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Vitamin A in moderaten Dosen nicht teratogen

16.02.1998
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Vitamin A in moderaten Dosen nicht teratogen

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<Vitamin A bleibt in begrenzter Dosierung für Schwangere ohne Folgen. Bei der Einnahme von Retinoiden, Derivaten des Vitamin A, muß eine Schwangerschaft jedoch ausgeschlossen werden.

Die vor kurzem in verschiedenen Medien publizierte Schreckensmeldung, Vitamin A (Retinol) sei genauso gefährlich wie Contergan, sei sachlich falsch, stellt der Arbeitskreis Ernährungs- und Vitamin-Information (evi) in einer Pressemitteilung klar. Nur bei Einnahme von Retinoiden müsse eine Schwangerschaft wegen Teratogenität ausgeschlossen werden. Retinoide sind Derivate des Vitamin A, sie unterliegen der Verschreibungspflicht.

Vitamin A selbst sei in begrenzter Menge, nämlich 3000 I.E., für den normalen Verlauf einer Schwangerschaft notwendig und nach derzeitigem Kenntnisstand bis zu 10.000 I.E. für das Ungeborene unbedenklich, so der Arbeitskreis weiter. Bei handelsüblichen Produkten werde dem Rechnung getragen. Freiverkäufliche Multivitaminpräparate seien in der Regel frei von Vitamin A. Apothekenübliche Multivitamin-Präparate können laut evi Vitamin A enthalten, jedoch nur in auch für Schwangere vertretbaren Dosen von maximal 5000 I.E.

Artikel von der PZ-Redaktion
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