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Vorbereitungen für Leipzig sind in vollem Gang

22.02.1999
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-Wirtschaft & HandelGovi-VerlagEXPOPHARM 1999

Vorbereitungen für Leipzig
sind in vollem Gang

von Bernd Theimann, Eschborn

Die international führende pharmazeutische Fachmesse Expopharm findet in diesem Jahr zum zweiten Mal in Leipzig statt, traditionell zusammen mit dem Deutschen Apothekertag und dem Expopharm-Kongreß. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre belegen eine erhebliche Steigerung der Besucherzahl auf Grund einer Kombination von standes- und gesundheitspolitischen Sitzungen, wissenschaftlichen und praxisnahen Vorträgen sowie der Präsentation der Neuheiten im Apothekenmarkt. Die Planungen für Leipzig sind in vollem Gange, obwohl die neue Leipziger Messe erst vom 30. September bis 3. Oktober 1999 zum Anziehungsmagneten der Apothekerschaft und ihrer Geschäftspartner wird.

Nach München kamen im vergangenen Jahr knapp 23.500 Besucher; das war eine Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich die höchste Besucherzahl seit Bestehen der Fachmesse. Aber nicht nur die Besucherzahl, sondern auch die Netto-Ausstellungsfläche ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Besucherpotential erheblich

Wie Erfahrungen zeigen, werden an einem Messestandort bis zu 50 Prozent des regionalen Besucherpotentials erreicht. Um eine möglichst hohe Besucherzahl zu erzielen, findet daher die Expopharm an drei jährlich wechselnden Standorten (Düsseldorf, München und Leipzig) statt. Sie zieht nicht nur Apothekeninhaber und angestellte Approbierte an, sondern alle Apothekenmitarbeiter an.

Die Besucherbefragung der erstmals 1996 in Leipzig durchgeführten Expopharm belegt, daß 43 Prozent der Besucher aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen. Aus allen neuen Bundesländern waren es 56 Prozent. Diese Zahlen bestätigen die Richtigkeit des Regionalisierungskonzeptes. Besonders interessant: Von den über 18.000 Fachbesuchern kamen 14 Prozent aus dem Ausland. Dabei dominierte der Anteil der Besucherkontakte aus Osteuropa.

Seit kurzer Zeit ist für die Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker als Veranstalter der Expopharm eine Auslandsvertretung mit guten Kontakten zu zahlreichen Ländern Osteuropas tätig. Gegenüber 1996 wird deshalb eine weitere Steigerung sowohl der Aussteller als auch Besucher aus diesen Ländern erwartet.

Synergien durch Kombination

Die Fachbesucher erkennen offensichtlich in zunehmendem Maße die Vorteile und den Nutzen, die sie aus der Kombination der drei Veranstaltungen ziehen können. Sie können sich an einem Veranstaltungsort innerhalb weniger Tage über die berufs- und gesundheitspolitische Situation ihres Berufsstandes informieren und ein umfassendes Bild über das Produkte- und Dienstleistungsangebot auf dem Apothekenmarkt bekommen. Die Besucher haben zugleich die Möglichkeit, auf zahlreichen Einzelveranstaltungen des zweitägigen Kongresses ihr Wissen über verschiedene Themen aus der pharmazeutischen Praxis zu vertiefen. Immerhin 1300 Besucher nahmen vergangenes Jahr in München am Expopharm-Kongreß teil - das war fast eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr in Düsseldorf.

Auch das Konzept der Fachmesse als zentrale und internationale Plattform für den Apothekenmarkt hat sich als richtig erwiesen. Dies belegt die jährlich zunehmende Zahl der ausländischen Besucher. Aufschlußreich ist ein Zahlenvergleich ausländischer Besucher in Leipzig 1996 und Berlin 1993, dem Veranstaltungsort der ersten Expopharm: Nach Berlin kamen damals 625 und nach Leipzig auf Anhieb knapp 1500 ausländische Besucher. Dies führte übrigens dazu, Leipzig und nicht Berlin als dritten Veranstaltungsort zu etablieren.

Expopharm-Besucher 1998 waren größtenteils zufrieden

Wichtige Ergebnisse der Besucherbefragung auf der Expopharm 1998 waren unter anderem: Das Gros der Besucher mit fast 16 000 kam aus der Apotheke (plus 15 Prozent gegenüber München 1995), 1759 kamen aus der Industrie (plus 12 Prozent) und 1337 aus dem Dienstleistungssektor (plus 21 Prozent). 61 Prozent deutsche und 63 Prozent ausländische Besucher bewerteten die Erreichbarkeit der Messebesuchsziele mit gut bis sehr gut und nur 35 Prozent der Inlands- beziehungsweise 32 Prozent der Auslandsbesucher war unzufrieden.

Das Besucherinteresse galt vor allem den Arzneimitteln (63 Prozent), gefolgt von elektronischer Datenverarbeitung/Kommunikation (34 Prozent), Ernährung und Hygiene (33 Prozent), Dienstleistungen (32 Prozent), Apothekeneinrichtungen (21 Prozent).

Optimismus drückten die Antworten auf die Frage nach der voraussichtlichen Entwicklung ihres Geschäftes im Vergleich zum Vorjahr aus. So schätzten 14 Prozent ihre Geschäftsentwicklung noch besser ein (Düsseldorf 97: 10 Prozent) und 44 Prozent beurteilten ihre voraussichtliche Entwicklung als unverändert gut (1997: 37 Prozent). Drei Viertel bewerteten die Fachmesse insgesamt mit sehr gut/gut. Mehr als die Hälfte der Befragten wollen auch in diesem Jahr nach Leipzig kommen.

Weiterbildung war gefragt

Knapp die Hälfte der Besucher, die vor allem wegen des Expopharm-Kongresses mit seinen Foren und Mittagsseminaren 1998 nach München kamen, äußerte, daß sie auch ohne den Kongreß die Fachmesse besucht hätten. An erster Stelle der Kongreßbeteiligungsziele stand die Weiterbildung (Foren: 80 Prozent, Mittagsseminare: 77 Prozent), gefolgt von Informationen über Produkte/Systeme/Anwendungen (Foren: 41 Prozent, Mittagsseminare: 68), Informationen über Neuheiten/Trends (Foren: 54 Prozent, Mittagsseminare:47 Prozent), persönlicher Erfahrungsaustausch (Foren: 23 Prozent, Mittagsseminare: 12 Prozent). Die Mehrheit beurteilte die Foren positiv. 70 Prozent hielten sie für praxisbezogen, die Kompetenz der Referenten wurde von 80 Prozent als hervorragend eingestuft. Die Präsentation der Vorträge hielten drei Viertel der Befragten für interessant, 62 Prozent bewerteten die Qualität der eingesetzten Medien mit sehr gut und knapp die Hälfte befand das Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr gut.

Die Erwartungen an die Foren war für die Mehrheit erfüllt beziehungsweise übertroffen. Die Beurteilung der Mittagsseminare entspricht, von geringfügigen Abweichungen abgesehen, in etwa der der Foren.

Außenwirkung war hervorragend

Fachmesse und Kongreß erzielten 1998 auch eine hervorragende Außenwirkung durch zahlreiche Presseveröffentlichungen. Neben Berichten über die Messe in drei Fernsehsendern (n-tv, Sat 1 und Bayern 3) erschienen im In- und Ausland mehr als 60 Presseberichte. 38 Artikel erschienen in 27 verschiedenen Medien des Inlands und 21 Artikel, in erster Linie die Expopharm betreffend, in 18 verschiedenen Medien des Auslands, und zwar in der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Spanien, Frankreich, Italien, der Volksrepublik China und Uruguay.

Der Veranstalter bewertet insbesondere die Berichterstattung in den Auslands-Fachmedien als ein Beleg für die weiter wachsende Internationalität dieser größten europäischen Pharmafachmesse.

Leipzig ist eine Stadt voller Attraktionen

Für den Besucher liegen die Vorzüge des Messestandorts Leipzig auf der Hand. Verkehrstechnisch ist das neue Leipziger Messegelände ideal erschlossen. Es verfügt über zwei eigene Autobahnanschlüsse und einen separaten Gleisanschluß. Der Flughafen Leipzig-Halle liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Straßenbahn und S-Bahn bringen den Besucher in wenigen Minuten ins Stadtzentrum. Ob per Straße, Schiene, Luftweg - das Messegelände ist unkompliziert und rasch erreichbar. Die Fußwege zur Messe führen durch großzügig angelegte Parklandschaften. Zu allen Gebäuden - Ausstellungshallen, Congress Center, Glashalle, Serviceeinrichtungen - gelangt man schnell trockenen Fußes. Mitten im Gelände laden Parks, Restaurants, Cafés und Bistros zur Entspannung und Erholung ein.

Daneben ergeben sich für die Besucher zahlreiche Anlässe, am Abend in die Stadt einzutauchen. Kaum eine andere Stadt kann auf eine so große Musiktradition verweisen. Namen wie Johann Sebastian Bach und Felix-Mendelssohn Bartholdy sind ebenso untrennbar mit ihr verbunden wie das Gewandhausorchester, der Thomanerchor oder die Oper Leipzig.

Innerhalb des 3,5 Kilometer langen Promenadenrings in der überschaubaren und fußgängerfreundlichen Innenstadt lassen sich viele Sehenswürdigkeiten erlaufen. Stichworte sind hier die Mädler-Passage, Auerbachs Keller und der Specks Hof. In keiner zweiten deutschen Stadt gibt es so viele Kabaretts pro Einwohner wie in Leipzig.

Der Hauptbahnhof, einer der größten europäischen Kopfbahnhöfe, gilt nach Umbau und Fertigstellung zugleich als einer der schönsten überhaupt. Leipzigs Bauwerke erzählen von glanzvollen Epochen, von schweren Zeiten und von der jungen Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands. Die Nikolaikirche im Zentrum der Stadt war Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen und der friedlichen Revolution.Top

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