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Bayern unterzeichnet Richtgrößenvereinbarung

09.02.1998  00:00 Uhr

-Politik

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Bayern unterzeichnet Richtgrößenvereinbarung

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Am Abend des 9. Februar 1998 hat die BKK Bayern mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die erste Richtgrößenvereinbarung im Bundesgebiet unterzeichnet. Das erklärte der Vorsitzende des BKK Landesverbandes Bayern, Gerhard Schulte, auf dem Petersberg bei Bonn während des 8. Bonner Dialogs, den das Institut für Management "Forum" veranstaltet hat.

Die Richtgrößenvereinbarung löst das Arznei- und Verbandmittelbudget zum ersten Januar 1998 ab. Gegenstand der Vereinbarung ist die Festsetzung von einheitlichen arztgruppenspezifischen Richtgrößen für das Volumen der vom Vertragsarzt zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkassen verordneten Arznei- und Verbandmittel einschließlich des Sprechstundenbedarfs und die Prüfung der Wirtschaftlichkeit bei Überschreitung der Richtgröße. Die KVB informiert die Vertragsärzte quartalsweise über ihre tatsächlichen Ausgaben im Vergleich zu den Richtgrößen. Die Krankenkassenverbände verpflichten sich, die hierzu benötigten Daten zeitgerecht zur Verfügung zu stellen.

Die Prüfung eines Vertragsarztes soll dem Vertragstext zufolge ohne Antragsstellung, sofern die Jahresrichtgrößensumme um mehr als 15 Prozent überschritten wird, erfolgen. Die Richtgrößensumme für Allgemein- und praktische Ärzte beträgt pro Quartal für Mitglieder und Familienangehörige 73,28 DM, für Rentner 230,25 DM.

Beitrag der PZ-Redaktion
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