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Roche hat die Übernahme von Boehringer gut verdaut

18.01.1999
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-Wirtschaft & HandelGovi-Verlag

Roche hat die Übernahme von Boehringer gut verdaut

dpa. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat seinen Umsatz 1998 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel steigern können. Auch der Konzerngewinn soll trotz der Übernahme von Boehringer Mannheim und dem amerikanischen Aromenhersteller Tastemaker über dem letztjährigen Gesamtergebnis (4,3 Milliarden Franken vor Sonderbelastungen) liegen, teilte F. Hoffmann-La Roche am 14. Januar 1999 in Basel mit.

Der Umsatz nahm um 31 Prozent auf 24,660 Milliarden Franken (29,940 Milliarden DM/15,299 Milliarden Euro) zu. In lokalen Währungen erhöhten sich die Verkäufe sogar um 35 Prozent.

Roche hatte zunächst durch die Übernahme von Boehringer Mannheim und Tastemaker eine vorübergehende Gewinnverwässerung erwartet. Doch dank der guten Verkäufe, der raschen Firmenintegration und eines guten nicht-operationellen Ergebnisses rechnet Roche jetzt mit einem besseren Konzerngewinn als 1997. Diese Zahlen sollen erst später veröffentlicht werden. Das miterworbene amerikanische Orthopädie-Unternehmen DePuy wurde im November 1998 für 2,9 Milliarden Franken an den US-Konzern Johnson & Johnson verkauft.

Hohe Umsätze mit Arzneimitteln und Diagnostica

Die Division Pharma konnte dank der starken Verkäufe neuer, aber auch bewährter Medikamente um 19 Prozent auf 14,378 Milliarden Franken Umsatz wachsen. Dazu trug auch die rasche Eingliederung des Produktsortiments von Boehringer Mannheim bei, hieß es. Die Verkäufe in den USA wuchsen erheblich stärker als der Markt. Auch in den wichtigsten europäischen Ländern wurden Marktanteile hinzugewonnen.

Xenical hat bislang in über 20 Ländern (nicht jedoch in den USA) die Zulassung erhalten. Seit der Markteinführung Ende des dritten Quartals 1998 soll die Nachfrage besonders in Europa die Erwartungen übertroffen haben.

Einen großen Umsatzsprung von 373 Prozent machte der Geschäftsbereich Diagnostica dank des Boehringer-Mannheim-Sortiments. Er stieg von 0,996 Milliarden auf 4,613 Milliarden Franken. Roche hat auf diesem weltweit kaum wachsenden und von Preisdruck geprägten Markt Anteile hinzugewonnen.

Vor allem durch die Asienkrise und den intensiven Preisdruck sank der Umsatz mit Vitaminen und Feinchemikalien um 5 Prozent auf 3,630 Milliarden Franken. Im Geschäftsbereich Riechstoffe und Aromen konnte hingegen das starke Wachstum in anderen Regionen den schwachen Asien- und Rußlandmarkt kompensieren. Hier stieg der Umsatz um 6 Prozent auf 2,039 Milliarden Franken.Top

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