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SmithKline Becham auf Erfolgskurs

23.02.1998
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SmithKline Becham auf Erfolgskurs

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<Auf ein deutliches Umsatzwachstum in den letzten drei Jahren kann SmithKline Beecham Pharma (SB) mit Sitz in München zurückblicken. Seit 1995 ist dem Unternehmen in Deutschland der Sprung aus dem Mittelfeld in die Spitzengruppe der Arzneimittelhersteller gelungen: von Platz 47 auf Platz 11 im Pharma-Ranking. Der Umsatz wuchs von 252 Millionen DM im Jahr 1994 auf 565 Millionen DM im vergangenen Jahr. Derzeit arbeiten rund 800 Mitarbeiter bei SB.

Diese Zahlen nannte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Rüdiger Hauffe, am 17. Februar in München. Die SB Pharma GmbH vertritt in Deutschland den Bereich der rezeptpflichtigen Arzneimittel der weltweit operierenden SmithKline Beecham mit Sitz in Brentford/Großbritannien und Philadelphia/USA. Mit einem Umsatzplus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei die deutsche Tochter 1997 weltweit am schnellsten gewachsen, sagte Hauffe. Diese Dynamik beruhe vor allem auf den Impfstoffen, wo SB inzwischen Marktführer sei. Hier erzielte das Unternehmen mit 375 Millionen DM 66 Prozent des Umsatzes. Spitzenreiter sind die Vakzinen gegen Hepatitis B, Kombinationsimpfstoffe für Kinder und der Hepatitis-A/B-Impfstoff. Produziert wird in den Sächsischen Serumwerken in Dresden.

Eine weitere Kombination befindet sich derzeit in Phase III. Ein Super-Infanrix, so Dr. Wolfgang Meister, soll Säuglinge gegen sechs Infektionskrankheiten gleichzeitig schützen: Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ B, Polio und Hepatitis B. Mit dem Sechsfach-Impfstoff (DTPa-Hib-IPV-HepB) sei pro Impftermin nur noch eine Injektion fällig.

Daneben verfügt SB laut Dr. Nils Matzen über umsatzträchtige Arzneimittel in den Bereichen Antibiotika, ZNS-wirksame Therapeutika, Antiallergika, Herz-Kreislauf-Medikamente und seit der Einführung des ersten Topoisomerase-l-Hemmstoffes vor einem Jahr auch Onkologika. 82 Prozent des Umsatzes sind 1997 durch patentgeschützte Arzneimittel erzielt worden.

In Deutschland wurden im letzten Jahr etwa 23 Millionen DM für Klinische Entwicklung ausgegeben, sagte Meister. Elf Anträge auf Arzneimittelzulassung wurden gestellt und 27 Einzelzulassungen erteilt; das entspreche etwa vier bis fünf neuen Produkten. Ständige Prozeßverbesserungen, hohe Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sowie Investitionen sollen die Forschung weiterhin vorantreiben.

Auch die Kommunikation mit Partnern wird großgeschrieben. Reisende werden direkt oder über Arzt und Apotheker angesprochen. Die Firma hat Computerprogramme für Reise-, Arbeits- sowie Kinder- und Jugendlichenimpfung entwickelt.

PZ-Artikel von Brigitte M. Gensthaler, München

SB glänzt auch weltweit

Das britische Mutterunternehmen meldet gleichzeitig weltweit gute Umsätze im Jahr 1997. Der Bruttogewinn stieg wechselkursbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 1,65 Milliarden Pfund. Der weltweite Umsatz stieg um rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der starke Pfundkurs gegenüber Dollar und DM schmälerten sowohl das Umsatz- als auch das Gewinnwachstum. Verschreibungspflichtige Arzneimittel sind nach wie vor der wichtigste Umsatz- und Gewinnträger des britischen Unternehmens. Ihr Umsatz stieg wechselkursbereinigt um 13 Prozent auf 4,57 Milliarden Pfund. Wachstumsmotor waren vor allem neue Präparate, die im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf 1,6 Milliarden Pfund zulegten. Neue Präparate steuerten insgesamt 36 Prozent zum Pharmaumsatz bei. Das Unternehmen hat nach Meinung Londoner Börsianer gute Zukunftsaussichten, da die Forschungspipeline voller Hoffnungsträger stecke. Zwei Medikamente erzielten 1997 weltweite Umsätze von mehr als einer Milliarde Pfund: das Antibiotikum Augmentin und das Antidepressivum Seroxat/Paxil.

Der Umsatz mit OTC-Präparaten und anderen Gesundheitsprodukten stieg um 11 Prozent auf 2,38 Milliarden Pfund. Die Handelsspanne stieg hier um ein knappes Prozent auf 16,7 Prozent. Laut Leschly ist es SB gelungen, in den zukunftsträchtigen Märkten Osteuropas Fuß zu fassen. Dort stieg der Umsatz mit OTC-Präparaten um 43 Prozent.

PZ-Artikel von Arndt Striegler, London

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