Anteile am Markt der Versicherten zwischen 1996 bis 1999 verschoben. Es halten einen Marktanteil (in Klammern 1996): AOK 40,1 (43,6) Prozent; Angestellten-Ersatzkassen 35,3 (34,7) Prozent; BKK 12,3 (10,3 Prozent; IKK 6,4 (5,9) Prozent; Arbeiter-Ersatzkassen 2,3 (1,9) Prozent.Top

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